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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?


Chronologisch Thread 
  • From: Semon <semon3496 AT arcor.de>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?
  • Date: Sat, 18 Feb 2012 10:31:15 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Am 17.02.2012 18:07, schrieb Phil-Wendland:
Um am LQFB mit oder ohne Delegation mitzumachen müsste es erstmal übersichtlicher werden. Dazu gehört auch eine Reduktion der Initiativen. Nicht durch ein höheres Quorum, sondern durch Qualitäsansprüche. Bevor jemand mal seinen neuen Einfall ins LQFB schüttet, sollte eine auffindbare Diskussion stattgefunden haben. Auch könnte man eine Regel einführen, dass jede Initiative von mindestens 3 Piraten gemeinsam eingebracht werden muss.
Ich stimme Dir bzgl. der Qualität vollkommen zu. Allerdings ist die Frage: Wie setzt man die höheren Qualitätsansprüche durch? Ich glaube leider nicht, dass deine Idee mit den 3 Piraten dafür reicht: Ja, dadurch würde das Antragstellen weniger spontan, weil man erst mal zwei weitere Piraten finden müssen. Aber: Man findet fast für jeden Blödsinn 3 Leute die daran glauben. Außerdem glaube ich, dass auch ein einzelner sehr gute Vorschläge machen kann (mit Argumenten, Links auf Informationen usw.).

Gegenvorschlag: Eine spezielle Art von Delegation einführen: Wenn man die Unterstützung für das Erreichen des Quorum delegieren könnte (ohne die Abstimmung zu delegieren!), dann könnten sich Qualitätsbeauftragte etablieren: Ich würde mich z.B. als solcher anbieten: Ich unterstütze u.a. Initiativen, die:
  • Im richtigen Themenbereich stehen.
  • Belege für die enthaltenen Aussagen enthalten.
  • Sich Gedanken über Kosten und Nebenwirkungen des Antrags machen
Durch die Quorum-Delegation könnten verschiedene Qualitätskriterien in Konkurrenz zueinander treten, ohne das irgend jemand zentral Regeln vorgeben müsste. Wenn es erst mal genügen Quorum-Delegierte gäbe, würden sich die Antragsteller automatisch mehr Mühe geben.


Gut fände ich gar nicht an Menschen zu delegieren, sondern an bestimmte "innerparteiliche Gremien".
Beispiel: Es gibt eine Initiative zur Ökosteuer. Die AG Umwelt rät annehmen, die AG Wirtschaft rät ablehnen, die AG Sozialpolitik unentschieden/Enthaltung und vielleicht die AG Recht keine rechtlichen Bedenken. Wenn ich meine, dass die AG Wirtschaft meine Meinung insgesamt ganz gut vertritt, könnte ich jetzt mit einem Klick für diese Abstimmung an sie delegieren, ohne mich wirklich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen.

Ich finde die Idee nicht schlecht aber ...
Ok, lass uns diese Idee mal ein bisschen genauer betrachten um sie in eine Anforderung für AG_Liquid_Democracy/Anforderungen überführen. Dazu ist insbesondere zu definieren was genau ein Gremium ist:

Wie würdest du die "innerparteilichen Gremien" definieren? Welche Gremien gibt es, Wer sind die Mitglieder und wie kommt ein solches Gremium (das sagen wir mal 500 Stimmen per Delegation erhalten hat) zu einer Entscheidung, wie mit den Stimmen umgegangen werden soll ?

Idee zur technischen Umsetzung:
  • Im Entscheidungssystem selbst könnte ein solches Gremium als Mitglied ohne eigenes Stimmrecht abgebildet werden.
  • Ein neues Gremium kann im System über einen speziellen Themenbereich "Systembetrieb" beantragt werden.
Problematisch finde ich aber:
  • Wie kontrolliert man, dass das Gremium kein Dummy ist? Also jemand beantragt eine neues Gremium, sagen wir mal "AG Liquid Democracy" und behauptet es gibt 50 Mitglieder - in Wirklichkeit sind aber nur 5 Mitglieder aktiv und er Rest sind Karteileichen. 
  • Wie verhindert man das ein solches Gremium undemokratisch zu Entscheidungen kommt ? Also 50 Mitglieder. Aber bei der Abstimmung im Gremium, wie man bei einem bestimmten Thema vorgeht, sind zu 5 Leute dabei, weil die Uhrzeit so gewählt wurde, dass die anderen nicht können (z.B. 6 Uhr morgens :-). Ganz praktisch: Wer soll das kontrollieren?
Gruß
Semon




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