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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Zeitarbeit

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Zeitarbeit


Chronologisch Thread 
  • From: Khaled Al Faris <alf2097 AT googlemail.com>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Zeitarbeit
  • Date: Fri, 20 Apr 2012 15:02:10 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver

On 2012-04-16 22:00:21 +0000, Michael Tödt said:


ALF2097 schrieb:
On 2012-04-08 17:08:21 +0000, ultraclean said:
[...]
Gerecht ist eine gleiche Bezahhlung wie Festangestellte -> konsequente > Umsetzung von Equal Pay.
Ansonsten sehe ich keine Probleme mit Zeitarbeit. Wenn die > Zeitarbeitsfirma genügend Aufträge hat, muss man sich auch keine Sorgen > machen.
Gruss,
Khaled Al Faris

Also ich sehe da durchaus diverse Probleme:
* Synchronisierung/Wiedereinstellung: Das führt dazu, daß der Leiharbeiter zum Tagelöhner wird, Auftrag weg -> Arbeitsplatz weg. Hat man zwei Wochen später wieder etwas für ihn, wird er kurzerhand wieder eingestellt. Und genausoschnell wieder entlassen... Effekt des Procederes: Keine Sicherheit mehr, ständig beim Arbeitsamt Bittsteller, weil diese Woche gerade keiner Arbeit für ihn hat. Darauf soll derjenige seine Existenz aufbauen, Frau und Kinder ernähren? Kein Wunder, daß sich in unseren Breiten niemand mehr vermehrt... :-(

Zeitarbeit ist unsicher, das ist leider ein grosser Nachteil.

* Befristung: Einen Tagelöhner auch noch befristet einzustellen, ist blanker Hohn. Die Arbeitsstelle an sich ist bereits kurzfristig (, womit der Verleiher genug Profit erwirtschaftet). Welchen Grund sollte es geben, jemanden, den man gewinnbringend vermietet, /nicht/ fest einzustellen? Noch mehr Profit? Entschuldigt bitte, Leute, aber wer soetwas gutheißt, ist vielleicht in der 18-Promille-Partei besser aufgehoben...

Auch ein Zeitarbeitsfirma kann nicht immer Folgeaufträge anbieten. Wenn du als Zeitarbeitsfirma dann zuviele Festangestellte hast, die zu Hause rumsitzen, kannst du nichts erwirtschaften, damit ist doch niemanden geholfen. Aber: eine Zeitarbeitsfirma die keine Aufträge hat sollte mal ihren Betriebszweck hinterfragen. Der Verleiher hat ein ständiges Interesse dich weiterzuverleihen, nur so wird Umsatz produziert. Einen Zwang zur Festanstellung halte ich für problematisch, andereits kann es auch nicht Sein, das das unternehmerische Risiko auf den Zeitarbeiter/Staat abgewälzt wird. Ich könnte mir Abfindungsprämien für Zeitarbeiter vorstellen, die selbst bei Befristung gezahlt werden.


Für mich gibt es da nur einen Weg: Konsequele Umsetzung von Equal Pay / Equal Treatment und *dazu* Wiedereinführung von /Synchronisationsverbot, Wiedereinstellungsverbot und Befristungsverbot/, wie es vor Hartz I mal war, siehe mein Vorschlag hier http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2012.1/Antragsfabrik/Programm%C3%A4nderung_007#Anregungen. Erst damit hätten wir dieses Geschwür im Arbeitsmarkt darauf reduziert, was es einmal sein sollte (und auch war): Ein Instrument zum kurzfristigen Abfangen besonderer Auftragsspitzen oder Projekte, und nicht mehr!

Langfristige EInstellung als Zeitarbeiter in einem Unternehmen nur durch Equal Pay. Abfindungszahlung nach "Projektende" (Höhe nach Beschäftigungsdauer). Pro Jahr ein Monatsgehalt..
Man kann sich überlegen ob diese Prämie entfällt, wenn der Verleiher einen neuen Auftrag hat.

Gruss,

Khaled Al Faris





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