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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?


Chronologisch Thread 
  • From: Semon <semon3496 AT arcor.de>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Delegationen Ja oder Nein?
  • Date: Wed, 18 Jan 2012 21:00:33 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Am 18.01.2012 14:44, schrieb Michael Vogel:
Am 18.01.2012 14:37, schrieb Andreas Veltens:
1. Ich finde eine Besteuerung von Delegationen ist eine sehr interessante Idee, auch wenn mir die konkrete Umsetzung noch nicht wirklich vor Augen schwebt.

Ich delegiere an Dich, dann hast Du nicht 2, sondern z.B. 1,75 Stimmen. Du delegierst weiter. Die Person hat dann 2,31 Stimmen. Wenn die delegiert, hat der Delegierte 2,73 Stimmen, ... Ist schwieriger beim Nachrechnen, aber durchaus fair, denke ich.

2. Die Intransparenz von lange Delegationsketten finde ich auch problematisch; dabei frage ich mich, ob das Prinzip an diesem Punkt überhaupt nicht fundamental gebrochen werden sollte. Wenn ich jemandem meine Stimme gebe, dann meine ich damit: Ich kenne DICH, die Person der ich meine Stimme gebe; ich will dass du mit meinem Namen abstimmst. Ich will dann aber möglicherweise nicht, dass du meine Stimme jemand anderem gibst, den ich vielleicht garnicht kenne (und dem ich aus bestimmten Gründen meine Stimme auch nicht gegeben hätte).

Ja, das sehe ich ähnlich.

Wir müssen uns auch vor Augen führen, dass die Delegation prinzipiell natürlich schlechter ist, als eine direkte Abstimmung; das Statement das dahinter steht, ist: Ich hab keine Ahnung, mach du mal. Daher finde ich, dass eine angemessene Lösung der Problematik wäre:
Jeder kann nur seine eigene Stimme weiterdelegieren. Eine Weiterdelegation von erhaltenen Stimmen wird ausgeschlossen, d.h. wenn jemand zu einem Thema keine eigene Meinung hat, ist er auch nicht befugt, andere Stimmen jemandem anzuvertrauen.

Oder eben die Steuer.

3. Ein grundlegenderes Problem, dass ich in der früheren "lasst uns systematischer vorgehen"-Mail mal angesprochen habe, ist auch von grundlegender Bedeutung für die Delegationsproblematik: Die Ordnung, in der wir unsere Aussagen systematisieren. So wie es im Moment ist, delegiere ich meine Stimme für einen sehr allgemeinen Bereich (z.B. "Innenpolitik"), bei dem aber überhaupt nicht gesichert ist, was darunter alles fällt. Folglich ist es vermutlich die Regel, das mein Delegierter meine Stimme bei einem speziellen Thema einsetzt, für das ich ihm meine Stimme nie gegeben hätte (Beispiel: Jemand vertritt aktiv Bürgerrechte (A), ist aber gegen die Legalisierung von Drogen (B); weil ich fälschlicherweise annehme, dass A=B, gebe ich meine Stimme wegen A und bekomme aber für meine Stimme B, obwohl ich das garnicht vorgesehen habe).

Ja, das ist auch ein Argument dafür, weswegen ich gerne nur Themenbezogene Delegationen hätte.

Michael

OK, das mit der Steuer kommt definitiv in die Anforderungsliste (auch wenn ich persönlich die anderen bereits eingetragenen Varianten ausreichend finde).  Wer möchte als Author dahinter stehen ? :-)
Semon




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