ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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- From: sepp25 <sepp25 AT news.piratenpartei.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich
- Date: Tue, 03 Apr 2012 15:39:53 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver
DJahn schrieb:
sepp25 schrieb:
...Für den Bereich Grundrente(bGE) bis zu 2xbGE wird im Rahmen der erworbenen Rentenansprüchen ein linearer Ausgleich geschaffen.Bei der Rente, auf die ein grundgesetzlich gesicherter individueller vermögenswerter Anspruch besteht, weil im Arbeitsleben Lohnanteile dafür in die Sozialversicherung eingezahlt wurden, wäre eine Anrechnung auf die Grundsicherung also einzuplanen. Beim direkt ausgezahlten Lohnanteil soll die Anrechnung der Grundsicherung dagegen ausgeschlossen sein. Das sehe ich eine Gerechtigkeitslücke. Die gibt es erst dann nicht, wenn keine Lohnanteile mehr an die Sozialversicherung überwiesen werden. Rentenansprüche wären dann nur über Privatversicherungen zu erwerben. Damit käme man über die Anrechnung der Grundsicherung herum. Als Lohnempfänger würde ich jedenfalls auf der Auszahlung der entsprechenden Lohnanteile bestehen, des sogenannten Arbeitnehmeranteils wie des sogenannten Arbeitgeberanteils. Auf das bGE würde ich mich nur ungern verlassen. Seine Höhe bliebe vom Steueraufkommen und wechselnden politischen Konstellationen zu sehr abhängig.
Bespiel.: Wenn jemand einen Rentenanspruch von 500.- € durch Arbeit erworben hat, geht das System in die Grundsicherung über, erhält der Rentner z.b. 900.- € bGE + 250.- € aus erworbenen Rentenleistungen.
...
Die Argumentation der Piraten scheint darauf hinauszulaufen, die Einzahlung in die Sozialversicherung wegfallen zu lassen zu Gunsten der sogenannten Arbeitgeber mit dem bGE als Ausgleich für die sogenannten Arbeitnehmer.
Und was ist mit den Beamtenpensionen? Soll da auch angerechnet werden?
Die Rente ist doch auch vom Steueraufkommen und von politischen Konstellationen abhängig. Defakto hat der Staat ja die letzten 60 Jahre nichts anderes gemacht, als immer die Rentenkasse, sobald Überschüsse da waren geplündert. Sonst wäre eine gesunde Finanzdecke im Rentensystem vorhanden. -- Das ist aber ein anderes Thema.
Der Lohn ist immer Verhandlungssache zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Bei der Einrechung des bGE im Vergleich: Situation heute -- zu Situation dann,
sollte meiner Meinung nach das bGE nicht als Argument gebraucht werden. Mit bGE hat der dann mehr als heute.
Um die VErhandlungen mit dem AG auf Augenhöhe führen zu können muss das bGE einen "emanzipatorischen Charakter" haben. Das heisst, die Höhe muss ausreichen um in der Mitte der Gesellschaft Platz nehmen zu können.
Das hat etwas mit der Verteilungssystematik zu tun. Wenn man die Lohnkalkulation z.b. bei dem Modell der Sozialpiraten aufmacht, und das bGE isoliert vom Lohn betrachtet, kommt man zu dem Ergebnis, dass eine Kürzung des Nettolohns um 40% stattfindet, was mit dem bGE dann wieder ausgeglichen werden soll.
Das ist der falsche Ansatz, da damit die Motivation zu Arbeiten quasi erlischt.
Eine beschossene Meinung zu irgendeinem Modell von bGE der Piraten gibt es noch nicht. Es gibt nur den Beschluss das man Modelle sucht und diese zur Diskussion mit allen Bürgern stellt. -- Das was sie hier lesen sind alles "Partikularmeinungen" und nicht Aussage der Piraten. --
Ich würde Beamte im Rahmen der Umstellung zuerst mal 2 Jahre auf Harz 4 setzen und dann Stufenweise am bGE teilhaben lassen.
Das war natürlich Spaß. ----
Beamte würden mit Rentnern bei mir gleichgestellt.
Mir ist wichtig. -- Bestehende Renteansprüche müssen gesichert bleiben bis zum Tod, im Falle einer Umstellung auf bGE. Ein weiterer Erwerb von Ansprüchen nach Umstellung etweder freiwillig in die RV oder Privat.
Damit wäre ein "Status Quo" gesichert und alle könnten sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen.
Gruß
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, milton2011, 06.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, DJahn, 03.04.2012
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- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sepp25, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, sozialpiraten, 03.04.2012
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Lohnnebenkosten nicht nebensächlich, Daniel , 03.04.2012
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