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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Fw: [PPH]Neues Tool zur Unterstützung eines transparenten, basisdemokratischen Meinungsbildungsprozesses

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Fw: [PPH]Neues Tool zur Unterstützung eines transparenten, basisdemokratischen Meinungsbildungsprozesses


Chronologisch Thread 
  • From: "Marc" <marc AT merkstduwas.de>
  • To: "LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei" <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>, "Mailingliste Piraten LV Hessen" <liste AT piratenpartei-hessen.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Fw: [PPH]Neues Tool zur Unterstützung eines transparenten, basisdemokratischen Meinungsbildungsprozesses
  • Date: Mon, 31 Oct 2011 14:55:47 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>
  • Organization: merkst Du was?

Ahoi,

Bernd schrieb:

Mir - und anderen - fehlt die Nachvollziehbarkeit in der innerparteilichen
Meinungsbildung.

Willst du genauer wissen, a) wie jemand zu seiner Meinung kam oder b) wie Partei-Aussagen aus den Meinungen (der Mitglieder/Amtsträger) entstanden sind?

Eher b). Bzw. wie das Meinungsbild in der Partei entstanden ist. Über LQFB wird dieses Meinungsbild abgefragt und der Vorstand kann das bei seiner Beschlussfassung mit einbeziehen. Aber der Prozess der Meinungsbildung, also bevor über LQFB das Meinungsbild erfasst wird, ist chaotisch. Dieser findet in Foren, Mailinglisten, Telkos, Stammtischen und Hinterzimmern statt.

"Nachvollziehbar" heisst ja (vgl. auch die Diskussion bei Liquit) ggf. vor allem: "Beweisbar".

Hm, ich würde hier andere Worte wählen. "Beweisbar" ist in meinen Augen nicht unbedingt ein piratiger Begriff. Ich würde eher "Reproduzierbar" sagen ;o)
Ich wäre gerne in der Lage, einen Entscheidungsprozess rückverfolgen zu können.

Hiesse dann, wenn jemand seine Haltung ändert, oder anders stimmt als es vorher in den nachlesbaren Diskussionen vermuten liess, dann müsste man diesen "Wechsel" oder (scheinbare) Inkonsistenz ihn zwingen, noch einmal explizit zu erklären.

Grundsätzlich sollte jeder, der an der Meinungsbildung mitwirkt und Bewertungen abgibt diese begründen müssen. Im Sinne der Transparenz ginge dies nicht anonym. Kommentare hingegen, könnten durchaus auch anonym abgegeben werden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass das kaum funktioniert, denn niemand gibt (von sich aus) gerne zu, dass er seine Meinung änderte (u.a. weil das impliziert, das die neue Position vll auch nicht so nachhaltig ist, usw.).

Puh, das mag allgemein richtig sein, ich empfinde das aber als ziemlich 'Old School'. Pirat sein bedeutet für mich gemeinsam zu lernen und zu wachsen. Wer es sich da leisten möchte auf verlorenem Posten zu verharren bekommt meines Erachtens grundsätzliche Probleme in der Partei, oder?

Also, mMn bringt es nichts, diesen Positionswechseln nachzuspüren.
Aber vll meinst du mit "Nachvollziehbarkeit" ja etwas anderes.

Hab's versucht oben im Text zu detailieren ;o)

Gerade nicht Experten oder Neueinsteiger haben eine extrem hohe Hürde zu
nehmen, um den Diskussionen folgen zu können.

Das klingt ganz anders, demnach ginge es mehr um Übersichtlichkeit.

Ja, auch Übersichtlichkeit gehört für mich zur Transparenz dazu. Momentan mag jede Information über die Piraten auf den Internetseiten der Partei verfügbar sein, transparent ist sie dadurch in meinen Augen jedoch noch lange nicht. Dazu gehören auch Übersichtlichkeit und Reproduzierbarkeit. Also könnte ich vielleicht für mich die Formel aufstellen: Transparenz = Umfassende Information + Übersichtlichkeit + Reproduzierbarkeit. Aber da gibt es bestimmt schon bessere Definitionen, die ich nur noch nicht gefunden habe (vielleicht aufgrund mangelnder Übersichtlichkeit)

Auch gibt es viele verschiedene
Angebote - was per se gut ist - die aber nicht zu einer gemeinsamen Ideen-,
Informations-, Wissens- und Meinungssammlung zusammengeführt werden.

So isses.
Das zu vermindern würde aber bedeuten: Sortierung, Zentralisierung der Medien.

Jepp - aber mir schwebt dabei eine Konzentration der Information in einem dynamischen Prozess durch die Teilnehmer/Nutzer vor. Wie das genau von statten gehen kann, gilt es noch zu definieren.

.. Aber es wird einem immer schwer fallen den Konsens aus diesen
Diskursen zu extrahieren. Hier unterstützt der Consenser elementar.

Nur wenn die Organisation sich entsprechend ändert - aber das tut sie sicher nicht allein durch ein Tool.
Es ist immer schon - in der PP und in anderen Organisationen - das Problem (gewesen), die Tools zu zentralisieren, anders gesagt, Freiheit (welche Tools benutzt werden) und Übersichtlichkeit gehen nicht gleichzeitig. Was ist dir wichtiger?

Im Endeffekt befriedigen Tools persönliche Vorlieben - Information, Übersicht, Reproduzierbarkeit und Konsens hingegen sind mMn elementar!

Bei Liquit sah dann die "Lösung" so aus, dass mit allen möglichen Machtspielchen und intransparenten Strukturen ein Tool durchgedrückt wurde, nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel".

Meinst Du mit "Liquid" jetzt LQFB? Die Idee ist gut und richtig! Über die Umsetzung kann ich nix sagen...

... So könnte am Ende ein zentrales Kommunikations-,
Ideen-, Informations-, Wissens- und Meinungsportal entstehen, welches
schlußendlich auch den Bürger vollständig in den Meinungsbildungsprozess mit
integrieren könnte. ...

Wenn der Bürger daran interessiert wäre... - das ist aber stark schwankend, siehe der Berliner Wahlerfolg, der IMO beruht auf "Wir sind harmlos und wissen es alles nicht so genau".
Siehe auch die tendenziell weiter abnehmende Wahlbeteiligung.

Naja, mit dieser Argumentation könnte ich dann ja gleich meine Sachen packen und gehen.

Kann die 'AG Liquid Democracy' hier unterstützen?

Die AG ist keine Organisation, sondern - AFAIK - nur eine Liste, also Arbeitsleistung kann man von hier kaum erwarten. Du müsstest dir einzelne Mitstreiter für das Projekt "Consenser für Piraten evaluieren" zusammensuchen und organisieren.

Gut, dann formuliere ich um und Frage: "Passt das Thema auf die Liste 'AG Liquid Democracy' und gibt es Interessenten für eine gemeinsame Projektgruppe?"

Gruß / Bernd

Danke Bernd.

Cheers
Marc




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