ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Mailingliste der AG Landwirtschaft
Listenarchiv
- From: Ingo Bläser <ingo.blaeser AT metazoa.de>
- To: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Ag-landwirtschaft] Agrarsubventionen vs. EEG für Biogas-Bauern
- Date: Fri, 5 Oct 2012 14:05:17 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-landwirtschaft>
- List-id: <ag-landwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
Hallo zusammen,
abgesehen davon, dass wir das Thema Biogas ja erst noch bearbeiten ist in der EEG-Novelle ja jetzt schon neue Anforderungen an die Wärmequote verankert, wodurch der monströsen Dimensionierung von Anlagen zur Stromerzeugung ein Riegel vorgeschoben werden soll.
http://www.biomasse-nutzung.de/verabschiedung-der-eeg-novelle-2012-%E2%80%93-ruckschlag-fur-die-branche-der-bioenergie-in-deutschland/
Wenn (nach zwei Jahren) 60% der Abwärme aus der Anlage genutzt werden MUSS und 75% der entstehenden Energie Wärmeenergie ist, kann die Anlage nicht mehr nur auf Stromproduktion ausgelegt werden.
Oder habe ich da die EEG-Novelle falsch verstanden?
Viele Grüße
Ingo
Am 05.10.2012 um 13:06 schrieb manfredo-willich AT arcor.de:
Hallo Det und alle anderen So ist es richtig, alle Energieproduzierenden Betriebe, speisen diesen Strom als seperate Gewerbebetriebe ein, somit haben diese eigentlich nicht viel mit dem eigentlichen ldw. Betrieb zu tun. Selbst die Wildschadensregulierung wird unterschiedlich durchgeführt ob Silomais für Kühe oder im Prinzip als gleicher Aufwuchs zur Fütterung von Biogasanlagen.... ist leider oft für den Jagdherrn oft nicht nachweisbar, für wen oder was dieser Silomais angebaut wurde und im Schadensfall wirklich genutzt wird.. wenn es nach meiner persönlichen Meinung gehen würde, wären Biogasanlagen tabu... es kann nicht sein, das ein Liter (bzw.kg) Milch zu preisen produziert werden müssen, wo man im Verhältnis zur Stromproduktion als Milcherzeuger so scharf kalkulieren muss um keinen negativen Gewinn zu erzielen. Teilweise können diese Betriebe preislich nicht mithalten wenn Biogasanlagenbetreiber als potenzielle Käufer vor Ort sind...
Anbei, möchte ich an dieser Stelle noch anmerken, das ich am Montag zuerst auf einer Feuerwehr-Übung muss, und somit vermutlich erst sehr spät der Mumblesitzung beiwohnen kann.... Gruss Manfred..
----- Original Nachricht ----
Von: Detmar Kleensang <detmar AT gmx.de>
An: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Datum: 05.10.2012 12:08
Betreff: Re: [Ag-landwirtschaft]
Agrarsubventionen vs. EEG für Biogas-Bauern
Moin!
Ich meine auch, das lässt sich aus unserem Antrag herauslesen.
Wir können aber definitiv nicht jeden Einzel- und Sonderfall mit einem
Antrag abklären. Da würde man beim Lesen ja bescheuert werden. Wer würde
solch einem Monsterantrag auch noch zustimmen?
Ich finde, wir haben da schon eine relativ gute Vorgabe gemacht, die in der
Ausführung später genügend Spielraum hergeben dürfte. Alles andere sollten
wir über weitere und über Ergänzungsanträge abdecken.
Wem es nicht schnell und eindeutig genug geht mit der Biogasproblematik, dem
schlage ich eine etwas fiese rechtliche Neudefinition vor, als seraraten
Antrag zu verfassen:
Alles, was unter EEG läuft in der Landwirtschaft ist genau genommen und
rechtlich gesehen keine landwirtschaftliche Sparte, sondern Gewerbe! Ob nun
Biogas oder Solar- und Windkraftanlagen, die laufen alle als eigenes Gewerbe
neben dem landwirtschaftlichen Betrieb. So weit mir bekannt jedenfalls.
Nun könnte man ja ganz frech sagen, bis zum Auslaufen aller Subventionen,
also in der Übergangsphase, sollen die noch bewilligten Subventionen
ausschliesslich an landwirtschaftliche Betriebe gehen. Gewerbebetriebe
werden ausgenommen. Zack, hätte man Biogasanlagen und allen anderen
Gewerbeanlagen den Hahn zugedreht.
Auch wäre das als Hemmschuh geeignet, die Landwirtschaft als solche sich
immer weiter in Gewerbegrößen entwickeln zu lassen. Und die Größenordnungen,
ab wann eine Landwirtschaft gewerblich wird, sind ja bekannt und bereits
gesetzt.
Der Aufschrei würde allerdings gewaltig werden...
Gruß, Detmar
Am 05.10.2012 um 11:09 schrieb Michael Schaber:
Hallo Michael,Subvention für die Landwirtschaft. Daher müssten diese
Die Mindestvergütungssätze für Biogasanlagen sind eigentlich eine
Mindestvergütungssätze gestrichen werden.
Steckt das nicht indirekt in unserem Antrag??Gegenleistung????
?. Oder sind diese Biogas-Leistungen die Angesprochene
[mailto:ag-landwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag von
Vg maik06
Von: ag-landwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de
peu1999 AT aol.com
Gesendet: Freitag, 5. Oktober 2012 05:46landwirtschaftlichen Betriebe vor den Folgen des plötzlichen Wegfalls der
An: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [Ag-landwirtschaft] Agrarsubventionen vs. EEG für Biogas- Bauern
Führt nicht dieser Antrag :
Ziel ist ein Abbau sämtlicher Agrarsubventionen. Um die
Subventionen zu schützen, sollen diese in der Übergangsphase degressiv
ausgerichtet und ab einer zu bestimmenden einzelbetrieblichen
Auszahlungshöhe gekappt werden.
Bevölkerung sicherstellen....
Begründung
Agrarsubventionen sollten in der Vergangenheit zunächst die Versorgung der
darin enthaltenen Mehreinnahmen wesentlich lukrativer sind, als sich der
aus
https://landwirtschaft.piratenpad.de/39
eher dazu, mehr Landwirte in die Biogas-Produktion zu treiben, wo doch die
Produktion von Nahrungsmitteln hinzugeben :
wollen ??
http://www.buergerinitiative-kreuzkrug.de/Biogasstudie.pdf
Kann mir da mal jemand sagen, wie wir das zukünftig auf die Reihe kriegen
in der Beratung und
Es gibt hier ja große Verfechter der Agrarsubventionskürzung - die jedoch
dem Aufbau von Biogas-Anlagen gewerblich massivst unterwegs sind. Eineweitere Kürzung
von Agrarsubventionen führt aber durch die massive Förderung vonBiogas-Anlagen über
das EEG damit zu einer weiteren Umwidmung von Nahrungs- Agrarflächen inEnergiepflanzen-Flächen.
Biogas-Bauern Stellung beziehen
Gruß
MTechnau
ich erinnere an meinen Vorstoß aus August 2012
Von: peu1999 <peu1999 AT aol.com>
Betreff: Fwd: [Piraten Bremen] Wollen die Piraten zu Agrarsubventionen für
als 75% ihrer Erträge aus Produkten für Biogas und Bio-Sprit erzielen,
Streichung der Agrar-Subventionen für Biogas/Sprit-Bauern !
Wollen sich die Piraten dafür einsetzen, dass alle Sprit-Bauern, die mehr
jegliche Agrar-Förderung/Subventionierung aus dem
Landwirtschaftsministerium und der EU entzogen werden?
zunehmend werden bundesweit landwirtschaftliche Flächen für die Produktion
Landwirtschaftsministerium und EU fördern die Nahrungsmittelproduktion;
von Biogas/Benzin-/Diesel-Ersatz-Kraftstoffe in Monokulturen verwendet.
Gleichzeitig nehmen die Preise für Nahrungsmittel weltweit zu und lassen
gerade in ärmeren Regionen Inflation und Unterversorgung ansteigen !!
Biogas/Benzin-/Diesel-Ersatz-Kraftstoffe aus den Mitteln von
Die Piraten setzen ein Zeichen gegen diese Fehlentwicklung.
Eine Agrar-Förderung verbietet sich daher für die Produktion von
Landwirtschaftsministerium und EU ! Mögliche Fördermittel werden bereits
aus dem Energieministerium bezahlt und treiben die Pachtzahlungen für
landwirtschaftliche Flächen massiv in die Höhe; sie sind jedoch wegen der
Produktion der Grundlagen technischer Produkte in Frage zu stellen.
betriebenen Biogasanlagen damit zu betreiben, beziehen in der Regel
Agrarbauern. die Mais und Raps-Monokulturen anlegen, um die von ihnen
sukzessive alle angrenzenden Landwirte in die Produktion von Biogas- Mais und
Raps mit ein.
abgeschnitten werden und unverarbeitet, direkt in die energetische Gewinnung
Argumentationsvorteile dieser Biogas-Anlagenbetreiber sind:
Ø Weniger Invest, da die Pflanzen mit ihren Fruchtständen
eingebracht werden können, also abmähen und verkaufen ohne die Maiskolben
oder die Raps-Körner zu separieren.
Nahrungsmittelproduktion, Verkauf etc. ?
Ø Unabhängigkeit von Genossenschaften, Großhandel, Silowirtschaft,
ernten und abliefern, so dass der ganze nachgelagerte Verarbeitungsprozessstillgelegt wird.
Überdüngung zur Ertragssteigerung und gentechnisch veränderter Aussaat ist
Ø Der Einsatz von chemischen Keulen zur Schädlingsbekämpfung
völlig unbedenklich, da die landwirtschaftlichen Produkte ja niemals zum
Verzehr verwendet werden, sondern rein zur energetischen Versorgung.
(Die mögliche Kontaminierung der Böden durch nachhaltigen Einsatz chem.Keulen ist dabei äußerst problematisch ? und derzeit nicht anzeigepflichtig,
da es sich ja nicht um verzehrbestimmte Produkte handelt)
Reststoffe (zum Teil hochbelastet mit Fungiziden, Pestiziden und anderen
Ø Die Biogas-Anlagen-Betreiber verpflichten dazu die Bauern, die
Schadstoffen) als Dünger wieder auf ihren Feldern auszubringen, womit eine
unkontrollierte Allokation der hochkonzentrierten Chemikalien erfolgt bei
den Bauern die nur einen Bruchteil ihrer Agrarflächen für die
Biogas-Produktion verwenden.
Industrieanlagen
Ø ?.
Weitere Argumente sind zudem
Ø Die Biogas-Anlagen-Betreiber verpflichten dazudie Bauern, die
Reststoffe als Dünger wieder auf ihren Feldern auszubringen, womit
eine mögliche Überdüngung inkauf genommen wird
Ø Biogasanlagen sind derzeit landwirtschaftliche Produktionsstätten
und unterliegen nicht der Bauordnung, sie sind jedoch wie
zu bewerten und sind von daher einer regionalpolitischen Regionalplanungbetrieben,
mit der Ansiedlung von industriellen Produktionsanlagen zu unterwerfen
Ø Biogas-Anlagen werden zudem meist von den Bauern direkt
damit
die Verwendung von gentechnisch optimierter Saat und Frucht entzieht sich
direkt
einer möglichen Kontrolle, da diese ja ohne Zwischenstellen vom Feld
gentechnisch
in den Biogas-Anlagen verarbeitet werden. Die Verbreitung von
Versämelung,
veränderter Saat kann damit nicht ausgeschlossen werden, da durch
http://www.welt.de/finanzen/article108687017/Warum-unser-Essen-teurer-wird.h
Bestäubung und Vermischung eine Ausbreitung bzw. die Verdrängung herkömm-
licher Pflanzenarten proviziert wird.
vgl. auch http://www.buergerinitiative-kreuzkrug.de/Biogasstudie.pdf
Quellen und Auszüge aus früheren Diskussionen
tml
gesellschaft ...
wenn also die Piraten das thema "agrarsubventionen streichen für
Biogasbauern" forcieren wollen - finden sie sich wieder in guter
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- Re: [Ag-landwirtschaft] Agrarsubventionen vs. EEG für Biogas-Bauern, (fortgesetzt)
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