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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Vorschlag zum weiteren Vorgehen: Arbeitsteilung

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Vorschlag zum weiteren Vorgehen: Arbeitsteilung


Chronologisch Thread 
  • From: Richard Grüll <richard AT gruell.net>
  • To: "'Liquid Democracy in der Piratenpartei'" <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Vorschlag zum weiteren Vorgehen: Arbeitsteilung
  • Date: Wed, 18 Jan 2012 11:07:44 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: Home

Hallo zusammen,

 

das Prinzip „Transparenz“ war vor drei Monaten für mich die Haupttriebfeder in die Piratenpartei einzutreten. Laienhaft nahm ich an, dass LQFB eines der Hauptwerkzeuge dieses Geschehens sei. Mitnichten.

 

Alles was Andreas unter Punkt A) zusammengefasst hat, kann ich Wort für Wort unterschreiben. Als Neuling war ich schon sehr verwirrt, auf wie vielen Informationssträngen ich mich tummeln musste um im Bilde zu sein.

Positiv überraschend für mich war die überwiegend sachlich fundierte und engagierte Diskussionskultur in den diversen Mumble Räumen.

 

Die Aufteilung von AKs und AGs nach regionalen Grenzen halte ich auch nicht für zielführend. Es gibt nur wenige Themen die besser regional abgehandelt werden sollten, ÖPNV z. B.. Bund-, Europa- oder Weltweite Themen können besser im großen Kreis erarbeitet werden. Wenn Teilnehmerzahl zu groß, dann lieber die Themen aufsplitten.

 

Eine Plattform in der sowohl informiert und diskutiert, als auch abgestimmt werden kann, das wäre der Hit.

Damit hätten wir unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal im politischen Gefüge und – hoffentlich – schnelle und hochwertige Aussagen zur Entscheidungsfindung.

 

Fertigmachen zum Ändern!

Ahoi

 

Seidenpirat RichardG

 

Von: ag-liquid-democracy-bounces AT lists.piratenpartei.de [mailto:ag-liquid-democracy-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag von Andreas Veltens
Gesendet: Mittwoch, 18. Januar 2012 00:26
An: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei
Betreff: [AG Liquid Democracy] Vorschlag zum weiteren Vorgehen: Arbeitsteilung

 

Hallo  zusammen,

nach meiner Erfahrung in der AG Demokratie würde ich jetzt mal folgenden Vorschlag machen, um effektiv(er) zu Ergebnissen zu kommen:

1. Identifikation von zentralen Problemen & Herausforderungen
2. Arbeitsteilung anhand dieser Probleme (neue Räume für die Probleme um Info-Overkill in der Liste zu vermeiden, z.B. ein Forum)
3. (Vorstellung der Ergebnisse im Gesamtplenum?)

Es geht mir jetzt nicht um konkrete Verbesserungen an LQFB, sondern um eine allgemeinere Betrachtung des Ganzen.
Zu Punkt 1 würd ich dann gleich mal was in den Raum werfen:

A: Grundsätzliche Richtung der Entwicklung: Diskussionen unter Piraten transparent einbinden

Ich glaube dass ein großer Teil der Piraten gerne eine offene Diskussionsplattform hätte (siehe die "Soziokratie"-Diskussion in der AG Demokratie bzw. die AG Meinungsfindungstool), und LQFB diesbezüglich den Anforderungen nicht gerecht wird. In erster Linie, weil es überhaupt keine Diskussionsräume gibt, weder bei den Initiativen, noch bei den Anregungen. Mit Diskussionsraum meine ich die Möglichkeit, unverbindlich und unkompliziert seine Meinung zu irgendwas rauszuhauen (und Feedback zu bekommen, Stichwort: Interaktivität), und damit insbesondere die Möglichkeit, "nicht-konstruktive" Kritik zu üben (was ich sehr wichtig finde). Ich denke auch, dass das bei Adhocracy sehr viel besser gelöst ist.

Es gibt im Moment den Plan, soweit ich das verstanden habe, dem durch die Entwicklung eines Meinungsfindungstools entgegenzuarbeiten. Ich halte das nicht für sonderlich sinnvoll. Mein Gegenvorschlag wäre die (langfristige) Entwicklung einer Plattform, in der sukzessive aus Diskussionen verschiedene Positionen erarbeitet und diese dann zur Abstimmung gestellt werden, weil ich das wesentlich besser fände, als 17 LQFB- und 17 Meinungsfindungsplattformen, unzähligen Listen, Foren, Pads und Hinterraum-Diskussionen.

1. Es könnte sehr viel transparenter sein (sollte evident sein)
2. Es erleichtert den nicht so Technikbegabten unter uns, sehr viel leichter zu partizipieren, weil es eine zentrale, übersichtliche Anlaufstelle gäbe
3. Im Moment läuft unsere Arbeitsteilung oft nicht anhand der Themen und ihrer themenspezifischen Vertiefungen, sondern entlang regionaler Grenzen. Man hat keine Ahnung, wer wo auf welchen Listen gerade zu den gleichen Dingen arbeitet, während man selbst im eigenen Landesverband zu dem eigenen (ganz speziellen) Aspekt keinen findet, den's interessiert. Listen machen einen ob ihrer Unorganisiertheit (bzw. dem Overkill an Infos die einen nicht interessieren) kirre, Foren werden nicht genutzt... Kurz: Mit einer attraktiven Plattform würde Arbeitskraft  gebündelt, die Gesamtproduktivität erhöht.

Natürlich muss Transparenz einer der Grundpfeiler dieser Plattform sein, außerdem läuft das Ganze natürlich nicht Top-Down, sondern indem es so attraktiv gemacht wird, das alle Konkurrenzräume freiwillig verlassen werden. Was meint ihr dazu?


B: Theoretische Grundlagen der Technikgenese explizieren
 
Viele Entscheidungen, die Programmierer einer Meinungsbildungs- oder Entscheidungsplattform treffen, sind hoch politisch. Wir müssen in der Lage sein, diesen technischen Eingriffen einige Prämissen vorauszusetzen, an denen sich die weitere Entwicklung orientieren sollte. Dazu fällt mir ein:

1. Code is law -- aber was ist unsere Verfassung?
1.1. Reflexionen über Vor- und Nachteile von Ordnungssystemen (Themenbereiche (gesetzt) vs. Tags (emergent)); wer definiert Kategorien, wer darf weshalb Sprecher sein, wenn Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist?,
1.2. Wollen wir überhaupt das Delegationssystem wie es jetzt ist? Wie gehen wir mit (einer enormen Konzentration von) Macht um?
1.3. An was soll sich die Entscheidungsfindung orientieren? (dazu kam mal über die Liste der Vorschlag, das Ganze zu entschleunigen, indem man z.B. nur alle 2 Wochen Abstimmungen durchführt -- find ich sehr sinnvoll)

2. Möglichst neutrale Prüfung, auf welcher bestehenden Plattform unsere theoretischen Anforderungen am besten erfüllt werden können und wo man weiter entwickelt (LQFB/Adhocracy)

3. Wieviele Ressourcen können und wollen wir für die Entwicklung von Liquid Democracy mobilisieren?
3.1. ProgrammiererInnen einstellen
3.2. Externe ExpertInnen heranziehen (Usability, Entwicklung einer mobile App etc.)


Soweit erstmal meine Ideen für Themen, über die wir sprechen sollten.
Viele Grüße,

Andreas




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