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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung als Grundvergütung im Urheberrecht / nicht kommerziell

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung als Grundvergütung im Urheberrecht / nicht kommerziell


Chronologisch Thread 
  • From: Christian Schmidt <csc AT schmifu.de>
  • To: piratenpartei AT t-online.de
  • Cc: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Grundsicherung als Grundvergütung im Urheberrecht / nicht kommerziell
  • Date: Sat, 26 May 2012 09:10:01 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Am Freitag, den 25.05.2012, 09:11 +0200 schrieb aloa5:
> sozialpiraten schrieb:
> >
> > Ute Kumpf/Bundestag SPD: “Sie geben mehr in die Gesellschaft, als sie
> > von ihr zurück erhalten!”
> > “Warum ist die Gesellschaft so organisiert?”
> >
> > Der Kultur- und Bildungsetat beträgt in Deutschland mehr als zwanzig
> > Milliarden, er ermöglicht eine Grundsicherung von Urhebern, so dass
> > niemand, der respektiert arbeitet, in Jobcentern mit dem Entzug von
> > Bürgerrechten konfrontiert und mit dem Entzug des Existenzminimums
> > bedroht werden kann! Warum geschah/geschieht es nicht?
>
> Weil damit Museen und Bibliotheken finanziert werden (welche von vielen
> besucht werden) und nicht arbeitslose Maler, Schriftsteller und Musiker
> deren Werke ggfs. niemand haben möchte.
>
> Das ist m.E. der Unterschied zwischen Marktwirtschaft und
> Arbeitswert-Theorie. Bei letzterem reicht es wenn etwas geschrieben wird
> (Arbeitswert-Theorie), bei ersterem ist von Belang ob es so gut ist das
> jemand Geld dafür ausgeben würde (Marktwirtschaft).

Guter Hinweis,

ich denke hier muss man wieder lernen zwischen beiden Dingen zu
differenzieren.

M. E brauchst Du wieder mehr Arbeitswert Theorie in Erziehung und
Bildung, d. h. jeder muss sich so entwickeln dürfen, das er ein
persönliches Maximum an individuellen Fähigkeiten entwickeln kann, die
auch seinen Neigungen entsprechen.

Dann musst Du aber selber aktiv werden und schauen, auf welchem Markt Du
damit erfolgreich sein kannst.

Dass ist ja im Endeffekt so wie bei zwei Fußballmannschaften. Beide sind
"entwickelt" und gewinnen tut die Mannschaft, die die meisten Tore
schießt.

Nach Arbeitswert-Theorie wäre an dieser Stelle Schluss und kein Mensch
käme auf die Idee Geld dafür zu bezahlen das die Mannschaften sich
darauf einigen nicht mehr spielen zu müssen.

Erst der "Wettbewerb" (Marktwirtschaft) bringt andere Leute (mit anderen
Fähigkeiten und Neigungen) auf die Idee für den Besuch des Spiels Geld
auszugeben, was ja sonst auch recht langweilig wäre ;-)

Ist also weniger ein "entweder oder", als vielmehr ein "sowohl als auch"
an den passenden Stellen in der Gesellschaft ;-)

Ich persönlich wäre ja schon mit einem gesellschaftlichen Konsens für
mehr "Arbeitswert-Theorie" in Erziehung und Bildung zufrieden, da er
m.E. ein realistisches und notwendiges politisches Ziel ist.

Ob man einen "globalen Markt" mit deutscher Politik steuern kann wage
ich zu bezweifeln, zumal es bei vielen "Konkurrenten" nicht um Konsum
sondern wirklich ums nackte Überleben geht...

Und je mehr ich lese umso mehr frage ich mich ob deutsche Politik
momentan überhaupt etwas in eine Richtung steuert ;-)

Gruß
Christian

PS: Schöner Artikel übrigens
http://logicorum.wordpress.com/2012/05/23/ethanol-in-der-verhungerten-welt/

Ist schon irgendwie bescheuert Lebensmittel anzubauen um "Energie" zu
gewinnen...






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