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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

Listenarchiv

Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?


Chronologisch Thread 
  • From: Alex Morlang <alx AT dd19.de>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Alternative zu LF?
  • Date: Tue, 17 Aug 2010 22:44:06 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>


Am 17.08.2010 um 18:11 schrieb bvdb_pp AT kanka.de:

Hallo Alex,

Adhocracy "hat runde Ecken" ist nett gesagt :-)

Also LF ist ja auch korrekt benutzbar, es sind eher kleine Dinge, etwa ein Feld das heisst "Name", wo man erstmal an den Benutzernamen denkt, gemeint ist aber der Name der Initiative. Bei Adhocrcy gibt es pro Feld dagegen eine Infobox, die aufklappt und da steht dann etwa "Name bzw. Titel Ihres Vorschlags".
So etwas lernt man ja noch schnell, wenn man öfter eigene Vorschläge einreicht, aber schwieriger fand ich dann die Sache mit dem "Soll nicht", "kann nicht" usw. - da wäre ein Satz "Ich würde diesen Vorschlag unterstützen, wenn er meine u.g. Anregung aufnehmen würde." schon notwendig.


sicher eine gute idee, hast du sie schon unter http://trac.public-software-group.org/projects/lf eingebracht?

Den Piraten wurde dann ja nahegelegt, eine Schulung zu besuchen, wo solches dann erklärt wurde - was bei einer Partei, deren Anhänger eher als jung und IT-affin gelten, und in Zeiten, wo eigentlich alle Internet-Anwendungen selbsterklärend angelegt sind, schon etwas erstaunt.


Mich nicht, es geht ja nicht nur um die Software, auch um die Prozesse.

Ich zumindest kann mir nicht vorstellen, das man die Prozesse im Abgeordnetenhaus ohne Einweisung versteht.

Oder, um es mit anderen Worten zu erklären: Demokratische Meinungs und Willensbildung wird auch durch Software nicht selbsterklärend, in den Schulungen wird ja auch mehr als nur das klicken erklärt.

Schade, das du selbst nie an einer teilgenommen hast.

Bei ERP-Projekten in der Industrie hat man teils argumentiert "Wer die Schulung nicht besucht, der will die Software dann wohl auch nicht benutzen, da ist es ganz gut, dass er draußen bleibt."

Aber Bernd, die Industrie ist doch nicht unser vorbild.

Ob diese Logik in Unternehmen greift, sei mal dahingestellt, aber bei "Irgendwas-Demokratie" geht es ja tendenziell um eine Vielzahl von Menschen, die man erreichen will. Es kann doch darum gehen, eine Art "Society Ressource Planning - SRP" Software zu etablieren, die praktisch ein Eigenleben entwickelt.


Erstaunlicherweise beschreibst du jetzt Liquidizer, nicht LiquidFeedback. Und, ja, warum nicht, warum nicht den Bürgerhaushalt für den Bürger zugänglicher machen.

Die SPD kämpft ja entschieden dagegen, ich halte einen liquid Bürgerhaushalt dagegen für ein interessantes Thema. Allerdings ist LF dafür nicht geeignet.

Was bei der Piratenpartei passiert ist daher vielleicht auch die gegenteilige Botschaft: Dass es durchaus erwünscht ist, "die Reihen zu schließen", also eine Subkultur zu bedienen bzw. auszudrücken.

Vielleicht. Vielleicht war die Mondlandung gefaked. Lass uns doch einfach bei den Tatsachen bleiben.

Ob diese Subkultur dann die angepeilten "6 Prozent" (Maha) bei der Berliner Wahl nächstes Jahr aufbringt, das wird noch spannend.


6.2% in Friedrichshain ;)

Gruß / Bernd

Alex



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