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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: milton2011 <milton2011 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Wed, 08 Feb 2012 09:30:02 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Re: Dieter Althaus Finanzierungsmodell Anträge für den Parteitag

(Gestern 21:54)sozialpiraten schrieb:
Es geht um Soziale Marktwirtschaft!
Du wirbst mit deinem Kommentar für: Nicht Piraten wählen!? :-)

Ich werbe - wo immer ich mich aufhalte - dafür das Hirn einzuschalten und lieber etwas zu lesen als falsches zu behaupten oder/und anzunehmen.

Ich werbe in meinem Kommentaren - jawohl. Ich werbe darum das sich Piraten nicht selbst zu Spinnern degradieren welche man mit einem Dreisatz und der Fähigkeit des lesens ausgestattet innerhalb eines 10-zeiligen Postings mit drei Links unglaubwürdig erscheinen lassen kann.

Die AG sM ist weitestgehend frei von Freigeld, Vollgeld, sonstwiegeld und BGE. Das ist mit ein Grund warum hier im Gegensatz zu anderen Wirtschafts-AGn auch ein ordentlicher Output an praktisch verwertbaren Anträgen zu vermelden war in der Vergangenheit. Für BGE-Diskussionen oder Freigeld Diskussionen gibt es andere AGn.
Grüße
Otmar

Schmunzel Otmar,
Sie mögen ja viele Anträge zimmern, aber schon Ihr Ansatz ist falsch :
"Soziale Marktwirtschaft ist b.llsh.t", denn Marktwirtschaft ist nun einmal seit 1958 GLOBAL.
Aufgabe einer Freien Marktwirtschaft ist das Streben nach maximalen Gewinn jedes Einzelnen, das ist naturgemäß nicht sozial.

Soziale Marktwirtschaft kann nur durch Globale Marktwirtschaft PLUS einem lokalen Familien- und Sozialausgleich in den Einkommen hergestellt werden. Nur diese Negative Income Flat Tax ist marktneutral, sie verändert nicht Bruttopreise, Bruttolöhne und Bruttodividende. Die Steuer vom Brutto zum Netto ist also orthogonal zur Preisbildung des Globalen Marktes.

Das Friedman-Urmodell einer NIFT 50 ist nun einmal trivial.

1. Geboten ist es durch Art. 1, 6 und 20 GG.

2. Technisch ist es der adäquate Familien- und Sozialausgleich :

Ekst. = bGE * (Einkommen/ProKopfEinkommen - Familienköpfe)

Jeder Anfänger in Statistik weiß, dass dieses eine Nullsumme ist und volkswirtschaftlich keine Kosten. Das bGE ist immer aus den verfügbaren Einkommen finanziert, es ist nur eine Frage des Steuersatzes.

3. Und in der Realität brauchen Sie zum Nachweis nur die VGR von destatis :

2570 Mrd. BIP
- 273 Mrd. Gütersteuern - Subventionen als Kernstaatshaushalt
2297 Mrd. Bruttowertschöpfung
- 333 Mrd. Abschreibungen
1964 Mrd. Nettowertschöpfung = Volkseinkommen

50 % NIFT auf das Volkseinkommen bringen 982 Mrd. für Sozialtransfers und Subventionen.

Sie brauchen jetzt nur noch 3 weitere Zahlen :
244 Mrd. AG-Sozialabgaben
180 Mrd. Personalleistungen Öffentlicher Dienst
180 Mrd. Subventionen

Dann können Sie aus NIFT 50 einfache Schlüsse ziehen :

1. bGE ersetzt AG-Sozialabgaben und AN-KV/PV. Das sind ca. 345 Mrd. im bGE von z.B. 740 Mrd.
2. bGE ersetzt auch halbe Löhne des ÖD, halbe Renten und halbes ALG 1. Die Arbeitnehmer finanzieren dann mit ihren Beiträgen von 142 Mrd. ihre Versicherungen locker selbst.
3. Die Personalleistungen für den ÖD reduzieren sich um 90 Mrd. auf die Hälfte.
*Das ist der ökonomische Nutzen von bGE als NIFT 50.*.

Der Kernstaatshaushalt reduziert sich also auf 183 Mrd. rein aus Mehrwertsteuer.
Der Haushalt für Sozialtransfers und Subventionen nach Abzug des bGE von 740 Mrd. reduziert sich auf 242 Mrd, davon 62 Mrd. für Soziales über bGE hinaus und 180 Mrd. für Subventionen.
*Der verfügbare Staatshaushalt reduziert sich durch bGE auf 425 Mrd. *
Sonst. Steuern außer MwSt. und EkSt. können entfallen.

Statt billiger unwissenschaftlicher Polemik sollten Sie mir lieber einmal vorrechnen aus dem Sozialhaushalt, dass 62 Mrd. Sozialhaushalt ohne Sozialkassen nach Abzug von bGE nicht reichen.

Diesen Beweis sind Sie aus Inkompetenz (?) bisher schuldig geblieben.

bGE ist nur eine grundlegende Steuerreform und organisiert nur den Haushalt für steuerfinanzierte Sozialleistungen um, nicht für Sozialversicherungen. Und es erspart dem Staat mindestens 90 Mrd.

Sie sehen also, die Finanzierbarkeit von bGE ist trivial nachweisbar auf einem Blatt, wenn man NIFT versteht. Und da es eine Sozialreform ist, müssen alle anderen Haushaltspositionen unangetastet bleiben. Der steuerfinanzierte alte Sozialhaushalt ohne Sozialkassen muss um die bGE-Leistung reduziert werden, denn bGE ist ja anrechenbares Netto.
Nur da müssen Sie in die Tiefe steigen.




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