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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Was ist der Sinn der Wirtschaft?

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Was ist der Sinn der Wirtschaft?


Chronologisch Thread 
  • From: milton2011 <milton2011 AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Was ist der Sinn der Wirtschaft?
  • Date: Tue, 21 Feb 2012 11:14:57 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


HumanEconomy schrieb:
Ahoi,

dazu gibt es sogar einen Gesetzestext:
http://www.bayern.landtag.de/cps/rde/xbcr/landtag/dateien/Bayerische_Verfassung_Lesezeichen_BF.pdf

Die Wirtschaftsordnung
Artikel 151 Bindung wirtschaftlicher Tätigkeit an das Gemeinwohl; Grundsatz der Vertragsfreiheit
(1) Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten. (2) Innerhalb dieser Zwecke gilt Vertragsfreiheit nach Maßgabe der Gesetze. Die Freiheit der Entwicklung persönlicher Entschlusskraft und die Freiheit der selbständigen Betätigung des einzelnen in der Wirtschaft wird grundsätzlich anerkannt. Die wirtschaftliche Freiheit des einzelnen findet ihre Grenze in der Rücksicht auf den Nächsten und auf die sittlichen Forderungen des Gemeinwohls. Gemeinschädliche und unsittliche Rechtsgeschäfte, insbesondere alle wirtschaftlichen Ausbeutungsverträge sind rechtswidrig und nichtig.

Es wäre schön, wenn so etwas realpolitisch ernst genommen würde. Ich bin dabei.

Ich gebe jedem recht der behauptet, dass wir keine wirkliche soziale Marktwirtschaft haben. Aber ist das nicht eine Herausforderung für neue Politik, für neue Politiker?


Auch Art. 151 begründet die Freie Marktwirtschaft als Vertragsfreiheit, also den Globalen Freien Markt, der nach Art. 23 nF GG für D der Europäische Binnenmarkt ist.

Wir haben 2 Instrumente in D für eine "Soziale Marktwirtschaft :

1. Das Sozialstaatsgebot des GG nach Art. 1 und 20 GG, das grds. den Familien- und Sozialausgleich postuliert.
Und mit bGE als negative Einkommensteuer von 50 % auf Arbeit und Kapital kann man elegant die Wirtschaft halbvergesellschaften. bGE ist dann Sozialdividende für Alle Bürger.
2. Die Paritätische Mitbestimmung von 1976 überträgt schon heute die 50 % Stimmrechte auf die Arbeitnehmer in Aufsichtsrat und Betriesrat. Das kann man bzgl. Lohnquote im Aufsichtsrat und Lohngefüge im Betriebsrat nutzen.

Wir haben heute nur den Zustand, dass 1 noch nicht eingeführt ist als Zusammenlegung von Steuerfreibetrag und Grundsicherung zu bGE und dass 2 noch nicht auf alle Betriebe ausgedehnt ist.

Nicht zur Sozialen Marktwirtschaft gehören die Sozialversicherungen, das sind Körperschaften Öffentlichen Rechtes, also 0-Profit-Unternehmen. Es sind Versicherungen wie alle anderen Versicherungen auch, sie finanzieren sich aus Beiträgen, die einen Leistungsanspruch begründen.




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