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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: Andena <andena AT versanet.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn - Versuch Konsensfindung und Positionspapier
  • Date: Sun, 20 Nov 2011 10:56:33 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Das haben die meisten gar nicht in der Hand. Ich meine es gibt Untersuchungen welche ergeben haben das die meisten Verdienste
A) im Geringverdiener-Bereich liegen (400 Euro Jobs)
B) bei kleinen und maximal Betrieben mittlerer Größe (die größeren haben bis auf Ausnahmen z.B. im Einzelhandel i.d.R. Tarifverträge)

Solche Betriebe sind ggfs. an Verträge mit Preisen gebunden und stehen in Konkurrenz zueinander. Man kann also nicht ohne weiteres die Löhne ändern, denn dann müsste man die Preise ändern - was aber an den Gegebenheiten scheitert. Man bekommt ja nicht mehr Geld für die Milch oder mehr Geld vom Autobauer.

Die Auftraggeber sind im Tariflohn-Bereich, optisch fein heraus und haben ja ggfs. exakt aus dem Grunde Teilbereiche ausgelagert. Wer von den Auftragnehmern den Preis zuerst verändert oder verändern möchte hat ein Problem, gleich ob Milchbauer, Autozulieferer, Pflegeanstalt (Kassen/DRV-Bund sind Auftraggeber) oder Reinigungsdienstleister.

Das ist also nicht so einfach.

Grüße
Otmar






Andena schrieb:

Kellerkind schrieb:
Der Staat kann auch keine Einigung erzwingen, er kann höchstens drohen: "Einigt euch, sonst gibt es den Mindestlohn." ;)

Richtig. ;)

Im Prinzip haben es die Unternehmer Land auf Land ab selbst in der Hand. Wenn sie jetzt zügig überall und flächendeckend freiwillig einen Lohn zahlen, der oberhalb der Sozialhilfegrenze liegt, dann muss die Politik nicht einschreiten.

Verweigern sich die Unternehmer bzw Teile der Unternehmer weiterhin, auskömmliche Löhne zu zahlen und über die Aufstockerleistungen indirekt Unternehmenssubventionen zu erschleichen, dann wird die Politik gezwungen sein, hier maßregelnd einzugreifen.

Mal sehen, wie es mit der Freiwilligkeit der Unternehmer so ausschaut, :)

Gruß, Andena





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