nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Nrw-ak-drogen mailing list
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- From: ""J. Löblein"" <jl AT iridis.de>
- To: "Liste: AG_Drogen" <ag-drogen AT lists.piratenpartei.de>, nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis
- Date: Thu, 26 Nov 2009 21:31:15 +0100
- List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-drogen>
- List-id: <nrw-ak-drogen.lists.piratenpartei.de>
On 25.11.2009, at 14:50 , Martin Köster wrote:
> Moin Moin Spliff,
>
> Schöne Zusammenfassung des Themas. Ich würde die Liste gerne etwas abändern
> um nicht zu viel zu Versprechen. Einige der Ansätze sind bekannt, andere
> wirken mir etwas zu schön um wahr zu sein.
> *Bekannte Einsatzgebiete:
> Menstruationsbeschwerden, Depressionen, Krebspatienten, Schmerzpatienten,
> *Postulierte Einsatzgebiete:
> Epilepsie, Multiple Sklerose (palliativ), Rheuma (Schmerztherapie)...
> *nichts zu gefunden:
> Tourette Syndrom , Autismus, schizoaffektive Störungen, Spastiken,
> Schizophrenie, Borderlinesyndrom, Demenz, Alzheimer, Dauerhafter
> Schluckauf, Migräne
> *Krankheiten mit eher negativer Prognose:
> ADS/ADHS, Nachbehandlung von Suchtkranken, Schlafstörungen, Insomnien,
>
> Bei Migräne, ADHS und Dauerhaftem Schluckauf sollte man äußerst vorsichtig
> sein, da dort aktuell sehr viel spekulativ ist. Bei Dauerhaftem Schluckauf
> und Restless Leg Syndrom sogar die Krankheit an sich.
>
> Martin
Hier begegnen sich zwei Welten. Martin hat die Perspektive eines Apothekers
und möchte eine klassischen Zuordnung von Medikamenten und Krankheiten. Ich
sehe es von der anderen Seite, als Patient dem eine ganze Klasse von
Medikamenten lediglich aufgrund moralischer Kriterien vorenthalten wurde. Ich
persönlich komme also mit einem gesunden Misstrauen in die Diskussion,
besonders gegenüber Institutionen welche mir auch nach einer Liberalisierung
diese für viele Menschen essentiellen Medikamente über den Umweg einer
Regulierung wieder in den Giftschrank sperren wollen. Schon heute gibt es
Substanzen die Verschreibungsfähig wären aber aufgrund ihrer Stigmatisierung
oder bürokratischen Hindernissen Patienten effektiv verweigert werden.
Besonders die heute illegalen Drogen, welche ja vor allem auf die Psyche
wirken, sind in einer ganz anderen Kategorie als die rein körperlich
wirksamen Medikamente der klassischen Allopathie. Die Wirkung dieser
Drogen/Medikamente ist stark subjektiv, ist kaum wissenschaftlich erfasst
aber bereits teilweise seit vielen Jahren im Untergrund bewährt. Nur weil
noch keine wissenschaftliche Studie veröffentlicht wurde heisst dass ja nicht
dass keine Wirkung vorliegt. Auf der Anderen Seite wird es aber wohl nie
Studien der Privatwirtschaft geben, denn die Patente auf Naturdrogen sind
schon seit Tausenden Jahren abgelaufen. In so einer Situation wäre es nicht
ethisch den Patienten aufgrund von lückenhaften wissenschaftlichen
Kenntnissen offensichtlich wirksame Medikamente zu verweigern. Später kann
mann dann z.B. mit öffentlich geförderter Grundlagenforschung nacharbeiten
und die Richtlinien nach neuen Erkenntnissen verbessern, aber in der jetzigen
Situation darf man sich den Bedürfnissen der Patienten nicht verweigern.
My 2 Cents.
- [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, Martin Köster, 25.11.2009
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, , 26.11.2009
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, Martin Köster, 27.11.2009
- [NRW-AK-Drogen] bin krank, Andi@pp-w, 27.11.2009
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, Spiff Pirat, 27.11.2009
- Nachricht nicht verfügbar
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, Martin Köster, 28.11.2009
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, Martin Köster, 27.11.2009
- Re: [NRW-AK-Drogen] Medizinisches Cannabis, , 26.11.2009
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