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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Vor- und Nachteile beim Länderfinanzausgleich - Vorbild für Europa ?

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Vor- und Nachteile beim Länderfinanzausgleich - Vorbild für Europa ?


Chronologisch Thread 
  • From: blackdrag <blackdrag AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Vor- und Nachteile beim Länderfinanzausgleich - Vorbild für Europa ?
  • Date: Tue, 15 May 2012 10:50:28 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Csc schrieb:
Das heißt für mich im Blickwinkel auf Europa das "mehr Europa"
wünschenswerter ist, als "weniger" und auch hier ein "Ausgleichssystem"
von Nöten wäre.
Wie ist im Länderfinanzausgleich geregelt, mit welchen "Sanktionen" ein
gefördertes Bundesland belegt wird ?
Ich glaube da gibt es keine... sowas wie http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/schmid-will-schuldenlaender-bestrafen--58293670.html taugt zwar nicht wirklich als Quelle, legt aber Nahe, dass meine Vermutung richtig sein könnte.

Csc schrieb:
Wie könnten "Sanktionen" für einen europäischen "Ausgleich" aussehen ?
Reduktion des Geldes aus dem Finanzausgleich. Aber ob das Sinn macht.

Csc schrieb:
Die aktuellen Kriterien ein Land mit "finanzieller Strafe" zu belegen,
wenn es die Maastricht Kriterien (3%?) reist sind, wenn man selber
drüber nachdenkt nicht wirklich sinnvoll.
(Wenn Du fast Pleite bist musst Du "Strafe" bezahlen ;-) )
Ich hatte mir mal einen Länderfinanzausgleich zwischen den Bundesländern so vorgestellt... Man macht Pauschale für jeden Bürger angesetzt, eventuell unterschiedlich nach Arbeitslosenquote usw., das wird von den anderen 50%, sowie für Infrastruktur und errechnet so eine Art Minimalkosten. Das wird von den Einnahmen des Landes abgezogen. Diese - ich nenne es mal Nettoeinnahmen, bleiben dann zu 50% im Land, die restlichen 50% gehen in den Finanzausgleich. Dort wird zuerst ausgeglichen, wer negative Nettoeinnahmen hat. Sollte es mehr negative Nettoeinnahmen geben als Geld in diesem Schritt übrig ist, muss man sich einen Verteilungsschlüssel überlegen. Allerdings ist dann die Kacke schon echt am dampfen, weil es bedeutet, dass die Länder noch nicht einmal ihren Minimalaufgaben nachkommen können. Das Restgeld, wird dann an alle Länder gleichmäßig verteilt.

Das ist natürlich ein hartes Programm. Dieses System ist von mir dazu gedacht, dass ein Land mit Spitzennettoeinkommen, niemals weniger bekommt als andere Länder. Das wird zum einen dadurch garantiert, das 50% behalten werden, zum anderen dadurch, dass der eventuell vorhandene Restgeldanteil nie mehr als diese 50% sein kann. Was die direkten Einnahmen angeht, kann es da allerdings durchaus Verschiebungen geben, wenn ein Land hohe negative Nettoeinnahmen hat. Ob dieser Fall tatsächlich eintritt (es müsste ja dann ein Bevölkerungsreiches Land sein auch) muss man durchrechnen.




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