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ag-soziale_marktwirtschaft - Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Arbeitszeiten, Arbeitslose und Wohlstand - BRD/DDR

ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft

Listenarchiv

Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Arbeitszeiten, Arbeitslose und Wohlstand - BRD/DDR


Chronologisch Thread 
  • From: aloa5 <aloa5 AT news01.piratenpartei.de>
  • To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Arbeitszeiten, Arbeitslose und Wohlstand - BRD/DDR
  • Date: Sat, 19 Feb 2011 07:37:09 +0000
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
  • List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver



blackdrag schrieb:
> Ich finde Abbildung 10 in
> http://www.econstor.eu/bitstream/10419/26681/1/511545924.PDF
> interessant. Danach liegt 2004 die effektive Jahresarbeitszeit über
> 1700 bei Männern und über 1600 bei Frauen. Im vergleich zu 1992 ist
> das gleich bis leicht höher. Auf Seite 21 (vor der Abbilund ist zu
> lesen: """

> Insgesamt leisteten die beschäftigten Arbeitnehmer in Deutschland 2004
> ein Arbeitsvolumen von 47,1 Mrd. Stunden, das sind 9,1 Prozent weniger
> als noch 1991 (51,8 Mrd. Stunden). Der Rückgang ist vor allem auf die
> sinkende Vollzeitbeschäftigung zurückzuführen. Denn das abnehmende
> Vollzeitarbeitsvolumen wurde nur zum Teil durch die Zunahme beim
> Teilzeitarbeitsvolumen kompensiert.

> """

Das Zahlen der IAB sind mir etwas schleierhaft.
Das stat. Taschenbuch 2009 gibt es hier:
http://www.bmas.de/portal/38586/statistisches__taschenbuch__2009.html
Daraus das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen:
http://www.bmas.de/portal/38404/property=document/stb__2009__4__8.xls

Es zeigt andere Werte bei den Stundenzahlen, nämlich 59,79Mrd anno 1991
und 56,05Mrd/h für 2004. Ich könnte mir nur vorstellen das bei der IAB
die "tatsächliche Jahresrbeitszeit" (so die Terminologie auf Seite 20)
genommen wurde und dabei z.B. Urlaubs- und Kranktage abgezogen sind, was
womöglich bei der anderen Statistik nicht der Fall ist.



> Insgesamt kann man sicherlich sagen, dass durch das vermehrte Auftreten
> von Teilzeitarbeit so mancher Arbeitsplatz weiter optimiert wurde und
> daraus mehrere Teilarbeitsplätze wurden, die aber in der Summe nicht
> die Stundenanzahl erreichen wie der Vollzeitarbeitsplatz zuvor.

Ja, da die IAB eben 1991 als Bezugspunkt nimmt lässt sich gut vorstellen
das im Osten wenig ausgelastete oder nicht durchindustrialisierte
Vollzeitstellen gestrichen wurden welche im Westen von einer
Teilzeitkraft+Maschine übernommen werden konnte. Der Rückgang hat ja
zwischen 1991 und 1993 stattgefunden.




Aber wir drei sind uns anscheinend prinzipiell einig das man (auch oder
vor allem) über den Binnenmarkt das Gleichgewicht bei
Unterbeschäftigung beseitigen oder abmildern kann -- bzw. das ein
solches /existiert/ und mit durch die Einheit induziert wurde. Das ist
schon einmal ein Schritt nach vorne. Womöglich kann man das einmal in
ein Papier packen.


Grüße
Otmar





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