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ag-soziale_marktwirtschaft - [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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[Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: Alexander Neißendorfer <alex AT neissendorfer.com>
  • To: "AGSM" <ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Fw: Fwd: Steuer und Abgabenpolitik
  • Date: Sun, 16 Oct 2011 18:50:29 +0200
  • Importance: Normal
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

CAP, ich darf mal deine email "zerpflücken"? :)



@ "kostendeckenden (alterabhängigen?) Pauschaltarif" Wenn Du Dir die heutigen Versicherungen anschaust, richtet sich deren Beitrag nach genau eben den Kosten des Gesundheitssystems. Es ist also nichts besonderes. Die Kosten werden durch die Regeln auf der Ausgabenseite bestimmt.

Bei der Altersabhängigkeit ging es mir vor allem darum, dass Versicherungen mit eher älteren Versicherten nicht schlechter gestellt sind als Versicherungen mit eher jungen Versicherten. Da existieren derzeit zwischen den GKVen ja Umverteilungsmechanismen, die dadurch abgeschafft werden würden. Nur darum ging es mir.



Da das aber alles via Steuermitteln und Kopfbeitrag gezahlt wird, hat der einzelne dadurch kein Problem. Es würde aber sehr transparent, wohin die Transfers innerhalb der Gesellschaft fliessen. Und darin sehe ich einen großen Nutzen.

Genau das war eben mein Grundgedanke.



Ich würde jetzt mal sagen, dass mein Vorschlag die GKV nicht zur PKV macht. Aber die Übergänge würden sehr viel fliessender. Und die PKV dürfte nicht mehr WENIGER als die gesetzlich festgeschriebene Leistung anbieten, wenn sie die Kopfpauschale als Zuschuss haben will.

Der Grund weshalb m.E. eben ausschließlich PKVen existieren sollten ist die "andere Seite" - nämlich die Ausgabenseite gegenüber den Leistungserbringern (Ärtze, Krankenhäuser etc.). Hier wird derzeit bei der GKV über ein völlig bürokratischen und intransparentes Punktesystem abgerechnet, während gegenüber Patienten Privatpatienten die Gebührenordnung (GOÄ) eigentlich recht übersichtlich ist.

M.E. würde eine einheitliche, neu gestaltete GOÄ für alle Versicherten dazu führen, dass alle Patienten vom Arzt als "finanziell gleich interessant" angesehen werden und somit die Schlechterstellung der "Gesetzlichen" bei z.b. Terminvereinbarung entfallen würde. Gleichzeitig würde eine Entbürokratisierung bei den Leistungserbringern stattfinden, da es nur noch ein einheitliches Abrechnungssystem gibt. Last but not least: Der Ärztemangel in Regionen mit vielen gesetzlich Versicherten (bisher wenig lukrativ) wäre dadurch zumindest abgemildert und die nötige Quersubventionierung durch Privatpatienten entfällt.




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