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nds-hameln-pyrmont - Re: [NDS-Hameln-Pyrmont] Dewezet - Wenn Piraten auf die Realität stoßen

nds-hameln-pyrmont AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Kreisverband Hameln-Pyrmont

Listenarchiv

Re: [NDS-Hameln-Pyrmont] Dewezet - Wenn Piraten auf die Realität stoßen


Chronologisch Thread 
  • From: Torben Friedrich <blogsprache AT googlemail.com>
  • To: Kreisverband Hameln-Pyrmont <nds-hameln-pyrmont AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [NDS-Hameln-Pyrmont] Dewezet - Wenn Piraten auf die Realität stoßen
  • Date: Wed, 21 Sep 2011 09:53:09 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nds-hameln-pyrmont>
  • List-id: Kreisverband Hameln-Pyrmont <nds-hameln-pyrmont.lists.piratenpartei.de>

@Lars Ich wusste nicht, dass du dann doch schon alle Punkte mit einbindest und soweit bist, wirklich einen Erstartikel in etwas breiterer Form aufstellen zu wollen...

@Christian Dann danke ich erstmal für den Eindruck, dass der von mir an meiner Person bemängelte Absatz wirklich negativ ist.. 
Darauf rumreiten hat aber immer etwas auf Leser- und Medienseite von "sich bestätigt fühlen".. 
Nachrichten haben eine Haltwertzeit von wenigen Tagen und fünf Jahre sind eine gute Zeit um darüber zustehen..

Mir selber liegt die Aussage schwer im Magen, aber die Außenwirkung einer Lokalzeitung gleichzusetzen mit einem weiteren Arikel im Netz und einer Richtigstellung ist schwer abzuwiegen..

Mit der "Rentnerzeitung": Ist eine von uns beliebte Metapher, die nur das ungefähre Klientel abstecken soll. Die Dominanz in der Region ist uns natürlich bewusst, wenn gleich die Abonenntenzahl im Verhältnis zu den in ihr geschalteten Todesanzeigen fällt.

Also, wie verfahren mit dem Artikel?

Ein eigener Artikel über die uns bisher vorliegende Möglichkeit der Konzeptionierung einer solchen angeblichen "Öffi-Utopie" als Grundpfeiler für fünf Jahre Arbeit schadet nicht.. Außerdem wäre er die notwendige Gegenseite zur aktuellen Presse.

Beste Grüße
Torben

Am 21.09.2011 um 09:37 schrieb Lars Reineke <mail AT larsreineke.de>:

Hmm, ich weiß nicht. Das hat nichts mit Beißreflex zu tun. Du darfst auch nicht vergessen, dass wir in unserer Medienblase die positiven Berichte mitbekommen, der Hamelner Bürger aber nur den einseitigen Mist aus der Dewezet.

Nur für uns nochmal die Rechnung und zur Argumentation nach außen:

7.500.000 € Einnahmen, die aufgefangen werden müssen
125.000 Wahlberechtigte
-----------------------------------
60 € im Jahr oder 5 € im Monat

Nimmt man die ca. 5000 Arbeitslosen raus, die das nicht bezahlen können, sind wir bei 5,20 €.

Und das nur bei einer reinen Abgabenfinanzierung.

Dazu kommen dann die Punkte:
  • Parkgebühren (vergleichbare Städte nehmen ca. 0,8-0,9 Millionen € pro Jahr ein), bei Verdoppelung -> 4,65 € / Person / Monat
  • Park & Ride auf dem Britengelände an der Fischbecker Landstraße / am BHW (ca. 12.000 Einpendler, wenn davon nur die Hälfte pro Arbeitstag 1 € für P&R ausgeben würde, kämen dadurch 1,44 Millionen € rein) -> 3,65 € / Person / Monat
  • Beteiligung von Unternehmen, die bisher mit viel Aufwand Parkflächen anmieten müssen
  • Werbung in Bussen
Abzuziehen wären die Kosten für:
  • Tarifentwicklung
  • Fahrscheinausgabegeräte
  • Kontrolleure (die könnten z.B. Parksünder aufschreiben -> Mehreinnahmen)
Und wir sprechen bisher nur über Geld. Völlig ausgelassen wurde ja bisher der Aspekt der verbesserten Lebensqualität, Unfallreduzierung, Möglichkeit zur Fahrspurverkleinerung, um Radwege zu schaffen (z.B. Deisterallee) usw.

Grundsätzlich würde ich das schon gern nach außen kommunizieren, schon allein, um Anfragen irgendwohin leiten zu können.

Mich würde mal interessieren, ob diese ablehnende Haltung von einigen wenigen (inkl. Dewezet) ausgeht, bzw. was die (mitlesenden?) Mitglieder anderer Parteien dazu zu sagen hätten.




Am 21. September 2011 09:05 schrieb Torben Friedrich <blogsprache AT googlemail.com>:
Mach keinen Artikel über simple Finanzierungsmethoden die aus dem Bauch raus schon funktionieren, aber die Gesamtfinanzierung auf eine Steuer legen. Am Wochenende treffen sich bundesweit angereiste Piraten in NRW die mit Stadt- und Raumplanern zusammen sich Konzepte für Klein- bzw. "Mittel"-Städte ausbaldowern..

Wenn wir  damit am Ende ein fertiges Konzept für Hameln erstellen können, legen wir es den Damen und Herren auf ihr Tischchen und lassen mal staunen..

Außerdem müssen wir uns den Beißreflex gegen Print-Artikel aus einer Rentnerzeitung abgewöhnen.. Diese unglaubliche Presse die wir momentan erfahren (Galileo, Lanz, Anne Will, RTL, KiKa, Red & Morgenmagazine) spült uns als einzige Partei momentan in die Wohnzimmer vieler desinteressierter Bürger... Da liest sich für Menschen die auf unserer Seite wegen TV&Internet landen, ein Artikel über ein kleines Provinzblatt ziemlich *mimimi* :-D

Lass sie diesen einen letzten Fehler begehen. Wir haben so viele konstruktive und gute Dinge gesagt und uns über Fraktionsarbeit, Überparteilichkeit, Expertisenfindung, etc. unterhalten, über Verantwortung von freier Presse im Zeitalter der digitalen Medien und sie zimmern einen solchen Artikel hin.. 

Lass uns unsere Hauspolitik einfach an ihre anpassen: Ignorieren und wenn es was zu kritisieren gibt, darauf hinweisen...

Beste Grüße
Torben


Am 21.09.2011 um 08:06 schrieb Lars Reineke <mail AT larsreineke.de>:

Hab gerade nochmal kurz gerechnet:

Wenn man das ausschließlich über eine Abgabe finanzieren würde, müsste jeder Wahlberechtige etwa 5 Euro pro Monat bezahlen, dann sind die 7 Millionen wieder drin.

Ich schreib mal einen Artikel für die Homepage dazu, ok?

Am 21. September 2011 07:01 schrieb Constantin Grosch <groschorama AT googlemail.com>:
Hi!

Naja, übliches DWZ gelaber... Natürlich wieder MIT Fehler und natürlich wieder auf die Schiene "Pubertierende". man man man und jetzt haben sie ein bild, was scheinbar zu jedem piraten artikel abgedruckt wird.

Conny

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Piraten – wenn Ideale auf die Realität prallen

Gewählt, und nun? Torben Friedrich, Jörgen Sagawe und Constantin Grosch über ihre Ziele

Von Birte Hansen

Hameln-Pyrmont. Wenn sie eines unbedingt sein wollen, dann „anders“. Haare grell, T-Shirts deutlich, Hosen jenseits von Anzügen. Je unkonventioneller, desto besser. Mit dieser Haltung könnten sie die Pubertierenden der Nation verkörpern, doch dafür sind sie zu alt und warten mit zu viel Konstruktivem auf.

Spätestens seit der Wahl in Berlin sind die Piraten in aller Munde, die Zeiten, in denen mit dem Wort als erstes gekaperte Schiffe in Verbindung gebracht werden, vorbei. Sie sind Partei, in drei Parlamenten im Landkreis vertreten, und sie sind jung: Constantin Grosch (19) ist Student und jüngstes Kreistagsmitglied, Abiturient Jörgen Sagawe (20) zieht in den Hamelner Stadtrat ein, und der Älteste, Torben Friedrich (24), Student, will die Politik im Gemeinderat Coppenbrücke mitgestalten. Aber was wollen sie?

Zwar haben die Piraten für die Kommunalwahl ein eigenes Programm gestrickt, doch eine gewisse Ähnlichkeit mit den Großstadtpiraten in Berlin besteht: Auch hier haben die jungen Abgeordneten noch keine Ahnung von politischen Strukturen, und auch sie fordern kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr. „Mobilität ist in der Gemeinde ein großes Thema, wenn man kein Auto hat oder niemanden hat, der einen kurz mal nach Hameln fahren kann“, sagt Torben Friedrich, was ihm für Coppenbrügge am meisten auf den Nägeln brennt. Als Beispiel führen die Youngster die belgische Stadt Hasselt an, die auf diese Weise die Anzahl der Fahrgäste in die Höhe geschraubt und verdreizehnfacht hat. Die Summe, die die Öffis im Landkreis jährlich über den Fahrkartenverkauf einnimmt, beträgt laut Öffi-Geschäftsführer Carsten Busse sieben bis acht Millionen Euro. Die Piraten denken über eine Finanzierung über Steuern nach, über Sponsoring durch Firmen, sagt Friedrich. Dass nicht jede Idee, die die Boom-Partei in den Raum geworfen hat, gleich auf Machbarkeit geprüft wurde, gehört offenbar dazu. „Wir haben mit den Zahlen, die uns zur Verfügung standen, geguckt, was vielleicht möglich wäre“, sagt Friedrich – jetzt müssten sie sehen, was umgesetzt werden kann. Wie schmerzhaft es da ist, wenn Piraten-Ideale auf die Realität treffen, erfährt zurzeit Jörgen Sagawe. Ein ganzer Stapel Ratspost ist ihm gerade zugegangen – darin enthalten das Wort „Verschwiegenheitsverpflichtung“, bei dem sich einem Vollblut-Piraten der Magen umdreht. Schließlich sind Transparenz und Bürgerbeteiligung schlechthin die Schlagworte der Partei. Das Idealziel ist laut Sagawe, dass es gar keine nicht-öffentlichen Ausschusssitzungen mehr gibt.

Torben Friedrich sieht es sportlich und rebelliert: „Alles, was festgelegt ist, kann man ja auch wieder ändern“, will heißen: Sie wollen, wann immer es Gelegenheit gibt, dagegen halten und für Offenheit plädieren. Mit diesem Janus-Kopf leben die Piraten: Den gläsernen Bürger wollen sie verhindern, den gläsernen Staat dagegen wollen sie, beschreibt Friedrich das Spannungsfeld. Für Constantin Grosch bedeutet Transparenz außerdem, dass alle Parteien, die im Kreistag vertreten sind, alle zur Verfügung stehenden Informationen erhalten und diese nicht nur den Ausschussmitgliedern vorbehalten sind.

Inhaltlich möchte Jörgen Sagawe den Bildungsstandort Hameln vorangebracht wissen, und zwar über eine staatliche Hochschule auf dann ausgedientem Britengelände. „Dass Hameln wieder für jüngere Menschen attraktiv wird“, sei am Wichtigsten. Er geht davon aus, dass viele Schulabgänger gerne in Hameln blieben, wenn sie denn die Möglichkeit hätten. Sagawe selbst steht vor dem Problem, dass er nach seinem Abi im kommenden Jahr studieren möchte – und Hameln samt Sitz im Rat dann voraussichtlich verlassen muss.

Auch Torben Friedrich muss persönliche und politische Interessen unter einen Hut bringen. Sein Kreistagsmandant hat er an Constantin Grosch abgetreten: Zum einen wolle er sich zu hundert Prozent für die Bürger seiner Region einsetzen, zum anderen aber auch sein Studium nicht vernachlässigen. Ob er denn aus den Gemeinderatssitzungen künftig, ganz Pirat, twittern wird? „Ja, ich denke schon“, sagt er, „wenn es erlaubt ist.“




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