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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung kontra Zeitarbeit als Zwangsarbeit

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung kontra Zeitarbeit als Zwangsarbeit


Chronologisch Thread 
  • From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
  • To: JollyRoger <JollyRoger AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung kontra Zeitarbeit als Zwangsarbeit
  • Date: Tue, 10 Apr 2012 08:54:40 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Das Hartz4System setzte eine freie und soziale Marktwirtschaft außer Kraft, weil nur der über Arbeitsbedingungen verhandeln kann, der über ein Existenzminimum verfügt.
Sobald wir eine fair dotierte Grundsicherung durchsetzen konnten, können Bürger (ohne gesetzlich bürokratischen Aufwand) über Arbeitsbedingungen verhandeln.

Die Grundsicherungsidee als Voraussetzung für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung existiert auch in Amerika.

Am 10.04.2012 02:06, schrieb JollyRoger:

Ich sehe nicht die Zeitarbeit an sich als Problem, sondern dass Menschen in ein solches Beschäftigungsverhältnis regelrecht hinein gezwungen, dort ausgenutzt und als "Arbeitnehmer-2. Klasse" behandelt werden.
Wenn es keine Menschen mehr gäbe, die sich in die Zeitarbeit begeben müssten, dann hätte sich das ganze Geschäftsmodell der Ausnutzung durch Zeitarbeit erledigt und wir müssten nicht darüber diskutieren.

ISTOI schrieb:

Kann ja sein, dass das amerikanische System besser ist für einen kurzweiligen Arbeitskräftebedarf - aber das als sozial zu bezeichnen?!

Dies hätte zu mindestens den Vorteil, dass kein Dritter aus so einer solchen Situation Gewinn schlagen kann.

Es fehlt aber auch eine vernünftige (staatliche bzw. zum Gemeinwohl ausgelegte) Vermittlung von Arbeitslosen. Momentan ist die Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit nur eine Fake-Vermittlung, in der Arbeitslos durch das Sanktionieren in solche Beschäftungsverhältnisse hinein gezwungen werden sollen. Sanktionieren ist scheinbar billiger, als ernsthaft Menschen in Arbeit mit Zukunftsperspektive zu vermitteln.





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