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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: T-Bone Hacker <T-Bone+Hacker AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik
  • Date: Mon, 17 Oct 2011 11:44:58 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


Alexander Neißendorfer schrieb:
Die vom Fiskus an alle KVen zu zahlenden (altersabhängigen) Einheitsbeiträge wären wie gesagt kostendeckend, so dass keine KV "innerhalb einer Woche" pleite wäre. Nachdem derzeit die Besserverdiener nicht am Abgabensystem der GKV beteiligt sind und die Beiträge zur GKV trotzdem nicht "verdreifacht werden müssen" frage ich mich, wieso das bei zusätzlicher, überproportionaler Einbeziehung der Besserverdiener plötzlich der Fall sein sollte. Die Gesundheitskosten insgesamt würden sich ja grundsätzlich nicht ändern, da dank neu zu entwickelnder GOÄ nicht jeder Patient die derzeitigen (horrenden) Privatrechnungen gestellt bekäme.

Nun, altersabhängig ist übrigens genau wie geschlechterabhängig demnächst passé, das aber nur am Rande. Ich halte schlicht nichts von einer Kopfpauschale, den sie belastet die Geringverdiener über die Maßen.

Klar brauchen wir früher oder später eine transparente und vernünftige Rechnungslegung.

Die sofortige Reduzierung auf eine GKV halte ich deshalb für schwierig, da es für die Versicherungswirtschaft eine extrem einschneidende Maßnahme wäre.

:-) Das hast Du nett formuliert. Ehrlich gesagt, wäre das wohl der Super-GAU gleich nach der Reformierung & Stärkung der gesetzlichen Rente...für die Versicherungen wohlgemerkt. Es würde aber gar nicht mal soviele Arbeitsplätze kosten. Nur im Management sähe es böse aus.

Das PKV-Modell hätte m.E. den Charme, dass es aus Effizienzgründen zu vielen weiteren Zusammenschlüssen zwischen den KVen käme und es langfristig kein KV-Monopol des Staates sondern ein PKV-Oligopol verschiedener Anbieter gäbe.

Ein Monopol wie ich es gefordert habe, ist natürlich SEHR kritisch zu sehen. Ein intransparentes, privat geführtes Oligopol ist allerdings geradezu eine Einladung zu allen vorstellbaren kriminellen Handlungen. Stichwort Heidelberger Zement, Strombranche, Leuchtmittelkartell in den 1920ern...

Wir haben es aber eigentlich nicht mit einem Unternehmen zu tun, sondern mit einer Verteilungsmaschine. Und das bekommt der Staat ausreichend gut hin.

Da die "Kopfpauschale" vom Fiskus an die KV bezahlt würde und die Finanzierung der "Kopfpauschale" ggü. den Bürgern über den progressiven Steuersatz geschehen würde, wäre das m.E. absolut sozial und solidarisch.

Ich bin kein Freund der Vermischung von Steuern und Sozialabgaben. Das ist intransparent und führt schon bei der KfZ-Steuer zu massiven Quersubventionierungen.
Und wie gesagt, die Kopfpauschale geht für mich gar nicht.




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