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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn für Freischaffende Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 16 Scheinselbständigkeit

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn für Freischaffende Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 16 Scheinselbständigkeit


Chronologisch Thread 
  • From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
  • To: Georg321 <Georg321 AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Mindestlohn für Freischaffende Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 16 Scheinselbständigkeit
  • Date: Tue, 10 Apr 2012 14:29:47 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Orientierung für einen Mindestlohn für Freischaffende ist ein Stundenlohn von 30 Euro.

Am 10.04.2012 14:21, schrieb Georg321:

Hi Andreas,
ich habe früher als "Selbstständiger" Deutschkurse gegeben, über viele Monate bei ein und demselben "Kunden". Der "Kunde" war eine Sprachschule, die Integrationskurse angeboten hat, wie sie vom Staat verpflichtend vorgegeben sind. Die Inhalte und Lehrbücher sind vorgegeben, Arbeitszeit- und Arbeitsort sind vorgegeben, das Honorar ist vorgegeben (10 € pro Unterrichtseinheit), der Urlaub wurde mir vorgegeben.
Ich hätte als "selbstständiger" Dozent 19,9% in die RV Bund einzahlen müssen, das macht aber keiner, weil viele Lehrkräfte noch mit ALG II aufstocken müssen.
Jetzt habe ich nachträglich bei der RV Bund einen Antrag auf Statusfeststellung gestellt, weil ich finde, dass ich eigentlich abhängig beschäftigt war. Der Staat hat sich auf diese Weise seine hälftigen Sozialabgaben gespart. Ihm ist es egal, wie eine Sprachschule jemanden anstellt, ob als abhängig Beschäftigter oder als "Selbstständigen". Scheinselbstständigkeit ist im Bildungsbereich eine beliebte Masche, wie der Staat seine Sozialversichrungsbeiträge "einsparen" kann, denn der Staat finanziert diese Kurse.
Mit den Steuergeldern, die andere Leute einzahlen, werden dann über das ALG II die Scheinselbstständigen "aufgestockt", und der Staat spart die Kohle ein. An eine eigene Rentenvorsorge ist bei solchen Honoraren natürlich nicht zu denken, später droht die Altersarmut.
Man müsste mal vernünftige Kriterien entwickeln, was unter echter Selbstständigkeit zu verstehen ist.
MfG Georg





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