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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Rente mit 50, 60, 70 oder 80?

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

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Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Rente mit 50, 60, 70 oder 80?


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Rente mit 50, 60, 70 oder 80?
  • Date: Sat, 29 Oct 2011 17:11:46 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: http://twitter.com/aloa5

Niemand zwingt jemanden in den Ruhestand. Zumindest selten - in manchen Berufen gibt es Altersgrenzen, so bei Piloten und auch wenn man es nicht glaubt i.d.R. bei Geschäftsführern (und zwar indirekt über Basel II Kreditrichtlinien) usw..

Bei schwerer körperlicher Arbeit altert der Körper (erheblich) schneller. Das Problem ist, das man das schlecht in eine Formel packen und Übergänge ermöglichen kann. Es gibt Altersteilzeit-Regelungen welche in diese Richtung gehen. Aber das gibt es nur in größeren Firmen.

Bleibt m.E. (im Endeffekt) nur anderes. Man könnte beispielsweise eine sehr niedrige Grundrente optional relativ früh auszahlen. Das könnte erleichtern wenn man freiwillig ein paar Stunden weniger arbeiten gehen möchte.

--> Aber auch das ist nur möglich wenn es volkswirtschaftlich tragbar ist. Das Problem dabei ist eben die sog. "Gerechtigkeit". Zahlt man es allen aus kann ja ein nicht wünschenswerter Effekt auftreten (Ein "BGE-Effekt" wenn man so will). Sehr gut verdienende Bürokräfte welchen es monetär wie körperlich gut geht könnten sich Teilzeit verabschieden. Sie könnten sich Einnahme-Einbußen locker im Gegenzug für eine niedrige Grundrente ab 50 leisten. Das würde BIP kosten, bzw. Leistung abziehen.
Auf der anderen Seite wären weniger verdienende aber körperlich ungleich stärker beanspruchte Menschen nicht in der Lage eine Einbuße hinzunehmen - auch und gerade wenn es mehrere Anwärter auf einen Job geben würde. Denn dann könnte der Wunsch des Rückzuges umgehend eine Kündigung und damit den Verlust der kompletten Einnahme nach sich ziehen (so man überhaupt auf einen Teil verzichten könnte).


Ohne eine Gesundheitsprüfung geht es also vermutlich nicht - und mit vielleicht auch nicht. Und wie eine solche Prüfung "gerecht" stattfinden könnte ist vermutlich auch eher unklar.

Ich halte daher für die sicherste Variante wenn man ab einem Alter von XY Anspruch auf eine Grundrente hat. Dieses Alter darf nicht zu spät sein und es darf kein Ausschluß-Kriterium für eine Arbeitsstelle bilden.

Man könnte als kleines Praxis-Projekt versuchen was geschähe wenn man einmal einer Gruppe von Bürgern (querbeet) ab 60 Jahren o.ä. 200 Euro Grundrente auszahlt.


Grüße
Otmar




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