Zum Inhalt springen.
Sympa Menü

ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Slogan: Armut verhindern, nicht Reichtum, - aber:

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

Listenarchiv

Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Slogan: Armut verhindern, nicht Reichtum, - aber:


Chronologisch Thread 
  • From: Christian Seiler <Christian+Seiler AT news.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Slogan: Armut verhindern, nicht Reichtum, - aber:
  • Date: Sat, 18 Feb 2012 18:29:06 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver


sozialpiraten schrieb:
Geld wurde erfunden, um Waren und Fähigkeiten austauschen zu können.
Wir haben eine Geldmenge, - d.h:
Wer Armut verhindern will, muss eine ungezügelte Anhäufung von Reichtum verhindern.
Die Gesellschaft braucht: Existenzsichernde Minimallöhne - aber auch Maximallöhne.

Christian Seiler schrieb: #

kaktus7 schrieb:
*Fragst du, wie man an Kohle kommt, dabei gerecht ist und der Wirtschaft nicht schadet?*

Früher gab es mal eine soziale Marktirtschaft. Das hat sich z.B. so geäußert, dass keine Leute entlassen wurden, um Gewinne zu steigern. Das war unausgesprochener Konsens. Sich anders zu verhalten galt einfach als unfein.
Heute ist das völlig üblich. Zur Begründung wird von Shareholder-Value geschwafelt und von Verantwortung gegenüber den Aktionäre oder gar vom Diktat der Märkte. All das ist Blödsinn (Aktionäre und Märkte gab es früher auch), es handelt sich schlicht um Gier! Und Gier ist gesellschaftsfähig geworden.
Einen Wertewandel kann man nicht per Gesetz verordnen.

Aber es gibt durchaus Möglichkeiten. Eine ist die sogen. *Robotersteuer*, die es, glaube ich, schon irgendwo gibt.
Das bedeutet, wenn ein Roboter die Arbeit von Menschen verrichtet, also Werte schafft, wird für die verlorenen Arbeitsplätze eine Steuer erhoben. Wenn mit der Anschaffung des Roboters kene Arbeitsplätze verloren gehen, entfällt diese Steuer. Das ist natürlich nur Flickwerk.

Man muss halt grundsätzlich überlegen, wo es langgehen soll.
Der in D. geschaffene Wert steigt. Dazu sind immer weniger Menschen nötig.
Wie kann man denn allen ernstes in der Piratenpartei sein und so eine Aussage tätigen?????????

Das ist die gleiche Behauptung die die Musikindustrie aufstellt wenn sie ACTA und SOPA/PIPA durchbringen will.

Technologie/technischer Fortschritt vernichtet keine Arbeitsplätze! Auch keine Roboter. Es entsteht höchstens eine geringe kurzfristige Arbeitslosigkeit. Ob ich jetzt einen Roboter einsetze ist ganz eifnach eine Kostenentscheidung.

Technischer Fortschritt ist mithin die einzige Quelle des langfristigen Wachstums (Hierzu bitte das Solow Modell konsultieren).

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist rein institutionell. Zum Teil ist sie gewollt (aus Versicherungstechnischen Gründen), zum anderen Teil ist sie einfach die Folge von Interessensgruppen (Insider-Outsider Problematik von Gewerkschaften). Da wir in der echten Welt leben ist immer mit einer gewissen Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die Hohe in Deutschland lässt sich leicht mit Effizienzlöhnen, Mindestlöhnen, Hartz IV und Gewerkschaftslöhnen erklären. Hinzu kommt die nicht perfekte Mobilität. Ob man eine erhöhte Arbeitslosigkeit mit einer allgemeinen Arbeitslosenversicherung rechtfertigen will ist eine ganz andere Frage. Ich mache an diesem Punkt nur die Aussage dass man immer den Trade-off einer politischen Entscheidung beachten soll und nicht so ideologisch argumentieren darf.

Verstehe nicht, was das mit meinem Beitrag zu tun hat, noch verstehe ich die Zusammenhänge zwischen Geld an sich und Mindestlohn und Höchstlohn nicht die du aufstellst.






Archiv bereitgestellt durch MHonArc 2.6.19.

Seitenanfang