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nrw-rheinisch-bergischer-kreis - Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik

nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW

Listenarchiv

Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: wkmiga <wkmiga AT piratenpartei-nrw.de>
  • To: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW <nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik
  • Date: Wed, 20 Jun 2012 16:34:49 +0200 (CEST)
  • Importance: Medium
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-rheinisch-bergischer-kreis>
  • List-id: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW <nrw-rheinisch-bergischer-kreis.lists.piratenpartei.de>

Ahoi zusammen,

Da gehört noch mehr dazu.

1. Die Junge Union hat das Thema als erstes in einer Pressemeldung
aufgegriffen,
nachdem ich dem Deppe
getwittert habe, wie die CDU_WK darüber denkt.
Wir haben dann nur unterstützt. OK, wir hätten auch ohne die JU eine PM
rausgegeben.

2. Wir sind nicht verantwortlich für das Ergebnis. Der Druck hat aber eine
große
Rolle gespielt.
Habe ich gestern auf der Ausschusssitzung gemerkt, als das Thema angeschnitten
wurde....:) und nochmal...:)

3. Für die Stadt ist dieses Kapitell nur traurig und peinlich. Ich hoffe, das
es
sehr schnell
in Vergessenheit gerät und sowas nicht wieder vorkommt.

4. Ich habe keine "Gelegenheit" aufgegriffen. Das hat die JU gemacht und es
dann
politisch ausgeschlachtet.
Aber egal. Die sollen sich auf die Orga des Fußballturniers im September
kümmern.......:)

5. Das Ergebnis habe ich Dokumentiert:"Geht doch..". Das reicht.

Vielleicht noch ein bisschen abändern?


MFG

Mike



KlausGraf <KlausGraf AT news.piratenpartei.de> hat am 20. Juni 2012 um 14:52
geschrieben:

>
> Ahoi zusammen,
> ich habe mal einen kleinen Text geschrieben zu der wunderbaren Geschichte,
> die Mike in Wermelskirchen so klasse begleitete.
>
> Ich habe mit kerpirat kommuniziert und sie findet die Geschichte auch toll
> und würde sie gerne in der AG Wahlen verwenden, tweeten und rund gehen
> lassen, als Beispiel für gelungene Kommunalarbeit.
>
> Unser Vorschlag wäre: Den Text durch JollyTheRoger in unserem design auf
> einer unverlinkten Unterseite der Webseiten von WK und BGL zu posten.
> Dieser Link könnte dann über Mailinglisten und Twitter verteilt werden,
> aber es kämen nicht einfach Leute zufällig drauf.
>
> Dies ist sozusagen ein Mini Liquid-Feedback nur im RBK. Euer Meinungsbild
> ist gefragt :-) Findet ihr die Idee gut oder nicht?
>
> Hier also der Text:
> "Viele Piraten, darunter auch ich, sind in Bezug auf Kommunalpolitik
> sicherlich weitgehend unerfahren. Vor diesem Hintergrund halte ich es für
> sehr wichtig uns auszutauschen und voneinander zu lernen. Vor Kurzem trug
> sich in Wermelskirchen eine kleine Geschichte zu, die ich sehr lehrreich
> finde.
>
> Denn die Welt, die wir verbessern wollen, beginnt direkt vor unserer
> Haustür.
>
> *Lektion 1 Gelegenheiten erkennen*
>
> Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 6.6.2012, gekürzt
>
> Jugendamt bremst Grenzgänger aus
> Bei den Kleinen Strolchen soll sich Clara einmal wohlfühlen. Ab dem
> Sommer möchten sie ihre Eltern in dem Burscheider Kindergarten anmelden.
> Doch was sich für die Wermelskirchener Familie bei Claras älterer
> Schwester Hanna bewährt hat, verweigert die Stadt Wermelskirchen der
> Zweitgeborenen von Anika und Daniel Möller. Die Eltern stecken in der
> Zwickmühle.
> Daniel (28 – Foto) ist zwar bis Oktober in der Elternteilzeit, wird aber
> danach als Maurer- und Betonbaumeister zu seinem Wermelskirchener
> Arbeitgeber zurückkehren. “Morgens um 7 Uhr muss ich schon auf der
> Baustelle sein.” Anika (29 – Foto) studiert in Wuppertal auf Lehramt
> und hat überdies eine 20-%-Stelle an der hiesigen Hauptschule in der
> Übermittag-Betreuung.
> “Zwei verschiedene Kindergärten anzufahren, ist für uns beide zeitlich
> nicht machbar”, sagt sie. Dabei haben die Möllers Glück, dass die
> Elterninitiative bereits um 7.15 Uhr öffnet. Die Familie lebt in
> Neuenhaus bei Hilgen, an der Stadtgrenze zu Burscheid.
> Die Kleine Strolche e.V. an der Witzheldener Straße ist für die Möllers
> die nächstgelegene Einrichtung, keinen Kilometer von ihrer Wohnung im
> Kirchweg entfernt. Hanna durfte dorthin, weil sie schon zwei Jahre alt war.
> Für das zehn Monate alte Geschwisterkind untersagt das Jugendamt jedoch
> die Zustimmung. Die Behörde beruft sich kategorisch auf einen
> Ratsbeschluss: Die U-2-Betreuung in Wermelskirchen decken Tagesmütter ab.
> Einen Präzedenzfall, auf den sich andere Familien berufen können, will
> Bürgermeister Eric Weik auf keinen Fall schaffen. Dies teilte er dem
> Landtagsabgeordneten Rainer Deppe in einem Schreiben mit. Die Möllers
> hatten sich in ihrer Not an den Parlamentarier gewandt.
> Deppe steht hinter ihrem Anliegen: “Seit einigen Jahren setze ich mich
> dafür ein, dass sich die Wahl der geeigneten Kindertagesstätte an den
> Bedürfnissen der Kinder und Eltern und nicht der Kommunalverwaltungen
> orientiert.”
> Die Möllers lehnen Aufsichtspersonen zwar nicht prinzipiell ab, möchten
> aber ihre Clara nicht an eine Person gewöhnen, um sie dann nach einem
> Jahr in das Burscheider Familienzentrum zu geben. Bis auf die Stadt
> Wermelskirchen wird das Ansinnen wohlwollend gesehen.
> Ulrike Kreffter, Leiterin der Kleinen Strolche, warb bei der Stadt
> Wermelskirchen, Vernunft walten zu lassen: “Die Familie kennt unsere
> Einrichtung und vertraut den Mitarbeiterinnen. Dieses Vertrauen ist
> wichtig, erst recht, wenn es sich um so junge Kinder handelt. Eine
> «fremde» Betreuerin bedeutet Verunsicherung und zusätzlich
> Eingewöhnungsaufwand, der nicht notwendig wäre.”
> Auch der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wartmann, dessen
> Sprechstunde die Möllers aufgesucht hatten, sprach von einem
> “Härtefall”. Einsichtig sei auch das für Burscheid zuständige
> Jugendamt Bergisch Gladbach gewesen. “Wenn Wermelskirchen zustimmt,
> haben wir kein Problem”, geben die Möllers ein weiteres von vielen
> positiven Signal wieder.
>
> *Lektion 2 Position beziehen*
>
> Pressemeldung Wermelskirchen, den 08.06.2012
>
> Stellungnahme der PIRATEN in Wermelskirchen zum Onlineartikel des
> Remscheider General-Anzeigers mit dem Titel „Jugendamt bremst
> Grenzgänger aus“.
> Die PIRATEN lehnen das bürokratische Vorgehen der Stadtverwaltung
> Wermelskirchen im Fall der Familie Möller ab.
> “Es kann nicht sein, dass eine Familie ihre Kinder in zwei Kindergärten
> unterbringen und doppelte Fahrwege in Kauf nehmen soll, nur weil eines der
> Kinder noch nicht das vom Amt vorgegebene Alter hat und obwohl der
> betreffende Kindergarten selbst kein Problem darin sieht, sondern nur
> Vorteile für Kinder und Eltern”, so Mike Galow, einer der
> Direktkandidaten der Piratenpartei für den Rheinisch-Bergischen-Kreis bei
> der
> vergangenen Landtagswahl.
> Wie Bürgermeister Eric Weik schriftlich dem CDU-Landtagsabgeordneten
> Rainer Deppe erklärte, möchte er keinen Präzedenzfall schaffen.
> Die PIRATEN in Wermelskirchen müssen sich nun fragen, ob es bereits
> weitere Familien in ähnlicher Situation gibt und so die Sorge des
> Bürgermeisters vor einem Präzedenzfall erklärt.
> Die PIRATEN fordern eine bürgernahe und unbürokratische Lösung im Sinne
> der Familie Möller und aller anderen Familien, die sich vielleicht in
> ähnlicher Lage befinden. Sollte die Stadtverwaltung, insbesondere das
> Jugendamt, sich hier konsequent auf einen Ratsbeschluss beziehen, so muss
> der Rat der Stadt Wermelskirchen sich umgehend mit diesem Problem
> beschäftigen, die Sinnlosigkeit und Bürgerferne der
> angewendeten Praxis erkennen und korrigierend eingreifen.
>
> *Lektion 3 Sich freuen
> *
> Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 15.6.2012, gekürzt
>
> Stadt erteilt Ausnahmegenehmigung im Fall Clara
> Nun darf Clara Möller doch über die Stadtgrenzen hinaus die
> Kindertagesstätte Kleine Strolche in Burscheid besuchen.
> Gestern erhielten Anika und Daniel Möller ein Schreiben aus dem Rathaus,
> in dem Weik “nach nochmaliger Prüfung des Antrages” und der
> “besonderen Situation der Familie” bereit ist, eine
> Ausnahmegenehmigung zum 1. Oktober zu erteilen. Clara wohnt mit ihren
> Eltern im Kirchweg in Hilgen-Neuenhaus gegenüber dem
> Stephanus-Gemeindezentrum.
> Während die kleine evangelische Gemeinde intensiv stadtübergreifend
> kooperiert, hatte das Wermelskirchener Rathaus der zehn Monate alten Clara
> im ersten Anlauf verweigert, in die für sie und ihre Eltern
> nahegelegendste Einrichtung aufgenommen zu werden, in die auch ihre
> Schwester Hanna (4) geht. Die Stadt hatte ihr Veto zunächst damit
> begründet, dass Wermelskirchen für U2-Kinder nur Tagesmütter vorsehe.
> Anika und Daniel Möller, beide berufstätig, hätten es sich aber morgens
> zeitlich nicht erlauben können, ihre Töchter in unterschiedliche
> Einrichtungen zu bringen.
>
> *Lektion 4 Sich öffentlich freuen*
>
> Leider haben wir in Wermelskirchen die Gelegenheit verstreichen lassen,
> die Ausnahmegenehmigung durch eine weitere PM zu kommentieren und den
> Bürgern zu zeigen „Hey, die sagen nicht nur, das was falsch läuft….
> die erzielen auch Resultate.“
> Wir haben ein ehernes Marketing-Gesetz missachtet „Tue Gutes und sprich
> darüber“
>
> Soll nicht wieder vorkommen.:-)
>
> Klarmachen zum Ändern!
> --
> NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis mailing list
> NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis AT lists.piratenpartei.de
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