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crew-hauptmann-von-koepenick - Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Öffentlichkeitsarbeit

crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Crew-hauptmann-von-koepenick mailing list

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Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Öffentlichkeitsarbeit


Chronologisch Thread 
  • From: Johannes Oschlies <oschlies AT posteo.de>
  • To: crew-hauptmann-von-koepenick AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Crew-Hauptmann-von-Koepenick] Öffentlichkeitsarbeit
  • Date: Tue, 11 Oct 2011 14:14:46 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/crew-hauptmann-von-koepenick>
  • List-id: <crew-hauptmann-von-koepenick.lists.piratenpartei.de>

Am Dienstag, den 11.10.2011, 13:55 +0200 schrieb Thomas P.:
> Johannes, wie sind die Strukturen in MeckPomm, insbesondere in
> Greifswald? Wie hoch würdest du die Gefahr einschätzen, unabhängig vom
> aktuellen Fall, der NPD oder einer Ihrer Organisationen auf den Leim
> zu gehen?

Hallo Thomas,

zu deiner Frage: Ich habe ein paar jahre in Greifswald gelebt und meine
langjährige Exfreundin stammt genau aus der Gegend. Meine Einschätzung
ist demnach natürlich auch subjektiv. Was ich das voraussgesetzt sagen
kann ist folgendes: In der Stadt Greifswald selbst ist das
rechtsextremismus problem deutlich geringer als im Umland. Das ist vor
allem auf das soziale Umfeld zurückzuführen ( Universitätsstadt, viele
Studenten usw.) Wesengtlich schlimmer sieht es im Umland, insbesonder im
Kreis Ücker-Randow aus. Das ist nämlich die eigentliche Hochburg der NPD
in MV wo sie gerade in bestimmten Dörfern erschreckend hohe
Wahlergebnisse erzielt. Teilweise haben sich besonders im ländlichen
Raum fast sämliche anderen Parteien komplett zurückgezogen. Lediglich
die Linkspartei ist teilweise noch präsent und versucht gegenzuhalten,
ist aber auf Grund eigener Probleme auch überfordert ( z.b. Überalterung
der eigenen Mitglieder). Ganz besonders schlimm ist die Situation in der
Stadt Anklam. Hierzu hat die Wochenzeitung "die Zeit" vor einiger Zeit
eine ziemlich gute, aber auch sehr erschreckende Reportage
veröffentlicht:

http://www.zeit.de/2010/40/DOS-Anklam

In Greifswald sieht es wie gesagt besser aus, einige sprechen sogar von
der Stadt als einer Art "demokratischen Leuchturm" in der Region.
Dennoch gibt es auch dort einige Probleme, z.b. mit rechtsextremen
Burschenschaften an der Universität. Grundsätzlich sind die Strukturen
in HGW jedoch bei weitem nicht so schlimm, als das sie als
Entschuldigung dafür dienen könnten, eine ehemalige NPD Mitgliedschaft
zu verschweigen.

LG, Johannes




--
Johannes Oschlies
Festnetz: +49 30 67514477
Mobil: +49 1578 3549038
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