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ag-liquid-democracy - [AG Liquid Democracy] Wahlverfahren: Vorzugswahl vs. Interdependente Lösungen

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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[AG Liquid Democracy] Wahlverfahren: Vorzugswahl vs. Interdependente Lösungen


Chronologisch Thread 
  • From: Friedrich Lindenberg <friedrich AT pudo.org>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: [AG Liquid Democracy] Wahlverfahren: Vorzugswahl vs. Interdependente Lösungen
  • Date: Tue, 13 Oct 2009 14:35:22 +0200
  • List-archive: <http://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Hi,

ich habe mal eine Frage an die Runde, die Abstimmungsverfahren in
Liquid Democracy betrifft. Die Voraussetzung ist dabei die folgende:
In einem LD-System können Probleme beschrieben und Lösungen gesammelt
werden. Zu einem bestimmten Problem gibt es schließlich N Lösungen,
die miteinander konkurrieren. Wie wird also die gültige Lösung
gewählt? Dafür sehe ich momentan zwei Vorschläge, die ich gern hier
zur Diskussion stellen möchte: die Vorzugswahl und die Apt-Get-Wahl
(falls das Ding einen richtigen Namen hat, her damit!).

Vorzugswahl würde bedeuten, dass jeder Wähler die Lösungen in eine
Reigenfolge bringt, die seine Präferenzen widerspiegeln. Durch
bestimmte Aggregationsverfahren (z.B. Instant-Runoff-Voting) wird
anschließend ein Kompromiss innerhalb der Gruppe ermittelt. Der
Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Lösungen direkt untereinander
verglichen werden.

Allerdings scheitert das Verfahren - zumindest soweit ich das sehe -
dann, wenn mehrere Lösungen zu einem Problem gleichzeitig gültig sein
können. So könnte man z.B. einen Haushaltsengpass nicht nur durch eine
einzelne, massive Einsparung, sondern durch ein ganzes Bündel an
Einsparmaßnahmen lösen. Hier macht es mehr Sinn, jeden Vorschlag
einzeln zu bewerten (Ja/Nein).

Wichtig ist dann allerdings, welche Maßnahmen andere Vorschläge
voraussetzen und welche sich untereinander widersprechen (die
Computermenschen unter uns werden erkennen, warum der Vorschlag bei
mir "Apt-Get" heißt). So kann dann zwischen widersprüchlichen
Vorschlägen eine einfache, implizite Stichwahl durchgeführt werden
(das System guckt also: welcher Vorschlag hat unter diesen beiden mehr
Zustimmung).

Natürlich kann man beide Verfahren hybridisieren oder zur Auswahl
stellen; ich denke jedoch dass das für den Anfang zu komplex wäre.
Mich würde daher interessieren: Welchen Ansatz hastet ihr für
sinnvoller?

Viele Grüße, Friedrich




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