ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei
Listenarchiv
- From: Semon <semon3496 AT arcor.de>
- To: AG Liquid Democracy <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [AG Liquid Democracy] E-Voting
- Date: Wed, 29 Feb 2012 22:50:29 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
- List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
Veröffentlichung eines E-Mail Austauschs mit Ben. Hallo Ben,
Am 26.02.2012 20:24, schrieb Ben Hi! Am Sonntag, den 26.02.2012, 08:58 +0100 schrieb Semon Am 23.02.2012 07:14, schrieb BenIch kann mich aber nicht daran erinnern, dass ein formaler Beweis geführt wurde, dass jeglicher Einsatz von Elektronik jegliche Wahl verbietet (und ich würde wetten, dass es einfacher ist einen Beweis zu führen, dass so ein Beweis nicht durchführbar ist ;--)).Da weicht die Erinnerung von einigen Piraten allerdings signifikant ab :-) na dann frag sie doch mal, wo es einen Beweis geben soll, dass der Einsatz von Elektronik eine Wahl unmöglich macht. Die bloße Existenz von Liquid Feedback zeigt ja schon, dass elektronische Wahlen möglich sind. Jede Doodle-Abstimmung ist ein weiteres Beispiel, dass man elektronisch über irgend etwas abstimmen kann. Ich denke mal, dass sich die Erinnerung der Piraten auf das Urteil des BVerfG bezieht, was auch kommentiert wurde: https://www.ccc.de/de/updates/2009/wahlcomputer-urteil-bverfg Das gilt aber natürlich nicht für Wahlen innerhalb einer Partei und hier habt ihr doch ohnehin schon Liquid Feedback.Liquid Feedback (LQFB) ist aktuell nicht als echte Wahlplattform im Einsatz, d.h. Entscheidungen dort haben keine Verbindlichkeit. Insbesondere beschränkt sich LQFB auf offen Abstimmungen. Die angestrebte Plattform sollte für tatsächliche Entscheidungen innerhalb der Partei geeignet sein (im Sinne einer Ständigen Mitgliederversammlung), d.h. die Plattform sollte u.a. die von Dir in deinem Vortrag genannten Eigenschaften erfüllen:
(zur Überprüfung der Wahlen). Jeder Teilnehmer muss damit einverstanden sein. Mitglieder die nicht damit einverstanden sind, nutzen halt LQFB nicht. Die verwendete Pseudonym-Lösung hat auch so ihre Probleme: Semon/Abstimmungsverfahren#Pseudonyme_Abstimmung Also ist da noch einiges zu tun. Nach einem Beweis habe ich schon gefragt, aber dann wir nur auf den CCC und die Wahlcomputer-Sache verwiesen. Außerdem wird die Alles-muss-öffentlich-sein-Fraktion einem Beweis für geheime Abstimmungen auch nicht zuhören, solange man ihr das "Der CCC hat bewiesen"-Argument nicht aus der Hand nimmt. Darf ich dich mit dieser Aussage zitieren ? du darfst natürlich, allerdings nützt es doch nicht, wenn du sagst „ich kenne jemanden, der sich nicht an eine Argumentation erinnern kann, die jegliche Wahlen…“ oder was meinst du?Naja, zum einen würde "Dr. Ben ..." zitieren ;-) Davon abgesehen: Die Menge machts - ich werde natürlich versuchen so viele Zitate wie möglich zu sammeln. Genau. Es geht "NUR" darum. Teilweise habe ich das Gefühl, den Papst von Kondomen zu überzeugen wäre einfacher :-) ich versteh dich nicht ganz, ich dachte ihr benutzt schon Liquid Feedback und habt schon elektronische Wahlen. Da stellt sich doch gar nicht die Frage ob elektronische Wahlen eingesetzt werden sollen oder nicht, wenn ihr es aktuell schon macht. Man kann doch nur noch am System drehen und sagen: Wenn wir sowieso schon elektronische Wahlen einsetzen verbessern wir doch eine Eigenschaft (z.B. Anonymität+Überprüfbarkeit) zu Lasten von anderen Eigenschaften (z.B. Einfachheit+Benutzbarkeit)Wie schon gesagt: Was wir haben sind "Elektronische Umfragen". Für elektronische Wahlen müssten wir das in der Satzung verankern und damit den Beschlüssen auch bindenden Charakter verleihen. Davon abgesehen hast du Recht, aber alles was nur nach Wahlcomputer riecht, wird teilweise in der Partei mit großer Inbrunst verurteilt. Die Kernaussage ist meist: Nur wenn alles komplett öffentlich ist, darf man das Internet für Abstimmungen nützen. Die durch offene Abstimmungen und Speicherung des Abstimmungsverhaltens verursachten Probleme werden negiert. Zitat: "Es gibt im übrigen keinerlei Grund, warum Sachabstimmungen nicht offen und öffentlich realisiert werden sollten." Falls du dich für Details der Diskussion interessierst, ich habe da eine Art Chronik erstellt: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Liquid_Democracy/Was_bisher_geschah Gruß Semon |
- [AG Liquid Democracy] E-Voting, Semon, 29.02.2012
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