ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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[Ag-soziale_marktwirtschaft] FDP kontra freiheitlich, demokratisch Re: Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 17, Eintrag 11
Chronologisch Thread
- From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] FDP kontra freiheitlich, demokratisch Re: Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 17, Eintrag 11
- Date: Thu, 03 May 2012 07:15:49 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
Die FDP wollte eine Negative Einkommenssteuer (Ausgleich vom Finanzamt) nur für die realisieren, die mit Arbeitsleistungen Geld verdienen - können.
Andere Bürger sollten weiterhin im Hartz4System weitgehend ohne Bürgerrechte leben müssen, egal ob sie gemeinnützig arbeiten oder nicht.
Die FDP stimmte geschlossen für den Erhalt von Sanktionen (Entzug des Existenzminimums) im Hartz4System im Fall von Widerstandsversuchen, Einforderung von Mitspracherechten über Arbeitsinhalten und Arbeitsbedingungen.
Die FDP ist weder freiheitlich, noch demokratisch orientiert.
Am 02.05.2012 23:35, schrieb ag-soziale_marktwirtschaft-request AT lists.piratenpartei.de:
Um E-Mails an die Liste Ag-soziale_marktwirtschaft zu schicken, nutzen
Sie bitte die Adresse
ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Um sich via Web von der Liste zu entfernen oder draufzusetzen:
https://service.piratenpartei.de/listinfo/ag-soziale_marktwirtschaft
oder, via E-Mail, schicken Sie eine E-Mail mit dem Wort 'help' in
Subject/Betreff oder im Text an
ag-soziale_marktwirtschaft-request AT lists.piratenpartei.de
Sie können den Listenverwalter dieser Liste unter der Adresse
ag-soziale_marktwirtschaft-owner AT lists.piratenpartei.de
erreichen
Wenn Sie antworten, bitte editieren Sie die Subject/Betreff auf einen
sinnvollen Inhalt der spezifischer ist als "Re: Contents of
Ag-soziale_marktwirtschaft digest..."
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Message: 1
Date: Wed, 02 May 2012 18:32:32 +0000
From: Denk<Denk AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335983552 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Jo, das nift und der gute alte friedmann. Wenn der gewusst hätte, wie
sich der arbeitsbegriff ändern würde, und hätte er gewusst, dass
anreizsysteme kontraproduktiv sind, wie hätte der wohl sein modell
formuliert?
Angesichts der verügbaren erkenntnisse erübrigt sich die beantwortung
dieser fragen, denn sein modell sind so obsolet, wie seine unterhenden
verfechter. Musste kirchhof wohl auch erfahren....
Aber gut, mann muss ja immer in mehrere eichtungen überlegen und
forschen. Und dann verlässt man sich auf die schwarmintelligenz oder die
korruption. Letztere hat dazu geführt, dass wir aus katastrophen lernen
mussten, schwarmintelligenz lässt uns schon aus erfahrung lernen...
Wer will sich wieder dem wesentlichen zuwenden?
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Message: 2
Date: Wed, 02 May 2012 19:21:19 +0000
From: milton2011<milton2011 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335986479 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
PolitPiratNRW schrieb:
Kurz um, die negative Einkommenssteuer gemäß FDP passt nicht in dasPolitPitat,
deutsche System, und gehört in Ländern des angelsächsischen
Neokapitalismus.
Liebe Grüße
PolitPiratNRW
das ist völlige Unkenntnis, die FDP hatte nie eine negative
Einkommensteuer, sondern nur einen 3-Stufen-Tarif plus HartzIV beim
Finanzamt.
Sie zeigen nur Unkenntnis, lernen Sie erst einmal Begriffe.:)
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Message: 3
Date: Wed, 02 May 2012 19:37:58 +0000
From: milton2011<milton2011 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Führt ein zu freier Markt
zu Monopolen?
Message-ID:<312$151196$1335987478 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
aloa5 schrieb:
porcupine87 schrieb:Allgemeine akademische Diskussion. Bilden die Unternehmen keine Kartelle,
2. So etwas wie Monopol ist jedoch auf dem freien Markt unmöglich,Und möglich ist. Bei Ressourcen eher nicht (siehe Öl - Oligopole sind
solange es anderen Marktteilnehmern erlaubt ist, das Produkt auch
herzustellen.
m.E. wie Monopole zu behandeln).
"Kennt noch jemand Möglichkeiten?"
Patente.
Grüße
Otmar
dann bilden ihre Anteilseigner solche.
Wir haben einen globalen Markt, der kümmert sich nicht um Träume
deutscher VWLer. Es gibt nämlich keine globale Rechtsautorität.:)
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Message: 4
Date: Wed, 02 May 2012 20:04:10 +0000
From: PolitPiratNRW<PolitPiratNRW AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335989050 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
milton2011 schrieb:
PolitPiratNRW schrieb:Ahoi milton2011 !
Kurz um, die negative Einkommenssteuer gemäß FDP passt nicht in dasPolitPitat,
deutsche System, und gehört in Ländern des angelsächsischen
Neokapitalismus.
Liebe Grüße
PolitPiratNRW
das ist völlige Unkenntnis, die FDP hatte nie eine negative
Einkommensteuer, sondern nur einen 3-Stufen-Tarif plus HartzIV beim
Finanzamt.
Sie zeigen nur Unkenntnis, lernen Sie erst einmal Begriffe.:)
Und was ist das hier ? Das Internet lügt nicht.
"Der FDP ist es 1995 erstmalig gelungen, den Begriff der negativen
Einkommensteuer im Einkommensteuergesetz zu verankern."
http://56.parteitag.fdp.de/webcom/show_article.php/_c-45/_nr-13/_p-1/i.html
Liebe Grüße
PolitPiratNRW
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Message: 5
Date: Wed, 02 May 2012 21:14:33 +0000
From: Andreas1964<Andreas1964 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335993273 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Lieber PolitPirat,
habe in den Thread in den letzten Tagen immer nur überflogen und reagiere
deshalb erst jetzt etwas geballt. Zum Verständnis: Bin
Technologieberater, seit 1/2 Jahr mit meiner eigenen Ein-Personen-Gmbh
unterwegs, war früher schon einmal für 7 Jahre freier Berater u.a. in
komplexen IT-Projekten.
PolitPiratNRW schrieb:
...Ich habe mein Unternehmen in Musterstadt und einen Kunden in Kundendorf.
Für alle Unternehmensformen sind zweideutigen Steuervergünstigungen zu
streichen, wie z. B. :
Kauf des Dienstwagens und den Unterhalt dazu, wie das Benzin und die
Reparaturen und Inspektionen (nicht gemeint sind reine Nutzfahrzeuge wie
LKW etc.),
...
Dienstreisen jeglicher art und weise
...
Jede Woche reise ich für 2 Tage von Musterstadt nach Kundendorf, um vor
Ort beim Kunden meine Dienstleistung zu erbringen. Persönlich halte ich
es für korrekt und in keinster Weise verwerflich, wenn ich die
Reisekosten unter Ausgaben führe.
Ich kenne eine Töpferin (Kleingewerbe), die verkauft ihre Waren auf
diversen Märkten in D. Ich halte es für korrekt und in in keinster Weise
verwerflich, dass sie ihre Reisekosten unter Ausgaben führt.
Ob wir für unserer "Dienstreisen" am sinnvollsten die Bahn, einen
Mietwagen oder das eigene Fahrzeug (Fahrtenbuch!) nutzen, sollte m.E.
unsere unternehmerische Entscheidung sein.
Siehst Du das anders? Deine Formulierungen oben suggerieren das.
PolitPiratNRW schrieb:
... das Sparen und Wirtschaften im Betrieb kann nicht durchMeinst Du wirklich, Leute wie ich achten nicht penibel auf ihre Ausgaben?
steuersparende Gesetzesordnungen ersetzt werden. Hier sind die
Unternehmer eigenverantwortlich gefordert, und müssen mal das Mieten und
Leasen und Geld-Verplempern etwas reduzieren.
Übrigends ...
Wenn nicht, fliegst Du nach wenigen Monaten auf die Klappe, weil die
Liquidität futsch ist - die Einnahmen fließen nämlich Monate später,
als die Ausgaben anfallen.
PolitPiratNRW schrieb:
...Nichts gegen effektive Betriebsprüfungen. Du drehst aber die
stellt sich die Frage, was mit den ganzen Finanzbeamten und Bediensteten
geschehen soll, die dann arbeitslos sind. Hier ist der Ansatz, dass - wie
beim HartzIV-Gesetz - die Prüfer vor Ort erscheinen, und - bei Verdacht
oder nach Stichprobe - die Lage auf die EINDEUTIGEN BEWEISE prüfen.
Insbesondere dann, wenn eine Neugründung des Unternehmens ansteht.
...
Kann also der EINDEUTIGE BEWEIS geführt werden, dass tatsächlich eine
Ausnahme zur Gewinnminderung geführt hat, dann ist dem auch anstandslos
nachzukommen.
...
Beweispflicht um und unterstellst jedem Unternehmer und Freiberufler erst
einmal, dass er die Gesellschaft bescheissen will. Das sehe ich anders und
ich vermute, dass sich im Umfeld der PIRATEN auch viele freie IT-Experten
tummeln, die sich das auch nicht gerne vorwerfen lassen.
PolitPiratNRW schrieb:
...Dadurch, dass ich erst ein halbes Jahr wieder selbständig bin, habe ich
Die "Scheinselbstständigkeiten" (Gewinn durch Steuerrückzahlung)
bestehen erst mal weiter ...
Beides führt im Übrigen dazu, dass immer weniger Gewerbesteuer in den
Gemeinden und Städten anfällt, und das kann es nicht richtig sein.
...
momentan nur einen Kunden und keine Angestellten. So setze ich mich dem
Verdacht der "Scheinselbständigkeit" aus. Ich hätte überhaupt kein
Problem damit, Beiträge für die allgemeine RV zu zahlen. Bin der
Ansicht, dass da alle Einkommen zu beitragen sollten. Aber warum hängt
das davon ab, ob ich einen oder zwei Kunden habe?
Meines Erachtens gehört der Tatbestand der "Scheinselbständigkeit"
abgeschafft. Damit Selbständigkeit nicht dazu genutzt wird, das
Sozialsystem auszuhebeln gibt es Ansätze:
- Alle Einkommen tragen zur gRV und ggf. zur Finanzierung eines bGE bei
- Equal Pay Prinzip, um Lohndumping zu vermeiden
Das Konstrukt der "Scheinselbständigkeit" verhindert zur Zeit
Gründungen, zwingt Menschen in eine wertvernichtende Abhängigkeit von
Body Leaser Firmen und schränkt ihre berufliche Selbstverwirklichung ein.
Es ist sinnvoll, über ein vereinfachtes Steuersystem nachzudenken. Ich
konnte z.B. die Steuererklärung mit der Einahmen-Überschussrechnung als
freier Berater noch selber machen. Jetzt als GmbH brauche ich einen
Steuerberater. Nicht, weil ich doppelte Buchführung nicht verstünde,
sondern weil ich komplett den Überblick in den ganzen Regelungen verliere
und keine Lust habe, Tage meines Lebens dafür zu investieren.
Mit Deinen Forderungen trägst Du m.E. nicht zu einer sinnvollen
Verschlankung des Steuersystems bei. Du bist vielmehr auf gutem Weg, einen
bürokratischen Kontrollapparat zu schaffen, der unternehmerische
Tätigkeit, besonders von Klienunternehmern und Freien, abwürgt.
Das kann nicht Ziel der PIRATEN sein.
Beste Grüße
Andreas
------------------------------
Message: 6
Date: Wed, 02 May 2012 21:32:22 +0000
From: Denk<Denk AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335994342 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Andreas1964 schrieb:
Lieber PolitPirat,Was hat dich dazu bewogen eine GmbH zu machen? Was wäre für deine
habe in den Thread in den letzten Tagen immer nur überflogen und
reagiere deshalb erst jetzt etwas geballt. Zum Verständnis: Bin
Technologieberater, seit 1/2 Jahr mit meiner eigenen Ein-Personen-Gmbh
unterwegs, war früher schon einmal für 7 Jahre freier Berater u.a. in
komplexen IT-Projekten.
PolitPiratNRW schrieb:
...Ich habe mein Unternehmen in Musterstadt und einen Kunden in Kundendorf.
Für alle Unternehmensformen sind zweideutigen Steuervergünstigungen zu
streichen, wie z. B. :
Kauf des Dienstwagens und den Unterhalt dazu, wie das Benzin und die
Reparaturen und Inspektionen (nicht gemeint sind reine Nutzfahrzeuge wie
LKW etc.),
...
Dienstreisen jeglicher art und weise
...
Jede Woche reise ich für 2 Tage von Musterstadt nach Kundendorf, um vor
Ort beim Kunden meine Dienstleistung zu erbringen. Persönlich halte ich
es für korrekt und in keinster Weise verwerflich, wenn ich die
Reisekosten unter Ausgaben führe.
Ich kenne eine Töpferin (Kleingewerbe), die verkauft ihre Waren auf
diversen Märkten in D. Ich halte es für korrekt und in in keinster
Weise verwerflich, dass sie ihre Reisekosten unter Ausgaben führt.
Ob wir für unserer "Dienstreisen" am sinnvollsten die Bahn, einen
Mietwagen oder das eigene Fahrzeug (Fahrtenbuch!) nutzen, sollte m.E.
unsere unternehmerische Entscheidung sein.
Siehst Du das anders? Deine Formulierungen oben suggerieren das.
PolitPiratNRW schrieb:
... das Sparen und Wirtschaften im Betrieb kann nicht durchMeinst Du wirklich, Leute wie ich achten nicht penibel auf ihre Ausgaben?
steuersparende Gesetzesordnungen ersetzt werden. Hier sind die
Unternehmer eigenverantwortlich gefordert, und müssen mal das Mieten
und Leasen und Geld-Verplempern etwas reduzieren.
Übrigends ...
Wenn nicht, fliegst Du nach wenigen Monaten auf die Klappe, weil die
Liquidität futsch ist - die Einnahmen fließen nämlich Monate später,
als die Ausgaben anfallen.
PolitPiratNRW schrieb:
...Nichts gegen effektive Betriebsprüfungen. Du drehst aber die
stellt sich die Frage, was mit den ganzen Finanzbeamten und Bediensteten
geschehen soll, die dann arbeitslos sind. Hier ist der Ansatz, dass -
wie beim HartzIV-Gesetz - die Prüfer vor Ort erscheinen, und - bei
Verdacht oder nach Stichprobe - die Lage auf die EINDEUTIGEN BEWEISE
prüfen. Insbesondere dann, wenn eine Neugründung des Unternehmens
ansteht.
...
Kann also der EINDEUTIGE BEWEIS geführt werden, dass tatsächlich eine
Ausnahme zur Gewinnminderung geführt hat, dann ist dem auch anstandslos
nachzukommen.
...
Beweispflicht um und unterstellst jedem Unternehmer und Freiberufler erst
einmal, dass er die Gesellschaft bescheissen will. Das sehe ich anders
und ich vermute, dass sich im Umfeld der PIRATEN auch viele freie
IT-Experten tummeln, die sich das auch nicht gerne vorwerfen lassen.
PolitPiratNRW schrieb:
...Dadurch, dass ich erst ein halbes Jahr wieder selbständig bin, habe ich
Die "Scheinselbstständigkeiten" (Gewinn durch Steuerrückzahlung)
bestehen erst mal weiter ...
Beides führt im Übrigen dazu, dass immer weniger Gewerbesteuer in den
Gemeinden und Städten anfällt, und das kann es nicht richtig sein.
...
momentan nur einen Kunden und keine Angestellten. So setze ich mich dem
Verdacht der "Scheinselbständigkeit" aus. Ich hätte überhaupt kein
Problem damit, Beiträge für die allgemeine RV zu zahlen. Bin der
Ansicht, dass da alle Einkommen zu beitragen sollten. Aber warum hängt
das davon ab, ob ich einen oder zwei Kunden habe?
Meines Erachtens gehört der Tatbestand der "Scheinselbständigkeit"
abgeschafft. Damit Selbständigkeit nicht dazu genutzt wird, das
Sozialsystem auszuhebeln gibt es Ansätze:
- Alle Einkommen tragen zur gRV und ggf. zur Finanzierung eines bGE bei
- Equal Pay Prinzip, um Lohndumping zu vermeiden
Das Konstrukt der "Scheinselbständigkeit" verhindert zur Zeit
Gründungen, zwingt Menschen in eine wertvernichtende Abhängigkeit von
Body Leaser Firmen und schränkt ihre berufliche Selbstverwirklichung ein.
Es ist sinnvoll, über ein vereinfachtes Steuersystem nachzudenken. Ich
konnte z.B. die Steuererklärung mit der Einahmen-Überschussrechnung als
freier Berater noch selber machen. Jetzt als GmbH brauche ich einen
Steuerberater. Nicht, weil ich doppelte Buchführung nicht verstünde,
sondern weil ich komplett den Überblick in den ganzen Regelungen
verliere und keine Lust habe, Tage meines Lebens dafür zu investieren.
Mit Deinen Forderungen trägst Du m.E. nicht zu einer sinnvollen
Verschlankung des Steuersystems bei. Du bist vielmehr auf gutem Weg,
einen bürokratischen Kontrollapparat zu schaffen, der unternehmerische
Tätigkeit, besonders von Klienunternehmern und Freien, abwürgt.
Das kann nicht Ziel der PIRATEN sein.
Beste Grüße
Andreas
verhältnisse sinnvoll gewesen? Glaubst Du, dass der anteil der
unternehmer in gleichen verhältnissen zukünftig zunimmt? Bist du in
einem vertreter-verband organisiert?
Sollten wir piraten die scheinselbstständigkeit abschaffen, wenn ja, mit
welchenzielen? Welche folgen sind zu erwarlten?
Bester Gruß
------------------------------
Message: 7
Date: Wed, 02 May 2012 21:35:14 +0000
From: Patrik74<Patrik74 AT news.piratenpartei.de>
To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Reform auf 4Ebenen (+ X )
Message-ID:<312$146558$1335994514 AT news01.piratenpartei.de>
Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed
Andreas1964 schrieb:
Es ist sinnvoll, über ein vereinfachtes Steuersystem nachzudenken. IchGenau mein Meinung.
konnte z.B. die Steuererklärung mit der Einahmen-Überschussrechnung als
freier Berater noch selber machen. Jetzt als GmbH brauche ich einen
Steuerberater. Nicht, weil ich doppelte Buchführung nicht verstünde,
sondern weil ich komplett den Überblick in den ganzen Regelungen
verliere und keine Lust habe, Tage meines Lebens dafür zu investieren.
Mit Deinen Forderungen trägst Du m.E. nicht zu einer sinnvollen
Verschlankung des Steuersystems bei. Du bist vielmehr auf gutem Weg,
einen bürokratischen Kontrollapparat zu schaffen, der unternehmerische
Tätigkeit, besonders von Klienunternehmern und Freien, abwürgt.
Das kann nicht Ziel der PIRATEN sein.
Ich hatte ja schon mehrfach vorgeschlagen sich nur auf das Geld zu
konzentieren, denn das ist es, was am Ende des Tages übrig bleibt,
nachdem alles bezahlt ist, und letztlich ist es auch das Ziel allen
Wirtschaftens Geld zu akkumulieren. Wirtschaftlicher Erfolg misst sich
also letztlich am Cash Flow.
Daher möchte ich mal eine neue Idee in die Arena werfen: Gewinn ist eine
sehr abstrakte Größe, die Konzentration auf diesem rein kalkulierten
Wert wird zum Teil auch als "Voodoo-Ökonomie" bezeichnet - sprich, man
beschäftigt sich mit irgendwelchen Buchwerten statt die realen Vorgänge
zu betrachten. Es gibt in einem Unternehmen wenig konkreters als den Cash
Flow; Geld rein - Geld raus, mehr gibt es dazu nicht zu sagen; wird von
der Differenz ein bestimmter Anteil als Steuer eingezogen, dann bringt
damit auch weniger kleine Unternehmen in Liquiditätsnöte.
Vielleicht ein einfacheres und konkreteres Verfahren als Voodoo-Ökonomie
- außerdem kann man sich beim Cash Flow schlechte armrechnen.
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- [Ag-soziale_marktwirtschaft] FDP kontra freiheitlich, demokratisch Re: Ag-soziale_marktwirtschaft Nachrichtensammlung, Band 17, Eintrag 11, sozialpiraten, 03.05.2012
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