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nrw-duisburg - Re: [NRW-Duisburg] Luxusgut Sterben

nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Infos für Duisburger Piraten

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Re: [NRW-Duisburg] Luxusgut Sterben


Chronologisch Thread 
  • From: schollsky AT arcor.de (Stefan Czinczoll)
  • To: nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-Duisburg] Luxusgut Sterben
  • Date: Thu, 26 Jul 2012 06:23:27 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
  • List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver

Ahoi zusammen,

am Mittwoch, den 25.07.2012, 21:54 +0000 schrieb Kurt Klein:

> Ich sehe nicht ganz was die Krankenkasse mit Sterbegeld zu tun hat.
> Die Frage ist also eher ob das eine Leistung war, die den Krankenkassen
> vorher von der Politik aufs Auge gedrückt worden war.

Das Sterbegeld war eine Sozialleistung, die nicht pauschal, sondern auch
nur bei nachgewiesener Bedürftigkeit gezahlt wurde. Sie ist wie Luisa
erläutert hat und auch dem WDR Beitrag zu entnehmen ist ersatzlos
gestrichen worden.

> Die andere Frage ist was verstehst Du unter einer würdevollen Beerdigung?
> Immerhin werden Sarg und Grabstätte auch von der ARGE übernommen. Extras
> zahlt man natürlich selbst. Aber auch da sehe ich nicht unbedingt die
> Allgemeinheit in der Pflicht wenn Dir das Grundpaket nicht reicht.

Das Sarg und Grabstätte im Regelfall so einfach von der ARGE übernommen
werden, kann nach dem Beitrag begründet bezweifelt werden. Da die ARGE
lt. §3 SGB II grundsätzlich dazu angehalten ist, die sparsamste und
wirtschaftlich effizienteste Lösung zu finden, wird wohl eine anonmye
Bestattung der Asche ohne Sarg, Grabstätte und Trauerfeier kein
Einzelfall sein - der Einzelfall liegt hier in der Dame aus
Mönchengladbach, die sich mal gewehrt hat

> Und Rücklagen für das sterben kann nun wirklich jeder selber bilden wenn
> er darauf Wert legt. Und bis das abgedeckt ist kann man das mit einer
> Risikolebensversicherung abdecken. Denke mit 10€ im Monat kannste dann
> nach 20-30 Jahren schon die Goldranddlösung abdecken.

Ein zynischer Vorschlag! Es geht hier um eine weggefallene
Sozialleistung - nicht um Menschen, die es sich leisten können, am
Kapitalmarkt eine eigenfinanzierte Lösung zu finden. Sicher braucht ein
Sterbegeld heute nicht von der Krankenkasse gezahlt werden, aber eine
menschenwürdige Bestattung sollte auch für Empfänger von
Transferleistungen machbar sein.

Viele Grüße,

Stefan

--
stefan.czinczoll[at]piratenpartei-nrw.de





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