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Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei
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Re: [AG Liquid Democracy] [AG Demokratie] Thinking Beyond Liquid Democracy – Antwort Alex
Chronologisch Thread
- From: Andreas Veltens <andreas.veltens AT googlemail.com>
- To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>, AG-Demokratie AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [AG Liquid Democracy] [AG Demokratie] Thinking Beyond Liquid Democracy – Antwort Alex
- Date: Tue, 28 Feb 2012 21:52:36 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
- List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
„Deshalb wurde "Votorola" beim nationalen Vernetzungstreffen der
Occupybewegung im Januar in Frankfurt vorgestellt. Deshalb gibt und
gab es Gespräche mit Occupy Wallstreet und die "Open Voting Network"
initiative die daraus entstanden ist. Deshalb baut Votorola als Basiseinheit auf einem sogenannten "STREET WIKI" auf, in dem zb. eine Siedlung, ein Stadtviertel, eine Gruppe ihr eigenes "Street Wiki" aufbaut und von da aus mit dem "WEB OF TRUST" Ansatz fortfährt.“ Das ist zumindest schonmal die Ebene, über die ich spreche. Ich bezweifel halt nur, dass die Occupybewegung oder ein Street Wiki dazu geeignet sind, in absehbarer Zeit z.B. meine (Groß-)Eltern zu integrieren, aus den genannten Gründen. Was du willst scheint mir eine formale Überlegung was die "beste (virale?) Marketingstrategie" ist um den großen Durchbruch zu erlangen ;-) Nein, darum geht es mir nicht. Auch mit der besten Marktingstrategie würde z.B. eine von der Occupybewegung gestartete Plattform (mit ganz viel Geld dahinter) keine kritische Masse mobilisieren können. Warum? Weil nicht alle Leute was von der drittklassigen Kapitalismuskritik halten, die da z.T. durch die Gegend geistert, weil sie nicht "links" sind, weil sie keine Lust haben sich vor einen Karren spannen zu lassen usw. Man muss wie gesagt den Kern klein zu halten: Es geht um den Kampf aller Demokraten um das Primat der Politik -- nicht um Kapitalismus, die Piraten, Stuttgart 21 oder sonst irgendein Themenbündel, wo Demokratie meistens nur als Subtext mitläuft. Am 27.02.2012 20:42, schrieb alex AT twister11.de: " Eben weil jede Technik sozial eingebunden ist, und somit klar sein muss, was die Softwareaußerhalb ihrer Operationen für Anforderungen hat, leisten kann und soll, was derjenige erfüllen muss der sie verwaltet und entwickelt (z.B. muss derjenige verifizieren können, dass es sich um gemeldete Bürger handelt um Sockenpuppen zu verhindern, sonst macht das Ganze keinen Sinn) usw. " Deshalb wurde "Votorola" beim nationalen Vernetzungstreffen der Occupybewegung im Januar in Frankfurt vorgestellt. Deshalb gibt und gab es Gespräche mit Occupy Wallstreet und die "Open Voting Network" initiative die daraus entstanden ist. Deshalb baut Votorola als Basiseinheit auf einem sogenannten "STREET WIKI" auf, in dem zb. eine Siedlung, ein Stadtviertel, eine Gruppe ihr eigenes "Street Wiki" aufbaut und von da aus mit dem "WEB OF TRUST" Ansatz fortfährt. Was du willst scheint mir eine formale Überlegung was die "beste (virale?) Marketingstrategie" ist um den großen Durchbruch zu erlangen ;-) Das lässt sich sowieso nicht formal abhandlen ist meine Meinung. Votorola lässt an der Basis viele verschiedene Tools zu und könnte auch als Rahmenwerk in dem verschiedene konkrete Tools aktiv sind bezeichnet werden. Votorola hat mit Adhocracy oder Liquid Feedback so gut wie nichts gemeinsam übrigens. @Ideale Sprechsituation Ja, ist nicht das einzige zu lösende Problem sondern nur eins von vielen :-) Das ist schon klar *g* 2012/2/27 Andreas Veltens <ahhrrrr AT googlemail.com>
Vielen Dank für den
Link; zum einen weil da sehr interessante Projekte dabei
sind (Votorola baut aber m.E. nach auf den gleichen
Prämissen wie auch LD auf, z.B. Menschen sind
Entscheidungsträger) , zum anderen, weil ich durch
Anschluss an dir bekannte Konzepte besser erklären kann,
was ich will.
„Manche Entwickler haben sich sogar mit HABERMAS auseinandergesetzt, nur um zu überlegen wie solche technischen Tools aussehen müssen“ Es geht mir eben überhaupt nicht darum, ein technisches Tool zu gestalten oder mir zu überlegen, wie das aussehen soll, das ist nicht mein Aussagebereich. Es geht mir darum zu überlegen, wie irgendein Tool zu gesamtgesellschaftlicher Relevanz gelangen kann (daher auch: Strategiepapier). Nicht Verfahren -> politische Bewegung, sondern politische Bewegung -> Verfahren (-> politische Bewegung). Ich weiß dass sich viele hier schon mit Habermas beschäftigt haben, aber selbst wenn ihr die ideale Sprechsituation in Software gießen könntet: Es wird, wenn bestimmte soziale Anforderungen nicht erfüllt sind, nicht zu einer kritischen Masse führen, ganz egal wie großartig das Tool ist. Eben weil jede Technik sozial eingebunden ist, und somit klar sein muss, was die Software außerhalb ihrer Operationen für Anforderungen hat, leisten kann und soll, was derjenige erfüllen muss der sie verwaltet und entwickelt (z.B. muss derjenige verifizieren können, dass es sich um gemeldete Bürger handelt um Sockenpuppen zu verhindern, sonst macht das Ganze keinen Sinn) usw. Meine Arbeit konzentiert sich darauf, gewissermaßen einen Minimalkonsens herzustellen, Anforderungen, die ein Verfahren und die sie entwickelnde Organisation erfüllen muss -- und nicht, wie ein Verfahren im Detail aussehen soll. Genau das führt nämlich dazu, dass sich keine geschlossene politische (Demokratie-)Bewegung bildet, sondern zich Leute darüber streiten, dass "ihr" Verfahren das Beste ist. Natürlich müssen wir uns irgendwann darüber streiten, welches Verfahren politisch erwünscht ist oder effektiver (in welcher Hinsicht auch immer) arbeitet. Aber bevor wir das tun, sollten wir uns auf einige wenige zentrale Anforderungen die das Verfahren leisten muss einigen und die Entwicklung eines solchen Verfahrens an eine unabhängige (finanzstarke) Institution delegieren, deren Schaffung wir politisch fordern müssen. Eine Bewegung ist umso größer je kleiner der Kern (der Forderungen) ist, und ohne eine breite Bewegung wird es kein Verfahren zu gesellschaftlicher Relevanz bringen. Am 27.02.2012 17:13, schrieb alex AT twister11.de: 1. Ja, es geht bei den Projekten nicht um das technische, sondern vorallem um das soziale - Manche Entwickler haben sich sogar mit HABERMAS auseinandergesetzt, nur um zu überlegen wie solche technischen Tools aussehen müssen - die machen sich sehr wohl intensiv darüber Gedanken was sie politisch und sozial erreichen wollen und zwar ohne das ein Obernerd dafür Weltherrschaft bräuchte.. -- AG-Demokratie mailing list AG-Demokratie AT lists.piratenpartei.de https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-demokratie ______________________ Alexander Praetorius ICQ - 8201955 Skype - alexander.praetorius Facebook - Alexander Praetorius Diaspora / Geraspora - serapath / Alex P ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ -- AG-Demokratie mailing list AG-Demokratie AT lists.piratenpartei.de https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-demokratie ______________________ Alexander Praetorius ICQ - 8201955 Skype - alexander.praetorius Facebook - Alexander Praetorius Diaspora / Geraspora - serapath / Alex P ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ |
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