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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: Pono <Pono AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Thu, 02 Feb 2012 16:42:41 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Prinzipiell könnte man alles mögliche ;).

Aber der Grund für die Einführung der LsSt ist das exakte Gegenteil dessen.

Die unterste Grafik hier ist vorher/nachher ohne die ESt-Anpassung:
http://logicorum.wordpress.com/2011/01/01/serie-i-der-weg-aus-der-krise-abgaben-steuern-und-soziales/

Warum ist m.E einfach, aber nicht schnell erklärt. Heckscher-Ohlin/Samuelson.
Das Problem ist, das die Arbeitnehmer im unteren Lohnsektor:

A) die Löhne und mit diesen die Lohnkosten nicht weit genug fallen lassen können um mit den Chinesen o.a. zu konkurrieren; damit fallen entsprechende Arbeitsplätze weg

B) die Löhne/Lohnkosten im Verhältnis zur Kaufkraft im Inland nicht genug fallen lassen können um Binnenarbeitsplätze zu schaffen (z.B. für mehr Pflege, Handwerker etc.)

C) nicht genug netto verdienen um selbst die Kaufkraft (Nachfrage) insgesamt zu steigern

H.-O. sorgt damit für steigende Lohnspreizung, Sparquoten, Arbeitslosigkeit, verstärkt durch die Beitragsbemessungsgrenzen. Diese sorgen aktuell für eine teilweise Nivellierung.
Dieses Manko soll die LsSt beheben. Dazu ist es gerade notwendig das in einem Lohnsektor relativ weit unten der Nettolohn und die Lohnkosten zusammen rücken.

Das war die ökonomische Begründung.




Als Begründung für die "Fairness" welche dabei etwas zu fehlen scheint dient H.-O. und die damit verzerrten Lohnhöhen bzw. erst durch Marktverzerrungen entstandene Lohnunterschiede. Man kann diese "Unfairness" des Marktes nicht ignorieren. Es gibt noch andere "Unfairness-Gründe" als H.-O., z.B. Marktmacht und Verdienste durch monopolartige Stellungen (dazu zählen auch Patente). Die führen zu hohen Gewinnen und damit werden u.a. knappe Arbeitskräfte ebenfalls (besser) bezahlt.

Das Ziel ist keine Nivellierung aller Löhne sondern "Top-Auslastung". Man hat einen Spielraum was die LsSt angeht. Der aktuelle Unterschied zwischen rd. 40% Abgaben (ab rd. 1600 Euro) und 52% (Spitzenbelastung; aber auch nur bei GKV-Mitgliedern) ist nicht groß genug.


Grüße
Otmar



Pono schrieb:

@Otmar
Kann man das Verhältnis von Lohngesamtkosten (also Bruttolohn+LsSt) zu Nettolohn durch eine Anpassug der LsSt auch an den Angelpunkten "halbwegs" konstant halten?
Ist das schon der Fall?
Es scheint mir "fair", das Brutto/Netto Verhältnis zu nivellieren.





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