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nrw-ak-drogen - Re: [NRW-AK-Drogen] Abstimmung, NRW-LQFB, Rauchen und so

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Betreff: Nrw-ak-drogen mailing list

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Re: [NRW-AK-Drogen] Abstimmung, NRW-LQFB, Rauchen und so


Chronologisch Thread 
  • From: Seb Astian <seburro AT googlemail.com>
  • To: nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-AK-Drogen] Abstimmung, NRW-LQFB, Rauchen und so
  • Date: Thu, 31 Oct 2013 15:49:44 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-drogen>
  • List-id: <nrw-ak-drogen.lists.piratenpartei.de>

Hat die AG Gesundheit Positionen für ein Update der PKV, solange die noch existieren?

Dort ist es nicht ungewöhnlich, dass gewisse Leistungen ausgeschlossen werden, z.B. “selbst verschuldete“ Krankheiten / Verletzungen, häufig aber vor allem auch Behandlung von Suchtkrankheiten oder psychischen Erkrankungen.

MMn dürfte es solche “Krankenversicherungen“ in Anführungszeichen gar nicht geben

Am 31.10.2013 07:03 schrieb "Gina Alt" <georgine.alt AT t-online.de>:
> Seit heute steht eine LQFB-Ini zur Abstimmung:
> https://lqpp.de/nw/issue/show/314.html

Zu Absatz/Split 3:

Ob durchführbar, oder nicht.
Hier sollte man sich vor allem bewusst machen,
dass ein solches Vorgehen die Abkehr vom
Solidaritätsprinzip der Krankenversorgung ist.

Und eine Abkehr von der eigenständige Entscheidung
eines Bürgers.

Wenn erstmal das erste "Verhalten" aus diesem
Solidaritätsprinzip ausgeschlossen ist, dann wird
Weiteren Tür und Tor geöffnet. Morgen zahlen dann
die Motorradfahrer alle Kosten ihrer Unfälle selbst,
oder man verdonnert die Motorradhersteller zu einem
solchen Fond, die Dicken stehen ja auch schon auf dem
Radar der WHO, also sollte die Süßwaren- und Fett-
industrie bitte auch einen Fond für durch Adipositas-
verursachte Krankheiten bereit stellen ... Skifahren,
Drachenfliegen ... *to be continued*
Und wieso eigentlich der ganze Kram nur für Tabak,
und nicht auch für Alkohol?

Hier wird eine Umkehr der Verantwortung gefordert.
Nicht mehr der Bürger soll dafür verantwortlich sein,
was er tut, sondern der Hersteller soll die Folgen
für mit dem Produkt in Verbindung stehenden Schäden
tragen. Dieses Prinzip ist beliebig erweiterbar, und
bedient die Schiene "nur was gesund macht" soll auf
Märkten noch überleben können. Denn es ist ja wohl klar,
dass bei diesem Prinzip nichts, aber auch garnichts mehr
von irgendeinem Hersteller auf den Markt gebracht würde,
für dessen gesundheitliche Folgen er dann haftbar
gemacht werden könnte.

Und ebenso wie ich beim Motorradfahren das Risiko
eines gänzlich überflüssigen, weil rein spaßbasierter
Verwendung geschuldet, riskiere, riskieren Tabak-
konsumenten ebenso bewusst ihr Leben.

Hersteller müssen gezwungen sein über die möglichen
gesundheitlichen Folgen ihrer Produkte zu informieren,
aber man kann sie nicht in Haft nehmen, wenn der Bürger
sich entscheidet diese Risiken in Kauf zu nehmen und
sie bestimmungsgemäß anwendet. Denn dann werden sie
diese Produkte nicht mehr auf den Markt bringen.

Sorry, aber ich möchte nicht in einer Welt leben,
in der nur noch Dinge existieren die mich garantiert
nicht daran hindern 150 Jahre alt zu werden ... 150
Jahre Langeweile sind so ziemlich das Letzte was
ich mir wünsche.

Gina
*entsetzt*

--
NRW-AK-Drogen mailing list
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https://service.piratenpartei.de/listinfo/nrw-ak-drogen



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