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ag-landwirtschaft - Re: [Ag-landwirtschaft] WG: Energiewende/Zerstörung von Natur durch Maisanbau/ EEG

ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Subject: Mailingliste der AG Landwirtschaft

List archive

Re: [Ag-landwirtschaft] WG: Energiewende/Zerstörung von Natur durch Maisanbau/ EEG


Chronological Thread 
  • From: "Axel Heidkamp" <axel.heidkamp AT googlemail.com>
  • To: <ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de>, <ag-tierschutz-landwirtschaft AT lists.piraten-nds.de>, <nds-ag-energiepolitik AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [Ag-landwirtschaft] WG: Energiewende/Zerstörung von Natur durch Maisanbau/ EEG
  • Date: Sun, 30 Sep 2012 14:35:08 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-landwirtschaft>
  • List-id: <ag-landwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Sehr geehrte Frau Rudnik,

 

ich verstehe Ihre Sorge, aber schwarz Malerei hilft uns auch nicht weiter.

1.      Der Anbau von Mais, ist auf Grund der nötigen Fruchtfolge, bei der Einhaltung der ordentlichen landwirtschaftlichen Praxis, ein Begrenzender Faktor.

Der Anteil von Mais  an der Ackerfläche liegt bei 10-20 % ,  Regional unterschiedlich. Es ist korrekt, dass gebiete gibt, in den der Maisanbau überzogen ist und diesem muss auch entgegen gewirkt werden.

Gleiches gilt für Gülletransporte/Entsorgung über mehr als 30 km Radius.

2.      Die Einführung der 60 % Grenze zum Füttern einer BGA mit Maissubstrat ist ein Schritt in die richtige Richtung, hätte aber meiner Meinung nach, vom ersten Tag der Einführung des EEG, sein müssen.

3.      Zu überlegen ist, ob es einen Weg gibt, dieses für Anlagen vor 2012 mit einem Stufenplan von ca. drei Jahren nach zu bessern.

(Zur Erreichung diese Zieles, der erweiterten Fruchtfolge, muss vielleicht das EEG um geplant werden.) Dieser Gedankengang erhebt keinen Anspruch auf Umsetzbarkeit.

4.      Die Behauptung, dass im Mais keine Vögel leben, ist falsch. (Ich bitte alle die dieses behaupten, ein Maisfeld zu besuchen, wenn das Ende beim Häckseln oder Dreschen erreicht wird.

Ich sehe dann immer hunderte Vögel aus dem Mais fliegen, von der Maise,  Buchfink, Amsel bis zum Spatz. Ich werde auf Grund Ihres Hinweise versuchen, in Zukunft, die Vogelarten bewusst zu erkennen und eine Liste zu erstellen. Außerdem leben im Mais, Mader, Fuchs, Dachs, Marderhund, Rehe, Damwild, Mäuse, Hamster und vieles mehr, von den Wildscheinen ganz zu schweigen.

5.      Bei den Moorstandorten gebe ich Ihnen Recht, hier sollte MAXIMAL eine intensive Grünlandwirtschaft zugelassen sein.

6.      Aus meiner Sicht ist es jedem, der sich  mit diesem Thema beschäftigt oder/und Entscheidungen fällt, das die Biomasse Nutzung nur begrenz möglich ist.

Streiten kann man sich darüber, ob die Nutzung von 15 oder/bis 20 % möglich und langfristig sinnvoll ist.

Diesen optimalen Punkt gilt es gemeinsam zu erarbeiten. (Dazu gehört wie überall, ein Fachkompetentes Detail-Wissen, über das ich zb. z.Z. noch nicht verfüge).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Axel Heidkamp

 

Von: ag-landwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de [mailto:ag-landwirtschaft-bounces AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag von Pirat Wolfganguss
Gesendet: Freitag, 28. September 2012 10:07
An: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de; ag-tierschutz-landwirtschaft AT lists.piraten-nds.de; nds-ag-eneiirgiepolitik AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [Ag-landwirtschaft] WG: Energiewende/Zerstörung von Natur durch Maisanbau/ EEG

 

Hallo zusammen,

 

das leite ich Euch mal zur Kenntnis weiter.

 

LG

 

Wolfgang

 


Von: Anja Rudnick [mailto:anjarudnick AT web.de]
Gesendet: Donnerstag, 27.
September 2012 21:01
An:
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Betreff: Energiewende/Zerstörung von Natur durch Maisanbau/ EEG

 


Guten Tag, 

ich engagiere mich privat für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und habe in diesem Zusammenhang einige Verantwortungsträger wegen der Folgen der erneuerbaren Energien, der Güllevergasung aus der Massentierhaltung und des monokulturellen Maisanbaus und der damit verbundenen Folgen für unsere Landschaft angeschrieben. 

Anbei die Antwort des Helmholtz Zentrums in Leipzig, die sich sehr im Umfeld der Agrogasentwicklung "tummeln" und meiner Meinung nach den bisher stattfindenden Unsinn angeblich wissenschaftlich fundiert noch weiter fördern. Vielleicht finden Sie Zeit sich die links einmal durchzulesen. Für mich wird deutlich, dass die Menschen, die die Energiewende inhaltlich nach vorn bringen leider nicht in den Landschaften leben, die zukünftig Agrogasgewerbegebiete sein werden. Es mag sich nett anhören, wenn Landschaften für die Natur und Vögel freigehalten und Knickse gepflegt werden. Meine Realität ist, dass für die Natur wichtige Grenzertrags- und Moorflächen, die sehr viel Kohlenstoff speichern, in Maisäcker umgebrochen werden. Auf einem Maisacker habe ich noch nie einen Wiesenvögel gesehen. Insofern mag man da im Büroturm viele Visionen auf dem Papier sehen, die in der Realität meist nur Zerstörung enden. Insofern fände ich es wichtig, dass man diesen Leuten mal eine entsprechende Rückmeldung gibt wo die Reise hingehen wird, wenn man jede Fläche und jeden Stock in der Landschaft in subventionierte Energie umwandeln wird.

mfG

 

 


Sehr geehrte Frau Rudnick,

vielen Dank für Ihre Mail. Bis diese bei mir gelandet ist und ich Rücksprache nehmen konnte, hat es leider etwas gedauert. Bitte um Entschuldigung.
Ihre Mail haben wir an Frau Thrän weitergeleitet, diese hat Sie gelesen und mich aus Zeitmangel gebeten, Ihnen Infos zusammen zustellen.

Bitte seien Sie unbesorgt, die von Ihnen angesprochene Probleme in Hinblick auf die Nachhaltigkeit werden am UFZ sehr wohl untersucht. Ein Interview kann aber leider immer nur einzelne Aspekte herausgreifen und kaum das Gesamtbild aufzeigen.

Eine Bestandsaufnahme zum EEG von Frau Thrän und Kollegen finden Sie hier:
http://www.fnr-server.de/cms35/fileadmin/allgemein/pdf/veranstaltungen/EEG_2011/01Thr%C3%A4n-freigegeben.pdf
In der Überarbeitung des EEG 2012 gibt es Ansätze, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu vermeiden (u.a. durch Rohstoffklasse 2 und den "Maisdeckel"), allerdings werden die Effekte wohl erst künftig wirksam werden.

Zum EEG forscht ebenfalls unser Kollege Prof. Gawel:
http://www.ufz.de/index.php?de=30584
http://www.ufz.de/export/data/global/38007_12%202012%20Gawel_Purkus_Marktpr%C3%A4mie%20EEG%202012_gesamt_internet.pdf

Auch mit der von Ihnen angesprochene Studie haben sich unsere Kolleginnen und Kollegen auseinander gesetzt:
"Die Leopoldina-Studie „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“ (download Studie) liefert wichtige Hinweise für die Ausgestaltung der Energiewende, so zur Beachtung der Begrenztheit der Ressourcen und zur Weiterentwicklung der Technologien und ihrer Einsatzbereiche. Sie adressiert drei Themenfelder, die für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zentral sind, macht aber auch deutlich, dass die komplexen Fragen, die sich dabei ergeben, nur unter systematischer Einbindung technik-, natur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen gelöst werden können. ..."
Die gesamte Stellungnahme finden Sie unter
http://www.ufz.de/index.php?de=30814

"Biodiversität und Energie" war unser Web-Thema des Monats Oktober 2010:
http://www.ufz.de/index.php?de=20686
Denn zum Thema Landnutzung, Bioenergie und Nachhaltigkeit arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen:
http://www.ufz.de/index.php?de=19511
http://www.ufz.de/index.php?de=20902
http://www.ufz.de/index.php?de=21157
siehe u.a. Pressemitteilungen dazu von 2011/12:
http://www.ufz.de/index.php?de=21123
http://www.ufz.de/index.php?de=30395

Im Übrigen: Mehr als 100 Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher natur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen arbeiten im UFZ an Fragen rund um die Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen. Dazu klären sie grundlegende Zusammenhänge auf – beispielsweise, wie sich Flächenverbrauch, Landschaftszerschneidung, biologisch invasive Arten oder der Klimawandel auf Tier und Pflanzenpopulationen und die Funktionen von Ökosystemen auswirken. Sie wollen herausfinden, ob eine höhere genetische Vielfalt und eine größere Artenvielfalt tatsächlich dafür sorgen, dass Ökosysteme stabiler sind und Veränderungen besser abpuffern können. Sie betrachten die biologische Vielfalt aus ökonomischer Sicht, stellen Vor- und Nachteile von Entscheidungen – also Nutzen und Kosten – gegenüber und liefern damit systematische Grundlagen, wie mit dem knappen Gut Biodiversität ökonomisch umgegangen werden kann. So koordinierte das UFZ die globale UN-Studie zur Ökonomie von Ökosystemen und Biodiversität (TEEB, http://www.ufz.de/index.php?de=19659) und ist Partner im neu gegründeten Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv, http://www.ufz.de/idiv-biodiversity/).
siehe http://www.ufz.de/index.php?de=19202 bzw. Pressemitteilung von diesem Montag http://www.ufz.de/index.php?de=30836

Nicht zu vergessen: Das UFZ hat auch die wissenschaftliche Begleitung des Moduls-A des BMBF-Förderschwerpunkt Nachhaltiges Landmanagement:
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/de/modul-a/
Aufgabe des Begleitvorhabens am UFZ (incl. externer Partner, s.u.) ist es, die international fachübergreifende Zusammenarbeit von ca. 10 Verbundprojekten zu koordinieren, durch Kommunikationsmaßnahmen zu unterstützen und in einer Synthese zusammenzuführen. Hierzu soll ein Netzwerk zwischen Wissenschaft und Praxis initiiert werden. Mit Hilfe einer gemeinsamen Datenplattform und durch die Entwicklung von einheitlichen Szenarien in der Landnutzung werden die Verbundvorhaben – durch Analyse und Synthese von globalen und regionalen Auswirkungen von Landnutzungsmanagement auf ökosystemare Dienstleistungen und Treibhausgasemissionen – unterstützt und begleitet.


Ich hoffe, wir konnte Ihnen damit etwas an Lesestoff anbieten und zeigen, dass Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung im Mittelpunkt unserer Forschung stehen.

-- 
 
Mit freundlichen Grüßen
Tilo Arnhold (Wissenschaftsjournalist) 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / press and public relations
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) / Helmholtz Centre for 
Environmental Research (UFZ)
Post                    Permoserstrasse 15, D-04318 Leipzig, Germany
Telefon / phone         +49-341-235-1635, -1269
Telefax                 +49-341-235-1468
e-mail                  tilo.arnhold AT ufz.de
http://www.ufz.de/index.php?de=640
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Sitz der Gesellschaft: Leipzig
Registergericht: Amtsgericht Leipzig, Handelsregister Nr. B 4703
Vorsitzender des Aufsichtsrats: MinDirig Wilfried Kraus
Wissenschaftlicher Geschäftsführer: Prof. Dr. Georg Teutsch
Administrative Geschäftsführerin: Dr. Heike Graßmann 
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