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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <aloa5 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Maßnahmenkatalog Sozialstaat, Grundfürsorge und Lohnnebenkosten
  • Date: Fri, 27 Jan 2012 09:32:21 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Pono schrieb:
ein ähnlicher effekt zu erzielen ist wie mit LsSt gibt es einen nachteil beim nes, den ich gerade nicht sehe?

Mehrere. Das gäbe eine längere Abhandlung wenn ich alles zur negESt sage was es zu sagen gibt.

Möchtest Du einen speziellen Teilaspekt haben? Deine Frage ist etwas unpräzise. Ich kann entweder grundsätzlich alles zur negESt sagen oder was zur Steuervereinfachung (flatTax) oder was zu negESt vs ZGE.

negESt vs LsSt ist mit H.-O. zu begründen. Das ist schneller erledigt. negESt "funktioniert" mit Neoklassik begründet innerhalb einer geschlossenen Volkwirtschaft unter den Prämissen:

- Einkommensspreizung, "übermäßiges" Sparen und die Finanzwirtschaft sind kein Problem

- Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung (als Folge aus obigem) gibt es nicht

In einer globalisierten Welt kommt

- H.-O. als dritter Punkt dazu

- Kapital- Arbeitsplatzabwanderung als vierter Punkt

Es gibt ganz nette Arbeiten zu den 5 Versuchen in USA und Kanada. Aus dem status quo ohne die Arbeitsnachfrage und Lohnentwicklung zu beachten kommen Autoren zu Mehrbedarf zwischen 5% und 55% an zusätzlichem Steuersatz (also 55% ESt und 105% ESt). Es gab nur eine oder zwei Arbeiten welche einen lohnsteigernden Effekt beachtet haben. Innerhalb der o.g. neoklassischen Rahmendaten einer geschlossenen Volkswirtschaft (ohne Verluste als solches und ohne Abwanderung - also bei konstanter Beschäftigung nur zu höheren(!) Löhnen) kommt man ggfs. auf miltons Nullsummenspiel oder (in einem Fall) sogar zu einem leichten sinken des %-Satzes.
Das dürfte jedoch in Abhängigkeit der Höhe des Transfers bestehen. Wir reden von Versuchsreihen welche zwischen dem 0,5-fachen und dem 1,48-fachen des absoluten Armutslevels ausgezahlt haben. Nehme ich den 2009er US-Satz (rd. 11k $ p.a.) und einen Umrechnungskurs von damals (sagen wir 1,5) und überschlagen das würden wir von einem NIT zwischen 375-1000 Euro p.M. sprechen.

Neoklassik als "nicht zutreffend" angesehen (=u.a. Keynes in Teilen akzeptiert) und H.-O./Globalisierung als Fakt betrachtet ist die *negESt vs. LsSt* suboptimal und recht sicher zum scheitern verurteilt.

Dazu hier die/eine Quelle zu den obig genannten Daten aus Übersee :
http://works.bepress.com/cgi/viewcontent.cgi?article=1003&context=widerquist

Steuervereinfachung, Flat-Tax und ZGE-Betrachtungen sind in etwa auch solche Erklär-Blöcke.

Grüße
Otmar




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