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nrw-duisburg - Re: [NRW-Duisburg] Mandatsträgerabgaben

nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Infos für Duisburger Piraten

Listenarchiv

Re: [NRW-Duisburg] Mandatsträgerabgaben


Chronologisch Thread 
  • From: Thorpirat <thorpirat AT piratenpartei-nrw.de>
  • To: nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-Duisburg] Mandatsträgerabgaben
  • Date: Mon, 06 Aug 2012 10:18:57 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
  • List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver

Ahoi Piraten,

jede Spende sollte unter der Berücksichtigung der Einnahmen/Ausgaben und der persönlichen und sozialen Lebenssitutation freiwillig erfolgen. Will man eine Zwangsspende gerecht erheben, so würde das Wissen über die zu erwartenden Einnahmen nicht ausreichen! Eine detaillierte
Aufstellung und Einschätzung (z.B. vorheriges Gehalt, Kredite, Unterhaltszahlungen etc.) müsste erstellt werden. Dies lehne ich bei
Landtagsabgeordneten genauso wie bei allen anderen Piraten ab!

Daher meine Forderung: keine Zwangsspende

Gruß

Thorpirat

Am 04.08.2012 17:05, schrieb HagenPirat:

Mir gefällt das offene, konkrete Statement. In der Sache bin ich anderer
Ansicht.

Mir persönlich ist es egal, ob die MdL nun auf verbotene
Mandatsträgerabgaben verweisen oder ob sie es nicht tun.
Wichtig ist: Von jedem Piraten und jedem Parteimitglied wird ein Beitrag
erwünscht. Wenn Oliver und einige andere MdL viele Gründe finden, warum
ausgerechnet sie selbst nun keine größeren und zweckfreien Spenden an
die Partei (Bund und Land) leisten sollen, dann ist das im Zweifel sehr
selbstgefällig.
Die Partei benötigt nun mal Geld. Für Wahlkampf, Aufgaben, Server,
Kostenerstattung, ...
Oliver zitiert gequält: “Erinnere Dich, wem Du den Job zu verdanken hast
und gib Geld rüber. ..."
Ohne die Wahl wäre er nicht in diese finanziell abgesicherte Position
gelangt.
Die 3300€ pro Jahr und Person als steuerlich optimale Spende sind mir
geläufig. Und genau diese Summe erwarte ich von jedem MdL aus NRW als
nicht zweckgebundene Spende. (Wohlgemerkt nur von den MdL aus NRW. Die
Berliner Mitglieder des Abgeordnetenhauses bekommen ca. ein Drittel der
Bezüge wie die NRW Abgeordneten.)
Wie Oliver richtig geschrieben hat, würde die Partei überproportional
von diesem Betrag profitieren. Wie Oliver auch richtig geschrieben hat,
kann der MdL wie auch jeder andere Steuerpflichtige mit ausreichend
hohem Einkommen einen Großteil dieser Kosten von der Steuer absetzen.
Dann wäre also auch seine Steuerlast viel geringer.
Die MdLs, welche eine geringe Spendenbereitschaft mitbringen, vergessen,
dass sie auch eine Vorbildfunktion haben. Kaum haben sie ihr altes
Einkommen - dank der Piratenpartei - vervielfacht, finden sie Gründe,
warum sie nicht so viel an die Piratenpartei Spenden sollten und falls
sie Spenden, warum sie möglichst nur zweckgebunden spenden wollen. Die
meisten MdL hatten vorher nicht so viel verdient - einige schon.
Gerade diese Zweckgebundenheit der Spenden bedeutet Machtausübung.
Gerade die Festlegung der Ausgaben durch einen MdL auf bestimmte
Bereiche, Jobs und Büros bedeutet Machtausübung.
Als Vorbild versagen diese MdL! Denn die Parteimitglieder mit geringem
Einkommen fragen sich zurecht, warum sie genau diesen Leuten Spenden
zukommen lassen sollen. Genau diese MdLs profitieren nun von dem
vielfach hohem persönlichen und finanziellen Einsatz unserer aktiven
Mitglieder. An dieser Stelle muss ich mal alle sehr aktiven Duisburger
Piraten loben, welche mit hohem Einsatz beachtliche Erfolge (Stimmen bei
der Wahl, Parteiarbeit, Themenarbeit, etc) leisten.

Meine Forderung:
Jeder MdL der Piratenpartei aus NRW sollte 3300€ als nicht
zweckgebundene Spende pro Jahr an die Piratenpartei in Land und Bund
leisten.

Ob die MdL das machen oder möglicherweise auch mehr spenden, soll in
deren eigenem Ermessen liegen. Die Äußerungen, warum einige MdLs das
nicht machen, können diese Leute gerne für sich behalten.


--
"In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind,
ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt."
(George Orwell)




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