nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Nrw-ak-drogen mailing list
Listenarchiv
- From: mendoza AT piratenpower.de
- To: nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [NRW-AK-Drogen] Fw: Neue Präambel
- Date: Tue, 16 Feb 2010 14:23:08 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-drogen>
- List-id: <nrw-ak-drogen.lists.piratenpartei.de>
Zitat von "Andi@pp-w" <andi AT piratenpartei-wesel.de>:
----- Original Message -----
From: "Andi@pp-w" <andi AT piratenpartei-wesel.de>
To: "Spiff Pirat" <spiffpp AT yahoo.de>
Sent: Tuesday, February 16, 2010 1:22 PM
Subject: Re: [NRW-AK-Drogen] Neue Präambel
----- Original Message -----
From: "Spiff Pirat" <spiffpp AT yahoo.de>
To: "AK Drogen" <nrw-ak-drogen AT lists.piratenpartei.de>
Sent: Monday, February 15, 2010 8:41 PM
Subject: [NRW-AK-Drogen] Neue Präambel
Hallo AK,
vorgestern abend hat Nati im Mumble Kritik zu unserer Präambel gebracht, sie sei sehr unkonkret, so wird zum Beispiel erwähnt, daß die Prohibnition alle ihre Ziele verfehlt hat, es wird aber nicht erwähnt, was diese Ziele sind.
Mendoza und ich haben uns zusammen gesetzt und versucht daran noch mal zu feilen, Ziel war es möglichst Andis ursprüngliche Form beizubehalten aber sie mit mehr Fakten zu befüllen. Hier ist unser Ergebnis:
---
1961
beschließen die Vereinten Nationen das Einheitsabkommen über die
Betäubungsmittel mit dem Ziel einer drogenfreien Gesellschaft. Dem
Abkommen zugrunde liegt die als „Erkenntnis“ bezeichnete Auffassung,
„dass die Betäubungsmittelsucht für den Einzelnen ein Übel und für die
Menschheit eine wirtschaftliche und soziale Gefahr darstellt“. Das
Abkommen ist strikt auf Prohibition ausgelegt.
Nicht
nur das die Prohibition ihr Ziel verfehlt hat - der Drogenkonsum in
Deutschland steigt seit Einführung dieser Maßnahmen - sie hat auch ganz
neue Problemfelder geschaffen. So bietet z.B. der Handel mit Cannabis
jedermann einen einfachen Einstieg in die organisierte Krmininalität,
Dealer strecken ihren Stoff, was zu erheblichen gesundheitlichen
Schäden bishin zum Tode bei den Konsumenten führen kann.
Setzt
man sich mit der Entstehung der Drogenpolitik und -prohibition
auseinander, so wird schnell deutlich, daß hier vornehmlich
wirtschaftliche Interessen im Vordergrund standen. Daher fordern wir,
daß die Prohibition hinterfragt wird und alternative Konzepte für den
Umgang mit Drogen, bei denen das Wohl des Menschen im Vordergrund
steht, geschaffen werden. Drogenpolitik muß von Fachleuten (z.B.
Medizinern, Sozialarbeitern, etc...) bestimmt werden und darf nicht dem
organisierten Verbrechen, der Pharmalobby und den
Strafverfolgungsbehörden überlassen werden. Mittels Pilotprojekten und
Versuchen auf Landesebene soll NRW zum Vorreiter werden für eine neue,
sachorientierte Herangehensweise werden.
---
Bitte guckt auch noch mal in Mendozas Mail bezüglich Punkt 7.5 rein.
Bis später,
Spiff
Oh man, ich bekomme Listennachrichten hier wieder eher zufällig als in der gesendeten reihenfolge in meinen posteingang...*grmpf*
Zur neuen Präambel:
Hehehe, da hatte ich wohl in teilen ähnliche gedanken...und die ja in meiner überarbeitung verarbeitet. Diese ganz neue version empfinde ich aber eher als Arguliner. Sie wirkt für mich etwas wie ein aufsatz in dem weit ausgeholt wird, nicht wie eine präzise und deutlich-knappe aussage. Außerdem wird hier in meinen augen zu sehr richtung Legalisierung geschielt...etwas, das so ja (bis auf das medizinische cannabis) beim derzeitigen stand der ausarbeitung überhaupt nicht von uns vertreten wird. So laufen wir eher gefahr auf großes unverständnis zu stoßen...weil ja überhaupt keine eigene arbeit dahinter gelegt ist.
Für mich ist diese präambel nun der versuch den ja leider noch nicht ausgearbeiteten Programmteil 'Legalisierung' doch irgendwie einzubauen.
Viele der Aussagen darin sollen ja mittels einer einführenden kleinen rede bei der programmvorstellung vermittelt werden um die grundsätzliche relevanz von drogenpolitik den piraten zu vermitteln.
Zudem fand die allererste version der präambel ja breite zustimmung bei der abstimmung...woher jetzt plötzlich die annahme kommt die wäre nicht gut weiß ich nicht (einzelmeinungen?). Daher würde ich nur ungerne mit dieser völlig ungetesteten last-minute-version an den start gehen.
Ich selbst wäre aus diesen gründen für die erweiterte alte version.
Zu 7.7:
Sollen wir wirklich eine weitere Position hinzufügen die eine kennzeichnungspflicht fordert die schon bei zigaretten kaum einen nachweislichen effekt hatte? In der kleinen einleitungsrede mache ich mich ja sogar etwas lustig darüber...(;o)
Und alle weiteren aussagen darin sind fast 100% in 7.5 enthalten...
Aber OK...wenn noch irgendwie möglich...dann stimmen wir das eben ab.
Mich wundert aber schon etwas der aktionismus in letzter sekunde...wir hatten 3 wochen zeit dafür...und einen tag vor toresschluss kommen solche großen änderungen auf den tisch. Das macht uns das ganze nun unnötig kompliziert, finde ich.
OK...der ball ist bei euch...und der rollt nur noch heute nachmittag...*seufts*
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Andi R. , Wesel , NRW , Tel: 0152 - 29 27 43 75
Mail: andi AT piratenpartei-wesel.de
Crew: http://wiki.piratenpartei.de/Crew:Rhine_Riders
Web: http://www.piratenpartei-wesel.de
Home: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Trancefair
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Andi R. , Wesel , NRW , Tel: 0152 - 29 27 43 75
Mail: andi AT piratenpartei-wesel.de
Crew: http://wiki.piratenpartei.de/Crew:Rhine_Riders
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NRW-AK-Drogen mailing list
NRW-AK-Drogen AT lists.piratenpartei.de
https://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/nrw-ak-drogen
Die Sache ist die, daß es in Punkt 7.5 um zwei Möglichkeiten der Aufklärung des Patienten geht. Einmal mittels des Monitoring und einmal mit Hilfe Einer Aufklärungskampagne. Dieses ist nun getrennt abstimmbar und die Kampagne auch in ihrem Umfang beschrieben. (Aufdruck und Informationsbeiblatt).
Ich finde es eben besser erst den freiwilligen Schritt richtung Aufklärung und sensibilisierung zu machen, als den anderen.
Wenn dies andere auch so sehen, haben sie mit 7.5 nicht die Möglichkeit das eine zu wollen ohne das andere zu lassen.
Deshalb raus mit der Aufklärungskampagne aus 7.5 und hinein in 7.7.
Das ist auch bei anderen AK's oft das Problem gewesen, das ich nicht die Möglichkeit hatte bestimmte Sachen getrennt abzustimmen. Im Zweifel habe ich dann halt ganz dagegen gestimmt und den von mir als positiv empfundenen Teil im Zuge des "faulen" Kompromisses nicht weiter verfolgt.
Deshalb halte ich 7.7 für sinvoll.
Zur neuen Präambel
Ich finde sie nicht unbedingt zu lang. Eine Präambel darf ruhig etwas länger sein und sollte auch eine Aussage haben, welche man beim lesen versteht. Wenn ich schreibe, daß die Politik bislang versagt hat in ihrer jetzigen Art, dann sollte ich auch wissen was denn die aktuelle Politik ist und warum diese versagt hat. Man kann ja nicht verlangen das einer der sich nicht so stark mit dem Thema auseinandergesetzt hat, den Wortlaut schluckt ohne ihn zu verstehen.
Daher sind die Erklärungen etwas Umfangreicher geworden. Erweitern kann man sie immernoch. Vielleicht haben wir ja auch noch irgendwas vergessen, was unbedingt rein soll?
Gruß
Mendoza
Attachment:
bin94KNFUTCSl.bin
Description: Öffentlicher PGP-Schlüssel
- Fw: [NRW-AK-Drogen] Neue Präambel, Andi@pp-w, 16.02.2010
- Re: [NRW-AK-Drogen] Fw: Neue Präambel, mendoza, 16.02.2010
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