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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Beta-Test die Zweite

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Beta-Test die Zweite


Chronologisch Thread 
  • From: Tannador <piraten AT tannador.com>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Beta-Test die Zweite
  • Date: Tue, 26 Jun 2012 13:22:08 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Lieber Sebastian,

wir sind hier nicht an der Uni und wir reichen hier keine Paper bei einer Peer-Reviewten Konferenz/Journal ein. Unsere BundesIT kriecht am Boden und überall fehlt es an Geld, weshalb wir auch keinen Stab von Experten anheuern könnten.
In der Realität - so wie ich sie kenne - bleibt daher nur die Möglichkeit, dass Leute, die zwangsläufig einen Interessenskonflikt haben, diese Umfrage erstellen. Das ist nicht optimal aber fakt. Um hier Akzeptanz zu erreichen, braucht es Transparenz und offen beworbene Chancen zur Mitarbeit.

Der Unterschied zu dieser Umfrage und den Papern, die ich auf Konferenzen einreiche (ich bin Wissenschaftler "in der Universität", was Deine rhethorische Frage ad absurdum führt), ist, dass meine Paper durch ein Peer-Review müssen und danach als Beitrag zur wissenschaftlichen Arbeit akzeptiert werden - mehr nicht. Die Umfrage hingegen, soll direkt als Entscheidungsempfehlung für die Zukunft der politischen Arbeit der PIRATEN genutzt werden. Egal wie die Umfrage ausgehen wird, es wird Leute geben, die gegen das Ergebnis wettern werden, weil es ihnen nicht in den Kram passt. Je mehr Transparenz und je mehr offene Beteiligungsmöglichkeiten es im Vorfeld gab, um so einfacher kann man im Nachhinein berechtigte Kritik von Querulanten unterscheiden.

Ich finde es ja toll, dass Du bereit bist mitzuarbeiten und viel Zeit zu investieren, aber das kann nicht auf Basis von Mauscheleien geschehen. Natürlich kannst Du als Einzelkämpfer Dich auch zwei Wochen zurückziehen und machen, aber verlange doch bitte nicht, dass in der Zeit niemand etwas anderes machen soll und darüberhinaus noch bisherige Vorschläge depubliziert werden sollen.

Ich hoffe Du verstehst jetzt, dass einen Unterschied zwischen unabhängigen Wissenschafltern und Gutachtern auf der einen Seite und Piraten, die zwangsläufig parteiisch sind, auf der anderen Seite gibt.

Liebe Grüße,
Volker

Am 26.06.2012 10:57, schrieb Sebastian Jabbusch:
Hä? Was ist denn das für ein Argument? Sind wissenschaftliche Studien und juristische Analysen auch "Manipulation" weil sie von den Wissenschaftlern "geheim" (aka "in der Universität") geschrieben werden?? 

Wichtig für eine Anerkennung eine Argumentation ist ihre Erarbeitung nach wissenschaftlichen Kriterien, ihre vollständige Veröffentlichung und ihre Unabhängigkeit. Ob eine Umfrage vorher mit dem Professor oder mit einer Gruppe von 10 Personen auf einer Mailingliste ausdiskutiert wurde, ist eigentlich egal. In diesem Fall sehe ich nur das Problem, dass die meisten Leute auf der Mailingliste nicht wissen, wie Fragen so formuliert werden müssen, damit sie nicht die Antworten beeinflussen. Ihr vergeudet hier Eure Energie. 

Oder anders gefragt: Wenn Ihr eine Juristische Analyse haben wollt, gebt ihr die doch auch bei einem Juristen in Auftrag? Warum glaubt ihr, dass Umfragenforschung ein weniger komplexes Thema sei? 

Wie gesagt: Wenn Ihr diese Fragen so stellen wollt, könnt ihr das gerne tun. Ich glaube nur, dass ihr durch die Art der Frageformulierung keine wirklichen Erkenntnissse erreichen könnt. Ich möchte dann auch nichts damit zu tun haben und verbitte mir dann auch in diesem Zusammenhang genannt oder vereinnahmt zu werden, wie das oben geschehen ist. 

Mein Angebot war an Christoph und an Euch war, die bisher erarbeiteten Fragen so zu überarbeiten, dass die Ergebnisse tatsächliche Aussagekraft erlangen können. Dafür brauche ich jedoch ca. 30 bis 50 Arbeitsstunden, also ca. 1 bis 2 Wochen. Diese Arbeit kann ich gerne mit Christoph zusammen oder aber auch alleine machen und natürlich wird das Ergebnis zunächst hier besprochen. Aber ich rate dringend davon ab die gesamte Arbeitsorganisation über die gesamte Mailingliste / kollektiv abzuwickeln. 

Beste Grüße,
Sebastian Jabbusch

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  • 0176 / 20336676
  • www.sebastianjabbusch.de
  • twitter.com/SebJabbusch



Am 26. Juni 2012 10:45 schrieb Tannador <piraten AT tannador.com>:
Am 26.06.2012 10:35, schrieb Sebastian Jabbusch:

Und übrigens: Betatests die derart öffentlich zu verbreitet werden, sind ebenfalls _nicht_ sinnvoll und verfälschen das Endergebnis, wenn sie große Verbreitung finden. Besser wäre es hier einfach mit Freunden &  Bekannten im kleinen Kreis zu tun. Ich empfehle Euch dringend den öffentlichen Betatest sofort zu beenden und entsprechende Tweets zu löschen.

WOW.
Deine Idee von Transparenz scheint sich von meiner zu unterscheiden :/
Ich dachte, die Fragen würden gerade deshalb öffentlich erarbeitet, damit die Umfrage Akzeptanz findet und das Ergebnis nicht als "Manipulation" abgewatscht werden kann. Was bringt mir denn eine wissenschaftliche super ausgearbeitete Umfrage, wenn deren Ergebnisse sofort mit dem Todschlagargument "Hinterzimmer" niedergemäht werden? Ob die Fragen dann im Wiki oder einem Betatest stehen ist doch wumpe.

Im kleinen Kreis arbeiten und Daten depublizieren. Das klingt mehr nach einem Rezept für einen Shitstorm als für eine Umfrage.

just my 2cent,
Volker


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