rlp-ag-kommunalpolitik AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Rlp-ag-kommunalpolitik mailing list
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- From: mrweber <mrweber AT news.piratenpartei.de>
- To: rlp-ag-kommunalpolitik AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?
- Date: Mon, 30 Dec 2013 11:35:05 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/rlp-ag-kommunalpolitik>
- List-id: <rlp-ag-kommunalpolitik.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver
StopSecret schrieb:
mrweber schrieb:
Also am blog selber gibt es keine Kommentare.Meine Aufgabe als Basis/Bürger ist vor allem zu hinterfragen. Das
habe ich zB. bei Stefans politischen Standpunkten schon vor Wochen
getan:
http://www.stefan-troes.de/programm/bundespolitik/
Kommentare sind dort nicht zugelassen.
Antwort? Nee, null nada.
Magst du die Fragen nochmal hier wiederholen, zitieren oder verlinken?
Es interessiert mich.
*a) Die gleichen Fragen wie hier zu den Lohnnebenkosten*
*b) eine Erhöhung der UmSt. nur für Gewerbetreibende: *
ohne eine Rückvergütung ist nicht mal möglich. Kein Gewerbetreibender bekommt seine UmSt. zurück, diese Interpretation hat Stammtisch Niveau und zeugt davon sich nicht mal im Ansatz mit den Thema befasst zu haben.
Gezahlte UmSt. ist nur für die Ausgaben eines Unternehmens vorsteuer abzugsfähig, die das Unternehmen braucht um eine UmSt. pflichtige Leistung zu erbringen.
Deshalb ist das 1% mehr schon völlig daneben, denn die Vorsteuer-Abzugsfähigkeit berechnet sich nicht nach den gezahlten Prozenten sondern nach dem Gesamtaufwand gekaufter/erworbener Produkte und Leistungen.
ganz vereinfachtes Beispiel: Ich stelle ein Produkt für 100 € her, darauf kommen dann 19 € UmSt. beim Verkauf.
Für die Herstellung dieses Produktes muss ich aber für 50 € Material einkaufen. Darauf sind dann 9,50€ UmSt. Diese kann ich nun von den 19€ die ich dem Finanzamt schulde ABZIEHEN, weil ich die Steuer ja schon gezahlt habe. Ich gebe dem Staat also noch weitere 9,50€ und dieser hat dann die 19€ auf die er Anspruch hat.
Das aber nur sofern ich mein Produkt verkauft habe. Ich bekomme NIE die Steuer zurück sondern kann diese von mir bereits gezahlte Steuer NUR von meinen Schulden beim Staat abziehen. Wenn ich mein Produkt nicht, oder günstiger als 50€ verkaufe, bekomme ich nichts zurück.
Wenn, ja wenn dann hätte man sagen müssen das Gewerbetreibende nur 18%/6% ihrer gezahlten UmSt. auf das Vorsteuerkonto gut geschrieben bekommen. 1% bleibe direkt beim Staat. Was aber wieder den Verbraucher belasten wird. Denn Unternehmen haben die Eigenart, Kosten weiterzugeben.
*c) Punkt 3, Entkoppelung der Sozialabgaben von der Gehaltshöhe. *Wir kämpfen hier für mehr soziale Gerechtigkeit und gleichzeitig kommt ein "Kandidat" mit FDP Parolen daher. Jemand der 5.000 Brutto bekommt zahlt dann die gleichen Abgaben wie jemand mit 1.800 Brutto ist eine absolut unmögliche Forderung. Mir gegenüber begründet mit: (frei Zitiert)
/"Durch die Einführung meiner Finanz Transaktionssteuer kann man durch die zusätzlichen Einnahmen, die entstehen wenn die Reichen ihr erspartes Geld anlegen, die Sozialkassen ausgleichen"/
Ob diese dann das ersparte Geld anlegen und ob diese dann Steuern zahlen die dann evtl. ins Sozialsystem fließen ist mehr als nur fragwürdig.
Eine Einheitsbetrag zur Sozialversicherung begünstigt nur und alleine Besserverdienenden und Unternehmer.
Naja, das zumindest mal ist zum Teil ein Ansatz zum Einstieg in das
BGE nach dem Kosumsteuermodell. Das besagt ja auch, dass dadurch der
Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten entlastet wird. Wie das mit der
Exportsteuer zusammenhängen soll erschließt sich mir aber gerade auch
nicht.
freundliche Grüße
Ingo
Bisher gehen alle Einnahmen durch Sozialabgaben wenigstens in die dafür vorgesehene Kasse. Gut diese wird regelmäßig geplündert, was aber ein anderes Thema ist.
Bei einer Konsumsteuer hat der Staat nur eine Einkommensquelle die er dann gerecht verteilen muss. Mir persönlich ist dann doch eine vorab Zuordnung wichtiger, dann müssen Politiker das Geld zumindest offiziell stehlen und können es nicht vorher weg-argumentieren.
Aber das hat hier nichts mit zu tun, wir sind noch etwa 20 Jahre vom BGE entfernt und wenn, wird die Konsumsteuer sowieso alles ändern und ich brauche vorher nicht dilettantisch hin und her zu schieben.
Hier soll dem Arbeitnehmer eine Leistung gekürzt werden (Sozialleistungen durch den Arbeitgeber nur für den Arbeitnehmer), die dann dem AG zugute kommen soll.
Also halten wir fest, der AN verliert irgendwas.
Der AG ist zwar temporär entlastet, muss aber dann 1% seiner UmSt. (gehen wir mal davon aus das es funktionieren würde) als zusätzliche Steuer zahlen.
Halten wir fest, der AG hat nichts davon.
Wer hat was davon? Der Fiskus!
Hier werden also Rechte der Arbeitnehmer abgebaut, damit unser Staat mehr Geld hat, um angeblich die Sozialleistungen zu unterstützen, die er ja durch diesen Vorgang erst abgebaut hat.
Wir entmachten die AN und geben das Geld der AG an den Staat im Vertrauen darauf das dieser es wieder in die Sozialkassen der AN reinvestiert? Wie doof ist das denn?
Eine Finanz Transaktionssteuer einführen? JAAAA BITTE. Aber doch nicht um irgendwelche ARBEITGEBER zu entlasten. Habt ihr mal auf den DAX geschaut? Unseren Arbeitgebern geht es GUT.
Die FTS muss eingeführt werden um Einnahmen von eben diesen "Arbeitgebern" endlich zu besteuern. Gewinne aus Aktienkapital, Hege-Fonds und andere finanzielle Gewinne gehen momentan komplett an unseren Solidarsystem VORBEI.
Es wird was dahingebrabbelt und alle anderen gehen mit dem "Der sagt das das muss ja gut sein" denken durch die Piratenwelt.
Unsere blöde Landesgeschäftsstelle wir mehr diskutiert als Sozial- und Wirtschaft-politisch grottenschlechte Thesen?
Wir wundern uns warum die Presse nicht über uns berichtet? Ja wo denn, auf der Witze Seite?
Das ist mein letzter Beitrag zu diesem Thema, ich habe echt keine Lust mehr Menschen zu unterstützen die außer "gewählt werden wollen" nichts von sich und ihren Fähigkeiten einbringen, ja nicht mal nachfragen oder mit anderen ihre Ideen kommunizieren.
Die, wenn Kritik kommt zwar ihre eigenes Unvermögen erkennen, dann aber versuchen es durch ein +1 auf Idiotenbeiträge zu Kaschieren.
Danke Ingo, hatte ich vor einiger Zeit schon ganz genau so und muss ich nicht mehr haben. Ich gehe nicht mehr vorsichtig auf andere zu und versuche Dinge zu erklären. Die Vergangenheit hat ja mehrfach gezeigt das es so nicht funktioniert.
Habe mit meinem Job und meiner Familie genug zu tun. Muss ich wirklich Menschen die gewählt werden wollen ihre eigenen Thesen erklären?
Thesen die man durch nur einen Abend Lesen so umbauen könnte das ein Konzept daraus werden würde?
"Wer sich selbst nicht einbringt kann draußen bleiben"
Danke für 2013, ich wünsche allen einen guten Rutsch,
markus weber
- [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Markus Weber, 27.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Marie, 27.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Jürgen Grothof, 27.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Ingo Höft, 28.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Jürgen Grothof, 28.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Jochen Schäfer, 28.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, mrweber, 29.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, StopSecret, 30.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Jürgen Grothof, 30.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, mrweber, 30.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, StopSecret, 30.12.2013
- Re: [Rlp-ag-kommunalpolitik] Müssen Kandidaten integer sein?, Ingo Höft, 28.12.2013
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