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nrw-rheinisch-bergischer-kreis - Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik

nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW

Listenarchiv

Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: "NeuPirat" <neu-pirat-rz AT gmx.de>
  • To: "'Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW'" <nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der Kommunalpolitik
  • Date: Wed, 20 Jun 2012 17:16:26 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-rheinisch-bergischer-kreis>
  • List-id: Mailingliste des Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW <nrw-rheinisch-bergischer-kreis.lists.piratenpartei.de>



Klasse, Zustimmung UND wirklich Lektion 4 ganz wichtig für alle Piraten. Ob
bei uns - Kommunalpolitik - im Land oder - Bundesebene, tja da müssen wir
aufpassen.

Mit Piratengrüße
Neu-pirat
Manfred


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: nrw-rheinisch-bergischer-kreis-bounces AT lists.piratenpartei.de
[mailto:nrw-rheinisch-bergischer-kreis-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im
Auftrag von KlausGraf
Gesendet: Mittwoch, 20. Juni 2012 14:53
An: nrw-rheinisch-bergischer-kreis AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [NRW-Rheinisch-Bergischer-Kreis] Kleiner Erfolgsgeschichte der
Kommunalpolitik


Ahoi zusammen,
ich habe mal einen kleinen Text geschrieben zu der wunderbaren Geschichte,
die Mike in Wermelskirchen so klasse begleitete.

Ich habe mit kerpirat kommuniziert und sie findet die Geschichte auch toll
und würde sie gerne in der AG Wahlen verwenden, tweeten und rund gehen
lassen, als Beispiel für gelungene Kommunalarbeit.

Unser Vorschlag wäre: Den Text durch JollyTheRoger in unserem design auf
einer unverlinkten Unterseite der Webseiten von WK und BGL zu posten.
Dieser Link könnte dann über Mailinglisten und Twitter verteilt werden, aber
es kämen nicht einfach Leute zufällig drauf.

Dies ist sozusagen ein Mini Liquid-Feedback nur im RBK. Euer Meinungsbild ist
gefragt :-) Findet ihr die Idee gut oder nicht?

Hier also der Text:
"Viele Piraten, darunter auch ich, sind in Bezug auf Kommunalpolitik
sicherlich weitgehend unerfahren. Vor diesem Hintergrund halte ich es für
sehr wichtig uns auszutauschen und voneinander zu lernen. Vor Kurzem trug
sich in Wermelskirchen eine kleine Geschichte zu, die ich sehr lehrreich
finde.

Denn die Welt, die wir verbessern wollen, beginnt direkt vor unserer Haustür.

*Lektion 1 Gelegenheiten erkennen*

Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 6.6.2012, gekürzt

Jugendamt bremst Grenzgänger aus
Bei den Kleinen Strolchen soll sich Clara einmal wohlfühlen. Ab dem Sommer
möchten sie ihre Eltern in dem Burscheider Kindergarten anmelden.
Doch was sich für die Wermelskirchener Familie bei Claras älterer Schwester
Hanna bewährt hat, verweigert die Stadt Wermelskirchen der Zweitgeborenen von
Anika und Daniel Möller. Die Eltern stecken in der Zwickmühle.
Daniel (28 – Foto) ist zwar bis Oktober in der Elternteilzeit, wird aber
danach als Maurer- und Betonbaumeister zu seinem Wermelskirchener Arbeitgeber
zurückkehren. “Morgens um 7 Uhr muss ich schon auf der Baustelle sein.” Anika
(29 – Foto) studiert in Wuppertal auf Lehramt und hat überdies eine
20-%-Stelle an der hiesigen Hauptschule in der Übermittag-Betreuung.
“Zwei verschiedene Kindergärten anzufahren, ist für uns beide zeitlich nicht
machbar”, sagt sie. Dabei haben die Möllers Glück, dass die Elterninitiative
bereits um 7.15 Uhr öffnet. Die Familie lebt in Neuenhaus bei Hilgen, an der
Stadtgrenze zu Burscheid.
Die Kleine Strolche e.V. an der Witzheldener Straße ist für die Möllers die
nächstgelegene Einrichtung, keinen Kilometer von ihrer Wohnung im Kirchweg
entfernt. Hanna durfte dorthin, weil sie schon zwei Jahre alt war.
Für das zehn Monate alte Geschwisterkind untersagt das Jugendamt jedoch die
Zustimmung. Die Behörde beruft sich kategorisch auf einen
Ratsbeschluss: Die U-2-Betreuung in Wermelskirchen decken Tagesmütter ab.
Einen Präzedenzfall, auf den sich andere Familien berufen können, will
Bürgermeister Eric Weik auf keinen Fall schaffen. Dies teilte er dem
Landtagsabgeordneten Rainer Deppe in einem Schreiben mit. Die Möllers hatten
sich in ihrer Not an den Parlamentarier gewandt.
Deppe steht hinter ihrem Anliegen: “Seit einigen Jahren setze ich mich dafür
ein, dass sich die Wahl der geeigneten Kindertagesstätte an den Bedürfnissen
der Kinder und Eltern und nicht der Kommunalverwaltungen orientiert.”
Die Möllers lehnen Aufsichtspersonen zwar nicht prinzipiell ab, möchten aber
ihre Clara nicht an eine Person gewöhnen, um sie dann nach einem Jahr in das
Burscheider Familienzentrum zu geben. Bis auf die Stadt Wermelskirchen wird
das Ansinnen wohlwollend gesehen.
Ulrike Kreffter, Leiterin der Kleinen Strolche, warb bei der Stadt
Wermelskirchen, Vernunft walten zu lassen: “Die Familie kennt unsere
Einrichtung und vertraut den Mitarbeiterinnen. Dieses Vertrauen ist wichtig,
erst recht, wenn es sich um so junge Kinder handelt. Eine «fremde» Betreuerin
bedeutet Verunsicherung und zusätzlich Eingewöhnungsaufwand, der nicht
notwendig wäre.”
Auch der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wartmann, dessen Sprechstunde
die Möllers aufgesucht hatten, sprach von einem “Härtefall”. Einsichtig sei
auch das für Burscheid zuständige Jugendamt Bergisch Gladbach gewesen. “Wenn
Wermelskirchen zustimmt, haben wir kein Problem”, geben die Möllers ein
weiteres von vielen positiven Signal wieder.

*Lektion 2 Position beziehen*

Pressemeldung Wermelskirchen, den 08.06.2012

Stellungnahme der PIRATEN in Wermelskirchen zum Onlineartikel des Remscheider
General-Anzeigers mit dem Titel „Jugendamt bremst Grenzgänger aus“.
Die PIRATEN lehnen das bürokratische Vorgehen der Stadtverwaltung
Wermelskirchen im Fall der Familie Möller ab.
“Es kann nicht sein, dass eine Familie ihre Kinder in zwei Kindergärten
unterbringen und doppelte Fahrwege in Kauf nehmen soll, nur weil eines der
Kinder noch nicht das vom Amt vorgegebene Alter hat und obwohl der
betreffende Kindergarten selbst kein Problem darin sieht, sondern nur
Vorteile für Kinder und Eltern”, so Mike Galow, einer der Direktkandidaten
der Piratenpartei für den Rheinisch-Bergischen-Kreis bei der vergangenen
Landtagswahl.
Wie Bürgermeister Eric Weik schriftlich dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer
Deppe erklärte, möchte er keinen Präzedenzfall schaffen.
Die PIRATEN in Wermelskirchen müssen sich nun fragen, ob es bereits weitere
Familien in ähnlicher Situation gibt und so die Sorge des Bürgermeisters vor
einem Präzedenzfall erklärt.
Die PIRATEN fordern eine bürgernahe und unbürokratische Lösung im Sinne der
Familie Möller und aller anderen Familien, die sich vielleicht in ähnlicher
Lage befinden. Sollte die Stadtverwaltung, insbesondere das Jugendamt, sich
hier konsequent auf einen Ratsbeschluss beziehen, so muss der Rat der Stadt
Wermelskirchen sich umgehend mit diesem Problem beschäftigen, die
Sinnlosigkeit und Bürgerferne der angewendeten Praxis erkennen und
korrigierend eingreifen.

*Lektion 3 Sich freuen
*
Artikel im Remscheider General-Anzeiger vom 15.6.2012, gekürzt

Stadt erteilt Ausnahmegenehmigung im Fall Clara Nun darf Clara Möller doch
über die Stadtgrenzen hinaus die Kindertagesstätte Kleine Strolche in
Burscheid besuchen.
Gestern erhielten Anika und Daniel Möller ein Schreiben aus dem Rathaus, in
dem Weik “nach nochmaliger Prüfung des Antrages” und der “besonderen
Situation der Familie” bereit ist, eine Ausnahmegenehmigung zum 1. Oktober zu
erteilen. Clara wohnt mit ihren Eltern im Kirchweg in Hilgen-Neuenhaus
gegenüber dem Stephanus-Gemeindezentrum.
Während die kleine evangelische Gemeinde intensiv stadtübergreifend
kooperiert, hatte das Wermelskirchener Rathaus der zehn Monate alten Clara im
ersten Anlauf verweigert, in die für sie und ihre Eltern nahegelegendste
Einrichtung aufgenommen zu werden, in die auch ihre Schwester Hanna (4) geht.
Die Stadt hatte ihr Veto zunächst damit begründet, dass Wermelskirchen für
U2-Kinder nur Tagesmütter vorsehe.
Anika und Daniel Möller, beide berufstätig, hätten es sich aber morgens
zeitlich nicht erlauben können, ihre Töchter in unterschiedliche
Einrichtungen zu bringen.

*Lektion 4 Sich öffentlich freuen*

Leider haben wir in Wermelskirchen die Gelegenheit verstreichen lassen, die
Ausnahmegenehmigung durch eine weitere PM zu kommentieren und den Bürgern zu
zeigen „Hey, die sagen nicht nur, das was falsch läuft….
die erzielen auch Resultate.“
Wir haben ein ehernes Marketing-Gesetz missachtet „Tue Gutes und sprich
darüber“

Soll nicht wieder vorkommen.:-)

Klarmachen zum Ändern!
--
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