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ag-waffenrecht - Re: [Ag-waffenrecht] DIE LINKE

ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der AG Waffenrecht

Listenarchiv

Re: [Ag-waffenrecht] DIE LINKE


Chronologisch Thread 
  • From: Ralf Hagen <rhagen AT vralf-hagen.de>
  • To: Katja Triebel <katja AT triebel.de>, Mailingliste der AG Waffenrecht <ag-waffenrecht AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Ag-waffenrecht] DIE LINKE
  • Date: Fri, 17 Jul 2015 15:53:23 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-waffenrecht>
  • List-id: Mailingliste der AG Waffenrecht <ag-waffenrecht.lists.piratenpartei.de>

Hallo,


... und auch das deLiF hat dazu schon geschrieben:
http://www.delif.de/2015/07/rohrkrepierer-links/

wenn auch leider größtenteils unbeachtet.

73
Dingo

Am 17.07.2015 um 14:56 schrieb Katja Triebel:
> Dazu gibt es noch einen 2. und 3. Teil:
>
> Links unten als Kommentar:
>
> https://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/2015/07/11/vorurteile-der-linken-entkraeftet-vom-schwulen-schuetzen-ratsherrn/
>
>
>
>
>
> Guten Tag charly.strolchi AT t-online.de,
>
> am Freitag, 17. Juli 2015 um 14:38 schrieben Sie:
>
>>
>
>> Ich bekam das zugeschickt und möchte es jetzt mal weiterleiten, Vorfall in
>> Düsseldorf.
>
>>
>
>> Gruß Uwe Weber
>
>
>>
>
>> ".....Das Vereine, auch Traditionsvereine, bei der Stadt
>> Zuschüsse für Bauten, Renovierungen oder Aktivitäten beantragen ist
>> ein recht normaler Vorgang. Über solche Anträge wird in der
>> Bezirksvertretung entschieden, dass es hin und wieder Kontrastimmen
>> gibt liegt und ist im Sinne der Demokratie.
>
>> Ungewöhnlicher ist es wenn ein Veto aus Unwissenheit erfolgt und
>> sichtbar wird, dass der / die Politiker ihrer Informationspflicht,
>> welche sie für eine neutrale Abstimmung brauchen, überhaupt nicht
>> nachgekommen sind. Bedenklich aber wird es, wenn eine solche
>> Ablehnung zudem noch beleidigende, unwahre und diskreditierende
>> Inhalte enthält.So geschehen in einer Stellungsname der LINKEN zu
>> einem Antrag eines Schützenvereins in Düsseldorf,der für ein Projekt
>> einen Zuschuss von 400 € beantragt hatte.
>
>> Die Fraktion die LINKE begründet die Ablehnung mit folgendem Wortlaut:
>> „…wir als Fraktion DIE LINKE sind gegen diesen Zuschuss.
>> Gerade, wenn wir diese Art des Brauchtums der Schützen mal z.B.
>> durch die Augen von Kindern betrachten.
>
>> Was sehen und lernen die Kinder daraus:
>> Uniformierte Männer, die im Gleichschritt durch die Straßen ziehen.
>> Dabei fließt sehr viel Bier und abends können diese Herren nicht mehr
>> gerade gehen.
>> Das ganze wird begleitet von Marschmusik, die ihren Ursprung in
>> den Kriegen des 18. und 19. Jahrhunderts hatte.
>> Der Höhepunkt der Schützenzüge ist dann das Schießen, also
>> Gewaltverherrlichung durch Waffen.
>> Mädchen lernen, dass sie nur Begleitung sein können.
>> Alkoholkonsum, Marschieren und Schießen ist nur was für Jungen und
>> Männer.
>
>> Auch haben Migranten und Homosexuelle, und alles, was nicht
>> typisch deutsch ist, hier kaum Aussicht auf Integration.
>> Dieses Brauchtum lässt sich kaum mehr in unserer heutigen Lebenswelt
>> vermitteln.
>> Diese Dinge fördern somit nicht das gemeinsame Leben und Wohnen in
>> unserer Stadt.
>> Die Bezirksvertretung ist aber für alle Einwohnerinnen und
>> Einwohner unserer Stadtteile Repräsentant.
>> Von daher melden wir ein Veto an.“
>
>> Anja Vorspel und Dieter Sawalies
>
>> Die Vorsitzende der IGDS, Britta Damm, bekam von verschiedenen
>> Seiten Kenntnis und lud die Vertreter der Linken für das
>> bevorstehende Jubiläumsschützenfest offiziell aus. Selbst von
>> anderen Mitgliedern der Bezirksvertretung gab es hierzu empörte
>> Stimmen:
>
>> Antwort eines BV Mitglieds und Schütze an die LINKE:
>> „Ich wähle bewusst den Verteiler an den die Ablehnung der
>> Unterstützung das Bühnenbilds der Schützen gegangen ist..
>> Vielleicht bringt es den einen oder die andere der Mandatsträger
>> / Mitglieder der Partei Die Linke zum nachdenken!
>> Es wäre besser gewesen man hatte nur ein Veto eingelegt,
>> anstatt zu diskriminieren, zu unterstellen oder zu verleugnen.
>
>> Ich bin erschüttert wie hier von einer "Demokratischen Partei" Menschen
>> differiert werden.
>> Vielleicht eignet sich das Sommerloch doch dafür eine
>> öffentliche Diskussion über den Stellenwert der Schützen und damit
>> des Ehrenamtes zu führen“
>
>> Ein Ratsherr der Stadt Düsseldorf (ebenfalls Schütze) antwortete wie folgt:
>
>> „ werte Kolleginnen und Kollegen im Stadtbezirk 3, in meinen
>> Leben ist mir schon viel untergekommen, überwiegend lese ich es und
>> denke mir mein Teil. Diesmal kann ich und will ich nicht schweigen.
>> Hier kann ich nur zu sagen wehret den Anfängen!
>
>> Ihr diskreditiert Menschen die sich der Tradition, der Heimat,
>> dem Brauchtum und dem sozialen Engagement verbunden fühlen.
>> Schützenbrüder werden von Euch als Alkoholiker,
>> Gewaltverherrlicher dargestellt und verunglimpft.
>> Ihr habt es sicherlich nicht aus Kinderaugen betrachtet sondern
>> Ihr habt Eure persönliche Einstellung und eurer Partei zu den
>> Schützen dargelegt.
>> Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder begeistert sind
>> wenn sie die Schützen durch die Straßen ziehen sehen und die Musik
>> hören.
>
>> Schützen trinken nicht mehr oder weniger wie BV Mitglieder,
>> Parteifunktionäre, Fußballer etc., dass da auch mal der ein oder
>> andere einen über den Durst trinkt ist nun mal so.
>> Ich denke das habt ihr auch schon das eine oder andere Mal selbst getan.
>> Das Schießen ist ein sportlicher Wettkampf nicht mehr und nicht weniger.
>> Es ist analog zusehen wie z.B. Sperrwerfen, Bogenschießen oder
>> Kugelstoßen. Das sind alles Olympische Sportarten, wie auch das
>> Schießen mit einem Gewehr.
>
>> Ihr schreibt Mädchen dürfen nur begleiten.
>> Da kristallisiert sich Eurer Nichtwissen bzw. Eure Vorurteile
>> gegenüber dem Schützenbrauchtum heraus. In vielen Schützenvereinen
>> gibt es auch Schützenschwestern. Sie haben die gleichen Rechte wie
>> die Schützenbrüder. Selbst im größten und ältesten Düsseldorfer
>> Schützenverein in der Stadtmitte ( Ausrichter der größten Kirmes am
>> Rhein ) gab es und wird es auch in Zukunft Königinnen geben. Da
>> meine ich nicht, dass sie als nettes Anhängsel des Königs
>> fungieren.
>> Nein! Die Königinnen haben die Platte abgeschossen und sind somit
>> die höchste Repräsentanz des Vereins.
>
>> Die IGDS – Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine
>> e.V. in dem alle Schützenvereine in und um Düsseldorf vertreten sind
>> haben eine Frau zur 1. Vorsitzenden gewählt.
>> Also Mädchen / Frauen dürfen nur begleiten?
>
>> Nun komme ich zu dem was bei mir das Fass zum überlaufen gebracht hat.
>> Ich bin von Kindesbeinen an Schütze in meiner westfälischen
>> Heimatstadt und seit einiger Zeit auch im Bilker Schützenverein.
>> Mein Coming out war kein Problem für meine Schützenbrüder. Wer böses
>> denkt vermutet es, dem ist aber nicht so!
>
>> Auch als ich vor über 16 Jahren Mitglied der Bezirksvertretung 3
>> wurde und später zum höchsten Repräsentant der BV 3, sprich zum
>> Bezirksvorsteher gewählt wurde, war meine sexuelle Orientierung nie
>> ein Stigma. Im Gegenteil mein Lebenspartner und ich wurden bei den
>> Schützen, wie auch in vielen anderen Vereinen herzlich und mit
>> offenen Armen empfangen.
>
>> Es haben sich im Laufe der Zeit, viele Freundschaften daraus
>> ergeben. Die möchte weder mein Lebenspartner noch ich missen. In
>> dieser Zeit habe ich auch sehr viele Schützenschwestern und
>> Schützenbrüder kennengelernt, die Migranten sind oder ein Migration
>> Hintergrund haben. Sie sind im Schützenwesen beheimatet und
>> bereichern die Gemeinschaft. Sie sind ein fester Bestandteil der
>> Schützenvereine und somit auch voll integriert.
>
>> Schützen engagieren sich in vielen sozialen und gesellschaftlichen
>> Bereichen.
>> Sie sammelten Geld um die Flutopfer im Osten unserer Republik zu
>> unterstützen.
>> Sie haben Partnerschaften in sozialen und caritativen Einrichtungen
>> übernommen.
>> Sie engagieren sich bei der Hilfe für Flüchtlinge.
>> Spenden Geld an Organisationen in der Stadt und in ihren
>> Stadtteilen wie z.B für das Kinderhospiz Regenbogenland, Cafe
>> Grenzenlos, fifty fifty oder an das schwul lesbische Jugendzentrum
>> Puls.
>
>> Auch da fühle ich mich von Eurer Aussage: „Diese Dinge fördern
>> somit nicht das gemeinsame Leben und Wohnen in unserer Stadt“ vor
>> dem Kopf gestoßen!
>> Wie Ihr seht könnt ihr und eure Partei noch viel von den Schützen
>> lernen.
>> Hört auf die Schützen zu diskriminieren und baut eure Vorurteile ab.
>
>> Wenn ich eins aus meinem aktiven Leben in der Schwulenbewegung
>> und bei den Schützen gelernt habe, ist es die Ängste nicht zu
>> schüren sondern aufzuklären um für ein tolerantes Miteinander zu
>> sorgen. Vielleicht sollte mal ein Schütze einen Antrag auf
>> finanzielle Unterstützung durch die BV 3 für ein Seminar für
>> Mitglieder der Partei Die Linke stellen.
>> Das Thema des Seminars sollte lauten: Wie gehe ich / gehen wir mit
>> Menschen und Vereine um.
>
>> Mit freundlichen Grüßen
>> Udo Figge
>> Schütze-Ratsherr- schwuler Mann- Heimatfreund - St. Martinsfreund und
>> vieles mehr.
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