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nrw-rheinisch-bergischer-kreis - Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik

nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW

Listenarchiv

Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: KlausGraf <KlausGraf AT news.piratenpartei.de>
  • To: nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik
  • Date: Wed, 20 Jun 2012 19:26:57 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-rheinisch-bergischer-kreis>
  • List-id: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW <nrw-rheinisch-bergischer-kreis.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Ahoi Mike,

Du bist einfach zu bescheiden. Diese Geschichte zeigt deutlich, wie wenig es braucht, um glaubwürdige, transparente, engagierte, bürgernahe und mitfühlende Politik zu machen.

Und das nächste Mal fragst Du nicht erst bei Deppe nach, was er davon hält :-) sondern setzt gleich die PM auf. Und natürlich war unsere PM vielleicht nicht entscheidend, da kamen viele positive Faktoren zusammen (Zeitung, andere Parteien), aber wir haben Stellung bezogen...und nur darum gehts.
Und bezüglich eines "Geht doch" als Schlussbemerkung haben wir eigentlich gestern schon gesprochen, dass so etwas eben nicht ausreicht. Nochmal: "Tue Gutes und sprich darüber".

Sag doch einfach: Okay, Ja, machen wir so. ;-)

Grüße
Klaus

wkmiga schrieb:

Ahoi zusammen,

Da gehört noch mehr dazu.

1. Die Junge Union hat das Thema als erstes in einer Pressemeldung aufgegriffen,
nachdem ich dem Deppe
getwittert habe, wie die CDU_WK darüber denkt.
Wir haben dann nur unterstützt. OK, wir hätten auch ohne die JU eine PM
rausgegeben.

2. Wir sind nicht verantwortlich für das Ergebnis. Der Druck hat aber eine große
Rolle gespielt.
Habe ich gestern auf der Ausschusssitzung gemerkt, als das Thema angeschnitten
wurde....:) und nochmal...:)

3. Für die Stadt ist dieses Kapitell nur traurig und peinlich. Ich hoffe, das es
sehr schnell
in Vergessenheit gerät und sowas nicht wieder vorkommt.

4. Ich habe keine "Gelegenheit" aufgegriffen. Das hat die JU gemacht und es dann
politisch ausgeschlachtet.
Aber egal. Die sollen sich auf die Orga des Fußballturniers im September
kümmern.......:)

5. Das Ergebnis habe ich Dokumentiert:"Geht doch..". Das reicht.

Vielleicht noch ein bisschen abändern?

MFG

Mike

KlausGra schrieb:Ahoi zusammen,
ich habe mal einen kleinen Text geschrieben zu der wunderbaren Geschichte,
die Mike in Wermelskirchen so klasse begleitete.

Ich habe mit kerpirat kommuniziert und sie findet die Geschichte auch toll
und würde sie gerne in der AG Wahlen verwenden, tweeten und rund gehen
lassen, als Beispiel für gelungene Kommunalarbeit.

Unser Vorschlag wäre: Den Text durch JollyTheRoger in unserem design auf
einer unverlinkten Unterseite der Webseiten von WK und BGL zu posten.
Dieser Link könnte dann über Mailinglisten und Twitter verteilt werden,
aber es kämen nicht einfach Leute zufällig drauf.

Dies ist sozusagen ein Mini Liquid-Feedback nur im RBK. Euer Meinungsbild
ist gefragt :-) Findet ihr die Idee gut oder nicht?

Hier also der Text:
"Viele Piraten, darunter auch ich, sind in Bezug auf Kommunalpolitik
sicherlich weitgehend unerfahren. Vor diesem Hintergrund halte ich es für
sehr wichtig uns auszutauschen und voneinander zu lernen. Vor Kurzem trug
sich in Wermelskirchen eine kleine Geschichte zu, die ich sehr lehrreich
finde.

Denn die Welt, die wir verbessern wollen, beginnt direkt vor unserer
Haustür.

*Lektion 1 Gelegenheiten erkennen*

Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 6.6.2012, gekürzt

Jugendamt bremst Grenzgänger aus
Bei den Kleinen Strolchen soll sich Clara einmal wohlfühlen. Ab dem
Sommer möchten sie ihre Eltern in dem Burscheider Kindergarten anmelden.
Doch was sich für die Wermelskirchener Familie bei Claras älterer
Schwester Hanna bewährt hat, verweigert die Stadt Wermelskirchen der
Zweitgeborenen von Anika und Daniel Möller. Die Eltern stecken in der
Zwickmühle.
Daniel (28 – Foto) ist zwar bis Oktober in der Elternteilzeit, wird aber
danach als Maurer- und Betonbaumeister zu seinem Wermelskirchener
Arbeitgeber zurückkehren. “Morgens um 7 Uhr muss ich schon auf der
Baustelle sein.” Anika (29 – Foto) studiert in Wuppertal auf Lehramt
und hat überdies eine 20-%-Stelle an der hiesigen Hauptschule in der
Übermittag-Betreuung.
“Zwei verschiedene Kindergärten anzufahren, ist für uns beide zeitlich
nicht machbar”, sagt sie. Dabei haben die Möllers Glück, dass die
Elterninitiative bereits um 7.15 Uhr öffnet. Die Familie lebt in
Neuenhaus bei Hilgen, an der Stadtgrenze zu Burscheid.
Die Kleine Strolche e.V. an der Witzheldener Straße ist für die Möllers
die nächstgelegene Einrichtung, keinen Kilometer von ihrer Wohnung im
Kirchweg entfernt. Hanna durfte dorthin, weil sie schon zwei Jahre alt war.
Für das zehn Monate alte Geschwisterkind untersagt das Jugendamt jedoch
die Zustimmung. Die Behörde beruft sich kategorisch auf einen
Ratsbeschluss: Die U-2-Betreuung in Wermelskirchen decken Tagesmütter ab.
Einen Präzedenzfall, auf den sich andere Familien berufen können, will
Bürgermeister Eric Weik auf keinen Fall schaffen. Dies teilte er dem
Landtagsabgeordneten Rainer Deppe in einem Schreiben mit. Die Möllers
hatten sich in ihrer Not an den Parlamentarier gewandt.
Deppe steht hinter ihrem Anliegen: “Seit einigen Jahren setze ich mich
dafür ein, dass sich die Wahl der geeigneten Kindertagesstätte an den
Bedürfnissen der Kinder und Eltern und nicht der Kommunalverwaltungen
orientiert.”
Die Möllers lehnen Aufsichtspersonen zwar nicht prinzipiell ab, möchten
aber ihre Clara nicht an eine Person gewöhnen, um sie dann nach einem
Jahr in das Burscheider Familienzentrum zu geben. Bis auf die Stadt
Wermelskirchen wird das Ansinnen wohlwollend gesehen.
Ulrike Kreffter, Leiterin der Kleinen Strolche, warb bei der Stadt
Wermelskirchen, Vernunft walten zu lassen: “Die Familie kennt unsere
Einrichtung und vertraut den Mitarbeiterinnen. Dieses Vertrauen ist
wichtig, erst recht, wenn es sich um so junge Kinder handelt. Eine
«fremde» Betreuerin bedeutet Verunsicherung und zusätzlich
Eingewöhnungsaufwand, der nicht notwendig wäre.”
Auch der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wartmann, dessen
Sprechstunde die Möllers aufgesucht hatten, sprach von einem
“Härtefall”. Einsichtig sei auch das für Burscheid zuständige
Jugendamt Bergisch Gladbach gewesen. “Wenn Wermelskirchen zustimmt,
haben wir kein Problem”, geben die Möllers ein weiteres von vielen
positiven Signal wieder.

*Lektion 2 Position beziehen*

Pressemeldung Wermelskirchen, den 08.06.2012

Stellungnahme der PIRATEN in Wermelskirchen zum Onlineartikel des
Remscheider General-Anzeigers mit dem Titel „Jugendamt bremst
Grenzgänger aus“.
Die PIRATEN lehnen das bürokratische Vorgehen der Stadtverwaltung
Wermelskirchen im Fall der Familie Möller ab.
“Es kann nicht sein, dass eine Familie ihre Kinder in zwei Kindergärten
unterbringen und doppelte Fahrwege in Kauf nehmen soll, nur weil eines der
Kinder noch nicht das vom Amt vorgegebene Alter hat und obwohl der
betreffende Kindergarten selbst kein Problem darin sieht, sondern nur
Vorteile für Kinder und Eltern”, so Mike Galow, einer der
Direktkandidaten der Piratenpartei für den Rheinisch-Bergischen-Kreis bei
der
vergangenen Landtagswahl.
Wie Bürgermeister Eric Weik schriftlich dem CDU-Landtagsabgeordneten
Rainer Deppe erklärte, möchte er keinen Präzedenzfall schaffen.
Die PIRATEN in Wermelskirchen müssen sich nun fragen, ob es bereits
weitere Familien in ähnlicher Situation gibt und so die Sorge des
Bürgermeisters vor einem Präzedenzfall erklärt.
Die PIRATEN fordern eine bürgernahe und unbürokratische Lösung im Sinne
der Familie Möller und aller anderen Familien, die sich vielleicht in
ähnlicher Lage befinden. Sollte die Stadtverwaltung, insbesondere das
Jugendamt, sich hier konsequent auf einen Ratsbeschluss beziehen, so muss
der Rat der Stadt Wermelskirchen sich umgehend mit diesem Problem
beschäftigen, die Sinnlosigkeit und Bürgerferne der
angewendeten Praxis erkennen und korrigierend eingreifen.

*Lektion 3 Sich freuen
*
Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 15.6.2012, gekürzt

Stadt erteilt Ausnahmegenehmigung im Fall Clara
Nun darf Clara Möller doch über die Stadtgrenzen hinaus die
Kindertagesstätte Kleine Strolche in Burscheid besuchen.
Gestern erhielten Anika und Daniel Möller ein Schreiben aus dem Rathaus,
in dem Weik “nach nochmaliger Prüfung des Antrages” und der
“besonderen Situation der Familie” bereit ist, eine
Ausnahmegenehmigung zum 1. Oktober zu erteilen. Clara wohnt mit ihren
Eltern im Kirchweg in Hilgen-Neuenhaus gegenüber dem
Stephanus-Gemeindezentrum.
Während die kleine evangelische Gemeinde intensiv stadtübergreifend
kooperiert, hatte das Wermelskirchener Rathaus der zehn Monate alten Clara
im ersten Anlauf verweigert, in die für sie und ihre Eltern
nahegelegendste Einrichtung aufgenommen zu werden, in die auch ihre
Schwester Hanna (4) geht. Die Stadt hatte ihr Veto zunächst damit
begründet, dass Wermelskirchen für U2-Kinder nur Tagesmütter vorsehe.
Anika und Daniel Möller, beide berufstätig, hätten es sich aber morgens
zeitlich nicht erlauben können, ihre Töchter in unterschiedliche
Einrichtungen zu bringen.

*Lektion 4 Sich öffentlich freuen*

Leider haben wir in Wermelskirchen die Gelegenheit verstreichen lassen,
die Ausnahmegenehmigung durch eine weitere PM zu kommentieren und den
Bürgern zu zeigen „Hey, die sagen nicht nur, das was falsch läuft….
die erzielen auch Resultate.“
Wir haben ein ehernes Marketing-Gesetz missachtet „Tue Gutes und sprich
darüber“

Soll nicht wieder vorkommen.:-)

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