1. Der Arbeitnehmer hat gewöhnlich keine Mitspracherechte im Bereich
Produktionsorganisation.
2. Bürokratie und Bürokratiekosten belasten vor allem
Kleinunternehmen... gemeinnützige Vereine...
3. Die jetzige Situation provoziert, dass ein Selbständiger nur
Arbeitsaufträge erhält/erhalten kann, wenn er dem Auftraggeber noch
andere Auftraggeber nachweisen kann,...
Die Hauptbelastung bleibt beim Selbständigen. Eine fair dotierte
Grundsicherung würde alle Bürger entlasten, aber vor allem Kreative
und Existenzgründer.
Am 04.04.2012 18:22, schrieb Karsten Kemmer:
Dem Selbständigen wird nichts böses unterstellt; das
Unternehmen, welches Scheinselbständige beschäftigt, wälzt das
Risiko von Krankheit und konjunktureller Entwicklung auf den/die
Selbständige/n ab. Wenn man selbstbestimmt arbeiten möchte, dann
kann der gleiche Job doch auch als Angestellter getätigt werden,
das Ergebnis bleibt das gleiche.
Wenn ich also nur 20 Wochenstunden machen möchte und zwei
Monate Urlaub haben will, dann kann ich das mit meinem
Arbeitgeber so vereinbaren, wenn das Ergebnis stimmt. Warum
sollte man das beschäftigende Unternehmen aus der Verantwortung
entlassen? Eigentum verpflichtet.
----- Original Message -----
From: ag-soziale_marktwirtschaft-request AT lists.piratenpartei.de
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Sent: Monday, April 02, 2012 8:19 AM
Subject: Ag-soziale_marktwirtschaft
Nachrichtensammlung, Band 16, Eintrag 4
Um E-Mails an die Liste Ag-soziale_marktwirtschaft zu schicken,
nutzen
Sie bitte die Adresse
ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Um sich via Web von der Liste zu entfernen oder draufzusetzen:
https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft
oder, via E-Mail, schicken Sie eine E-Mail mit dem Wort 'help'
in
Subject/Betreff oder im Text an
ag-soziale_marktwirtschaft-request AT lists.piratenpartei.de
Sie können den Listenverwalter dieser Liste unter der Adresse
ag-soziale_marktwirtschaft-owner AT lists.piratenpartei.de
erreichen
Wenn Sie antworten, bitte editieren Sie die Subject/Betreff auf
einen
sinnvollen Inhalt der spezifischer ist als "Re: Contents of
Ag-soziale_marktwirtschaft digest..."
Meldungen des Tages:
1. Re: Angst vor Mitbestimmung kontra Grundsicherung
(sozialpiraten)
2. Re: Schlecker - was wäre die PP Meinung gewesen (sepp25)
3. Re: Angst vor Mitbestimmung kontra Grundsicherung (Ulrike
Mös)
4. Re: Angst vor Mitbestimmung kontra Grundsicherung
(sozialpiraten)
5. Re: Angst vor Mitbestimmung kontra Grundsicherung (sepp25)
6. Scheinselbständigkeit und selbstbestimmtes Arbeiten
(Andreas1964)
7. Re: Scheinselbständigkeit und selbstbestimmtes Arbeiten
(sozialpiraten)
----------------------------------------------------------------------
Message: 1
Date: Sun, 01 Apr 2012 14:03:51 +0200
From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
To: sepp25 <sepp25 AT news.piratenpartei.de>,
ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Angst vor
Mitbestimmung
kontra Grundsicherung
Message-ID: <4F784427.3040908 AT kunstlandschaft-spandau.de>
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed
Grundsicherung ermöglicht Mitbestimmung! Wie überwinden wir die
Angst
von Bundestagspolitikern vor Mitbestimmung der Bürger?
Am 01.04.2012 13:43, schrieb sepp25:
>
> sozialpiraten schrieb:
>> Die Staatskanzlei von Althaus behauptete 2006, dass das
Solidarische
>> Bürgergeld in 3 - 4 Jahren realisiert sein wird. Das
Modell sah 800
>> Euro und einen steuerlichen Freibetrag von 1600
Euro/Person vor, 50 %
>> Einkommenssteuern - aber keine zusätzlichen
Versicherungskosten. Das
>> sei finanzierbar. Aber es wurde nicht realisiert.
>> Angst vor Mitbestimmung der Bürger! Das ist laut
Recherchestand das
>> Hauptproblem.
>
> Sorry, was hat das Eine mit dem FETT Anderen zu tun?
>
> Wenn von 800.- € schon 200.- € für Gesundheit vorab
abgezogen werden
> und keinerlei weiteren Kosten geltend gemacht werden können
ist das
> kein "soziales BG" sondern ein *assoziales BG*. Alle
Alleinstehenden
> und Alleinerzieher(inen) werden zu * Obdachlosen *
>
> Das Althausmodell ist genau der gleiche Humbug, wie das
Traurige
> Ergebnis der Arbeitsgruppe.
>
> Ich hab gar nichts gegen (relativ) geringe bGE-Sätze am
Anfang, um
> einer Einführung und einer Anpassung genüge zu tun. Aber
das Ziel
> muss, und ist es ja auch, anders definiert sein.
>
> Eine NIFT oder Negative Einkommensteuer oder wie der
Schwachsinn mit
> Vereinheitlichung der Steuer ohne wirtschaftliche
Folgenberechnung
> auch aussieht wird der Sache einfach nicht gerecht.
>
> Ihr müsst zumindest einmal einen Betrieb mit 20 MA
durchrechnen.
> 1) Produktpreisentwickung bei verschiedenen
Maschinenanteilen an der
> Kalkulation
> 2) Mitarbeiter Brutto und Netto heute und dann. (kein bGE
Bezug, sonst
> ist es Kombilohn)
> 3) Gewinnbesteuerung des Unternehmens und
Attrakivitäts-Index zur
> Umsiedelung ins nahe oder ferne Ausland.
>
> Der alleinige Bezug zu, ist ja besser als H4, hilft der
Gesellschaft
> wenig.
> Da sind die beschlossenen Maßnahmen schon besser als euer
trauriges
> Modell.
>
> Gruß
------------------------------
Message: 2
Date: Sun, 01 Apr 2012 12:03:54 +0000
From: sepp25 <sepp25 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Schlecker - was wäre
die PP
Meinung gewesen
Message-ID: <312$132564$1333281834 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Hallo,
Transfergesellschaften sind immer Augenwischerei.
Kein Mittelständler kann seine, bei einer Insolvenz betroffenen,
Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft schicken, damit noch 6
Monate der
Lohn bezahlt wird, ohne das etwas geleistet wird.
Es ist immer schwer, wenn man den Arbeitsplatz verliert, egal
aus welchen
Gründen.
Eine Bevorzugung von "Großunternehmen" ist nichts anderes als
ein
Werbegag.
Bringen tut es gar nichts.
Dass die Gesellschaft kollektiv in die Haftung genommen wird,
wenn
Unternehmen, welcher Art auch immer, versagen, darf nicht sein.
Hier hat die FDP richtig und konsequent gehandelt.
Gruß
---
------------------------------
Message: 3
Date: Sun, 01 Apr 2012 14:16:13 +0200
From: Ulrike Mös <ulrike.moes AT gmx.net>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Angst vor
Mitbestimmung
kontra Grundsicherung
Message-ID: <1333282573.2479.4.camel@wika-desktop>
Content-Type: text/plain; charset="UTF-8"
Dann lass die KV vom Staat tragen plus 1000,00 € BGE. Das BGE
soll die
Existenz sichern um einen frei und unabhängig machen. Es soll
aber schon
dazu animieren, sich in Bewegung setzten, notfalls ehrenamtlich.
Das,
was wir hier tun ist auch ehrenamtlich.
Alleinerziehende bekommen für ihre Kinder auch ein BGE und
können so
Miete und Lebenshaltungskosten etc. tragen. Kinderreiche
Familien können
sich Haushaltsunterstützung nehmen und für jedes Kind ein
eigenes Zimmer
schaffen.
Am Sonntag, den 01.04.2012, 11:43 +0000 schrieb sepp25:
> sozialpiraten schrieb:
> > Die Staatskanzlei von Althaus behauptete 2006, dass
das Solidarische
> > Bürgergeld in 3 - 4 Jahren realisiert sein wird. Das
Modell sah 800 Euro
> > und einen steuerlichen Freibetrag von 1600 Euro/Person
vor, 50 %
> > Einkommenssteuern - aber keine zusätzlichen
Versicherungskosten. Das sei
> > finanzierbar. Aber es wurde nicht realisiert.
> > Angst vor Mitbestimmung der Bürger! Das ist laut
Recherchestand das
> > Hauptproblem.
>
> Sorry, was hat das Eine mit dem FETT Anderen zu tun?
>
> Wenn von 800.- € schon 200.- € für Gesundheit vorab
abgezogen werden
> und keinerlei weiteren Kosten geltend gemacht werden können
ist das kein
> "soziales BG" sondern ein *assoziales BG*. Alle
Alleinstehenden und
> Alleinerzieher(inen) werden zu * Obdachlosen *
>
> Das Althausmodell ist genau der gleiche Humbug, wie das
Traurige Ergebnis
> der Arbeitsgruppe.
>
> Ich hab gar nichts gegen (relativ) geringe bGE-Sätze am
Anfang, um einer
> Einführung und einer Anpassung genüge zu tun. Aber das Ziel
muss, und
> ist es ja auch, anders definiert sein.
>
> Eine NIFT oder Negative Einkommensteuer oder wie der
Schwachsinn mit
> Vereinheitlichung der Steuer ohne wirtschaftliche
Folgenberechnung auch
> aussieht wird der Sache einfach nicht gerecht.
>
> Ihr müsst zumindest einmal einen Betrieb mit 20 MA
durchrechnen.
> 1) Produktpreisentwickung bei verschiedenen
Maschinenanteilen an der
> Kalkulation
> 2) Mitarbeiter Brutto und Netto heute und dann. (kein bGE
Bezug, sonst ist
> es Kombilohn)
> 3) Gewinnbesteuerung des Unternehmens und
Attrakivitäts-Index zur
> Umsiedelung ins nahe oder ferne Ausland.
>
> Der alleinige Bezug zu, ist ja besser als H4, hilft der
Gesellschaft wenig.
> Da sind die beschlossenen Maßnahmen schon besser als euer
trauriges
> Modell.
>
> Gruß
------------------------------
Message: 4
Date: Sun, 01 Apr 2012 15:44:51 +0200
From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
To: Ulrike Mös <ulrike.moes AT gmx.net>,
ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Angst vor
Mitbestimmung
kontra Grundsicherung
Message-ID: <4F785BD3.6020701 AT kunstlandschaft-spandau.de>
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed
Ja.
Aber die Regierenden geben uns das Geld nicht, obwohl der
Paradigmenwechsel möglich, ein Grundsicherungssystem
finanzierbar ist, -
weil wir mit einer Grundsicherung Mitspracherechte nicht nur bei
Löhnen,
sondern auch Arbeitsinhalten hätten... sie haben in den letzten
Jahren
Mitspracherechte abgebaut...
Am 01.04.2012 14:16, schrieb Ulrike Mös:
> Dann lass die KV vom Staat tragen plus 1000,00 € BGE. Das
BGE soll die
> Existenz sichern um einen frei und unabhängig machen. Es
soll aber schon
> dazu animieren, sich in Bewegung setzten, notfalls
ehrenamtlich. Das,
> was wir hier tun ist auch ehrenamtlich.
>
> Alleinerziehende bekommen für ihre Kinder auch ein BGE und
können so
> Miete und Lebenshaltungskosten etc. tragen. Kinderreiche
Familien können
> sich Haushaltsunterstützung nehmen und für jedes Kind ein
eigenes Zimmer
> schaffen.
>
> Am Sonntag, den 01.04.2012, 11:43 +0000 schrieb sepp25:
>> sozialpiraten schrieb:
>>> Die Staatskanzlei von Althaus behauptete 2006, dass
das Solidarische
>>> Bürgergeld in 3 - 4 Jahren realisiert sein wird.
Das Modell sah 800 Euro
>>> und einen steuerlichen Freibetrag von 1600
Euro/Person vor, 50 %
>>> Einkommenssteuern - aber keine zusätzlichen
Versicherungskosten. Das sei
>>> finanzierbar. Aber es wurde nicht realisiert.
>>> Angst vor Mitbestimmung der Bürger! Das ist laut
Recherchestand das
>>> Hauptproblem.
>> Sorry, was hat das Eine mit dem FETT Anderen zu tun?
>>
>> Wenn von 800.- € schon 200.- € für Gesundheit vorab
abgezogen werden
>> und keinerlei weiteren Kosten geltend gemacht werden
können ist das kein
>> "soziales BG" sondern ein *assoziales BG*. Alle
Alleinstehenden und
>> Alleinerzieher(inen) werden zu * Obdachlosen *
>>
>> Das Althausmodell ist genau der gleiche Humbug, wie das
Traurige Ergebnis
>> der Arbeitsgruppe.
>>
>> Ich hab gar nichts gegen (relativ) geringe bGE-Sätze am
Anfang, um einer
>> Einführung und einer Anpassung genüge zu tun. Aber das
Ziel muss, und
>> ist es ja auch, anders definiert sein.
>>
>> Eine NIFT oder Negative Einkommensteuer oder wie der
Schwachsinn mit
>> Vereinheitlichung der Steuer ohne wirtschaftliche
Folgenberechnung auch
>> aussieht wird der Sache einfach nicht gerecht.
>>
>> Ihr müsst zumindest einmal einen Betrieb mit 20 MA
durchrechnen.
>> 1) Produktpreisentwickung bei verschiedenen
Maschinenanteilen an der
>> Kalkulation
>> 2) Mitarbeiter Brutto und Netto heute und dann. (kein
bGE Bezug, sonst ist
>> es Kombilohn)
>> 3) Gewinnbesteuerung des Unternehmens und
Attrakivitäts-Index zur
>> Umsiedelung ins nahe oder ferne Ausland.
>>
>> Der alleinige Bezug zu, ist ja besser als H4, hilft der
Gesellschaft wenig.
>> Da sind die beschlossenen Maßnahmen schon besser als
euer trauriges
>> Modell.
>>
>> Gruß
>
------------------------------
Message: 5
Date: Sun, 01 Apr 2012 14:36:36 +0000
From: sepp25 <sepp25 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Angst vor
Mitbestimmung
kontra Grundsicherung
Message-ID: <312$92481$1333290996 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
sozialpiraten schrieb:
> Grundsicherung ermöglicht Mitbestimmung! Wie überwinden wir
die Angst
> von Bundestagspolitikern vor Mitbestimmung der Bürger?
>
>> sepp25 schrieb: #
>>
>> sozialpiraten schrieb:
>>> Die Staatskanzlei von Althaus behauptete 2006, dass
das Solidarische
>>> Bürgergeld in 3 - 4 Jahren realisiert sein wird.
Das Modell sah 800
>>> Euro und einen steuerlichen Freibetrag von 1600
Euro/Person vor, 50 %
>>> Einkommenssteuern - aber keine zusätzlichen
Versicherungskosten. Das
>>> sei finanzierbar. Aber es wurde nicht realisiert.
>>> Angst vor Mitbestimmung der Bürger! Das ist laut
Recherchestand das
>>> Hauptproblem.
>> Sorry, was hat das Eine mit dem FETT Anderen zu tun?
>>
>> Wenn von 800.- € schon 200.- € für Gesundheit vorab
abgezogen
>> werden und keinerlei weiteren Kosten geltend gemacht
werden können ist
>> das kein "soziales BG" sondern ein *assoziales BG*.
Alle Alleinstehenden
>> und Alleinerzieher(inen) werden zu * Obdachlosen *
>>
>> Das Althausmodell ist genau der gleiche Humbug, wie das
Traurige
>> Ergebnis der Arbeitsgruppe.
>>
>> Ich hab gar nichts gegen (relativ) geringe bGE-Sätze am
Anfang, um
>> einer Einführung und einer Anpassung genüge zu tun.
Aber das Ziel
>> muss, und ist es ja auch, anders definiert sein.
>>
>> Eine NIFT oder Negative Einkommensteuer oder wie der
Schwachsinn mit
>> Vereinheitlichung der Steuer ohne wirtschaftliche
Folgenberechnung auch
>> aussieht wird der Sache einfach nicht gerecht.
>>
>> Ihr müsst zumindest einmal einen Betrieb mit 20 MA
durchrechnen.
>> 1) Produktpreisentwickung bei verschiedenen
Maschinenanteilen an der
>> Kalkulation
>> 2) Mitarbeiter Brutto und Netto heute und dann. (kein
bGE Bezug, sonst
>> ist es Kombilohn)
>> 3) Gewinnbesteuerung des Unternehmens und
Attrakivitäts-Index zur
>> Umsiedelung ins nahe oder ferne Ausland.
>>
>> Der alleinige Bezug zu, ist ja besser als H4, hilft der
Gesellschaft
>> wenig.
>> Da sind die beschlossenen Maßnahmen schon besser als
euer trauriges
>> Modell.
>>
>> Gruß
>
> O.K. Aber Grundsicherung kann keine Mitbestimmung
garantieren, wenn die
> Grundsicherung eben nicht emanzipatorisch ausgerichtet ist.
Und, tut mir
> leid, aber euer Modell hat nichts drinn, was einen Bürger,
der nichts
> hat, emanzipieren würde.
>
> Abgesehen davon wird über die NIFT45 die Wirtschaft gerade
dazu
> aufgefordert Produktionsplätze und damit Arbeitsplätze zu
verlagern.
> Ein Gedankengang zur Besteuerung von Maschinenleistung ist
nicht
> enthalten, damit ist das Modell auch nicht zukunftsfähig.
> Es baut nur auf die "Arbeitskraft des Menschen" als
Einnahmequelle. Wenn
> die Industrie in der Lage ist, 100% der Güter mit 50% der
> Arbeitsmenschen herzustellen, ist das Projekt gescheitert,
weil keine
> Einnahmequelle mehr vorhanden ist.
>
> Gruß
>
>
------------------------------
Message: 6
Date: Sun, 01 Apr 2012 21:25:24 +0000
From: Andreas1964 <Andreas1964 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Scheinselbständigkeit und
selbstbestimmtes Arbeiten
Message-ID: <312$133016$1333315524 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Einige von Euch sind bestimmt auch als Freiberufler oder
Ein-Personen-GmbH-ler tätig - nicht aus Not, sondern weil Ihr
bewusst so
arbeiten wollt.
Vielleicht habt Ihr auch schon die Erfahrung gemacht, dem
Einkauf Eurer
Kunden nachweisen zu müssen, dass bei Euch kein Risiko der
"Scheinselbständigkeit" besteht. Ich kenne hervorragende
Experten, die in
der Folge solcher Diskussionen ihr Projekt nur über einen
Zwischenhändler durchführen konnten, der 20% des Umsatzes dafür
abschöpft - ohne selbst etwas zu leisten.
Warum wird einem Freiberufler / Selbständigen unterstellt, dass
er Übles
im Sinn hat oder sich selbst ausbeutet, wenn er beispielsweise
über
mehrere Jahre an nur einem großem Projekt mitarbeitet oder wenn
er lieber
in einem Netzwerk agiert anstatt Angestellte zu haben?
Klar, wenn er als Externer die festangestellten Mitarbeiter im
Kundenunternehmen kostenmäßig unterbietet, gehen die
Gewerkschaften zu
Recht auf die Barrikaden. Das ist bei vielen Fachexperten mit
relativ
hohen Honoraren nicht der Fall.
Klar, wenn sich auf diesem Weg mehr und mehr gut bezahlte Leute
aus dem
staatlichen Rentensystem ausklinken, ist das ein Problem. Das
wäre aber
besser dadurch gelöst, dass schlichtweg jeder und nicht nur der
abhängig
Beschäftigte von seinem Einkommen zu diesem System beiträgt.
Sinnvoll aus meiner Sicht wäre:
Überprüfung auf Scheinselbständigkeit völlig abschaffen /und/
dafür
die Beiträge zur Sozialversicherung gerecht auf alle Einkommen
verteilen.
In welcher AG könnte das am besten diskutiert werden?
Beste Grüße,
Andreas
------------------------------
Message: 7
Date: Mon, 02 Apr 2012 08:19:48 +0200
From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
To: Andreas1964 <Andreas1964 AT news.piratenpartei.de>,
ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Scheinselbständigkeit
und
selbstbestimmtes Arbeiten
Message-ID: <4F794504.1030800 AT kunstlandschaft-spandau.de>
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed
Das bedingungslose Grundeinkommen soll Bürokratie abbauen
helfen,
Lohnnebenkosten ersetzen. Auch für Selbständige.
Lobbyarbeit: Petitionen. Schreiben an Parteien. Gespräche mit
Bundestagsabgeordneten der Region. Protestschreiben an
Gewerkschaften...
Am 01.04.2012 23:25, schrieb Andreas1964:
>
> Einige von Euch sind bestimmt auch als Freiberufler oder
> Ein-Personen-GmbH-ler tätig - nicht aus Not, sondern weil
Ihr bewusst
> so arbeiten wollt.
>
> Vielleicht habt Ihr auch schon die Erfahrung gemacht, dem
Einkauf
> Eurer Kunden nachweisen zu müssen, dass bei Euch kein
Risiko der
> "Scheinselbständigkeit" besteht. Ich kenne hervorragende
Experten, die
> in der Folge solcher Diskussionen ihr Projekt nur über
einen
> Zwischenhändler durchführen konnten, der 20% des Umsatzes
dafür
> abschöpft - ohne selbst etwas zu leisten.
>
> Warum wird einem Freiberufler / Selbständigen unterstellt,
dass er
> Übles im Sinn hat oder sich selbst ausbeutet, wenn er
beispielsweise
> über mehrere Jahre an nur einem großem Projekt mitarbeitet
oder wenn
> er lieber in einem Netzwerk agiert anstatt Angestellte zu
haben?
> Klar, wenn er als Externer die festangestellten Mitarbeiter
im
> Kundenunternehmen kostenmäßig unterbietet, gehen die
Gewerkschaften zu
> Recht auf die Barrikaden. Das ist bei vielen Fachexperten
mit relativ
> hohen Honoraren nicht der Fall.
> Klar, wenn sich auf diesem Weg mehr und mehr gut bezahlte
Leute aus
> dem staatlichen Rentensystem ausklinken, ist das ein
Problem. Das wäre
> aber besser dadurch gelöst, dass schlichtweg jeder und
nicht nur der
> abhängig Beschäftigte von seinem Einkommen zu diesem System
beiträgt.
>
> Sinnvoll aus meiner Sicht wäre:
> Überprüfung auf Scheinselbständigkeit völlig abschaffen
/und/ dafür
> die Beiträge zur Sozialversicherung gerecht auf alle
Einkommen verteilen.
>
> In welcher AG könnte das am besten diskutiert werden?
>
> Beste Grüße,
> Andreas
------------------------------
--
Ag-soziale_marktwirtschaft mailing list
Ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft
Ende Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 16,
Eintrag 4
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