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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: "Simon " <pirat AT simonschneider.de>
  • To: <ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Fri, 27 Jan 2012 12:24:03 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Zum NES:

Ergibt für mich überhaupt keinen Sinn, da es Lohndumping sehr einfach
unterstützt. Solange das nicht geregelt ist, wie z.´B:

MindestlohnStd = GrundfreibetragMonat / 172 Stunden

Nur durch so eine Koppelung wäre es überhaupt möglich es halbwegs umzusetzen.
Alles andere würde zu einigen negativen Auswirkungen führen.

Zum bGE:

Mich stört das es besinnungslos ist....
Ich bin mit dem jetzigen System auch nicht zufrieden aber es Bedingungslos zu
machen ist in meinen Augen sehr gefährlich. Wenn man keinen Anreizt etwas zu
tun, tut man es meistens auch nicht.
Das bGE sorgt in meinen Augen nur dafür, dass die die Nichts tun wollen noch
weniger tuen.
Generell ist jeder in der BRD nicht schlecht versorgt, keiner muss verhungern.
Vielleicht ist mein Wissen zu diesem Thema zu gering aber meines Erachtens
nach nicht umsetzbar.
Interessant ist, das das bGE fast automatisch zu einem Mindestlohn führen
würde.

bGE = Mindestlohn*172 oder umgekehrt

1000€ bGE ergeben einen Mindestlohn von 1000*172= 5,81 € NETTO

Warum 172 Stunden???
Diese basieren auf einer 40 Stunden Woche.
40 Wochenstunden +4,3 Wochen im Monat = 172 Monatsstunden.

Also wäre der Umkehrschluss, das kaum noch jemand für weniger als 5,81 €
NETTO arbeiten würde.

Nur sind wir mal realistisch.... Wie viele haben denn nicht mal 5,81 € NETTO

Frag doch mal eine gerade Ausgebildete Arzthelferin, Frisörin, Wachmann,
Rechtsanwalts und Notargehilfen, Leiharbeiter... etc....

Also Wie hoch müsste dann im Umkehrschluss ein Mindestlohn sein?? Doch wohl
nicht weniger als 7 € NETTO oder??

Das schwierige ist, das man beides unbedingt im Zusammenhang sehen muss.....

Gruß

Simon




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ag-soziale_marktwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de
[mailto:ag-soziale_marktwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag
von milton2011
Gesendet: Donnerstag, 26. Januar 2012 19:06
An: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat,
Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Pono schrieb:
> er macht mich noch wirr im kopf!
> bitte entscheide er sich, wo er schreiben möchte.
> bitte bringe er ordnung in die 124 BGE/ZGE threads

Pono,
aber bGE als NES löst ganz einfach Sozialstaat, Grundfürsorge und
Lohnnebenkosten.
ZGE ist ein Krampf, das die Probleme der Zukunft nicht löst :

"Was aber passierte, wenn die Möglichkeiten zur Substitution menschlicher
Arbeitskraft voranschritten, wenn es gemessen an der Wertschöpfungssteigerung
vernünftig erschiene, die gegenwärtig noch besetzten, nach Maßgabe der
Automatisierbarkeit aber ersetzbaren Arbeitskräfte auch noch zu entlassen?...
Erstrebenswert ist sie dann, wenn das Sozialleistungssystem so umgebaut wird,
daß es nicht in erster Linie von Beitragszahlern abhängig ist, sondern von
der Wertschöpfungsleistung, von der sie abschöpft. " (Milton
Friedman)

NES löst sie aber als Wertschöpfungssteuer für Unternehmen, Konsumsteuer für
Kunden und Einkommensteuer für Arbeit und Kapital, d.h.
auch für Maschinen.
Wertschöpfungssteuer heißt, unabhängig von Lohnquote und Beschäftigung und
zugleich marktneutral.

In der EU gibt es keine Soziale Marktwirtschaft, nur Freie Marktwirtschaft.
Sozialstaat ist aber lokal, er muss also lokal zum Markt stehen, und das geht
nur über Wertschöpfungssteuer.
Grundfürsorge ist bGE.
Lohnzusatzkosten gehen in die negative Einkommensteuer ein, auch
Kapitaleigner bekommen ja bGE.

Warum ein Holzrad neu erfinden, seit 70 Jahren gibt es ein leistungsfähigeres
Metallrad.

Und das Modell ist mind. 90 Mrd. billiger als das heutige. Und liefert dabei
das doppelte ZGE, nicht nur den Regelsatz.

Ich sehe einfach nur Nachteile, weniger Leistung bei enorm höheren Kosten.
--
Ag-soziale_marktwirtschaft mailing list
Ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft





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