nrw-pg-struktur AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Nrw-pg-struktur mailing list
Listenarchiv
- From: Fizz <sven AT sladek.de>
- To: nrw-pg-struktur AT lists.piratenpartei.de
- Cc: Neue_Satzung_NRW AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [NRW PG Struktur] Neues Strukturkonzept für den LV NRW
- Date: Wed, 12 May 2010 09:24:51 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-pg-struktur>
- List-id: <nrw-pg-struktur.lists.piratenpartei.de>
Hi Dirk, hi alle,
ich hab mir vorgenommen über jeden Vorschlag eine Nacht zu schlafen
sofern wir nicht zusammen sitzen - habe dies dann hiermit getan;-)
Besser wird er dennoch nicht... ich verstehe die Idee des schwachen
Vorstandes der gegenüber der LPT Weisungsgebunden ist, und ich sehe
das du eine weitere weisungsbefugte Ebene einfügen möchtest, gerade
auch um die Situation der Crews, deren Gewicht oder auch grundsätzlich
"Wert" im Gesamtkontext zu stärken.
Dabei werden aber imho folgende Aspekte gern vernachlässigt:
- der Vorstand haftet für seine Tätigkeit. Wenn er keine
Entscheidungen fällen soll, aber die Anweisungen von anderen
durchführt, dann sollten diejenigen die diese Anweisungen geben
Haftbar sein, nicht der durchführende. Bei der von dir vorgestellten
Lösung hat die Crewkonferenz wohl keine Konsequenzen zu fürchten, der
Vorstand aber sehr wohl. Wie willst du dieses Problem lösen?
- wir sind wieder zentralistisch organisiert, alle anfallenden
Arbeiten, auch und insbesondere Mitgliederverwaltung und
Finanzverwaltung, liegt wieder beim Vorstand. Mit Verlaub, das ist ein
Drecksjob und er funktioniert nicht. Der Ausschlaggebende Grund für
die Gründung des KV Soest war ein Crewbudgetanteil, der einfach nicht
geflossen ist und eine versaute Mitgliederversammlung zur
Direktkandidatenwahl, die einfach nicht fristgerecht (trotz
entsprechendem Vorlauf) eingeladen wurde. DARAUFHIN haben wir uns
gesagt - Schnauze voll, jetzt nehmen wir das Heft selbst in die Hand.
und ich vertraue ehrlich gesagt auch keinen künstlichen Strukturen wie
der AG Verwaltung, denn schlußendlich haben auch die Mitglieder dieser
nichts zu befürchten wenn sie herumschludern - ein KV Vorstand aber
schon. Nebenbei erwähnt haben wir noch immer nicht unseren
Crewbudgetanteil aus Dezember, mit dem wir einen massiven 3x4 Meter
Pavillion gekauft haben und für den wir bereits 3 mal die Rechnung und
den Crewbeschluss eingereicht haben - das aktuelle Verwaltungsmodell
funktioniert einfach nicht.
Und wie meine Vorredner es schon sagten, das ist wieder ein massiver
Overhead den am Ende niemand mehr versteht und keiner mehr weiss was
er machen soll.
Aber es heisst ja nicht "Klarmachen zum meckern" :-)
Meine Gegenvorschläge, mal zur Diskussion:
Der Landesvorstand wird ergänzt um X Beisitzer. Diese finden sich
Quartalsmäßig (nicht für ein Jahr!) aus der von dir vorgeschlagenen
Crewkonferenz und sind somit Vollmitglieder des Vorstandes ohne
definierte Aufgabe, aber genauso haftbar. Diese können (und müssen)
nach Ablauf ihrer Amtsfrist vom Vorstand selbst UND von der
Crewkonferenz entlastet werden. Nach einer Amtsperiode müssen die
Personen wechseln (Rotation). Beisitzer sind auch in Kreisverbänden
entsprechend zu definieren.
Transparenz ist ein wichtiger Faktor um Amtsmissbrauch zu verhindern.
Daher: Jede Vorstandssitzung, egal ob Land oder KV (oder BV oder OV)
muss öffentlich stattfinden und es muss die theoretische Möglichkeit
bestehen, das ALLE Betroffenen (unterhalb der Organisationseinheit)
partizipieren können. Sollte es Probleme mit dem Datenschutz oder der
Privatsphäre geben, so sind entsprechende Daten zu anonymisieren, der
vorgang an sich aber dennoch öffentlich zu behandeln. Mir sind derzeit
beispielsweise die Vorgänge rund um den Requesttracker ein Dorn im
Auge. Bei Protokollen ist das Abstimmungsverhalten der einzelnen
Vorstandsmitglieder zu protokollieren.
Mitgliederverwaltung und Finanzen werden auf derjenigen
Organisationsebene mit der geringsten Mitgliederzahl verwaltet.
Hierbei ist die weitergabe von Mitgliedsdaten und
Mitgliedsbeitrags-Anteilen innerhalb eines Monats nach Eingang
einzuhalten, ansonsten ist der übergeordnete Verband zu drastischen
(auch finanziellen) Ordnungsmaßnahmen befugt. Zu diesem Zwecke sind
lediglich Schnittstellen zu definieren, die durchführung liegt bei der
jeweiligen Organisationseinheit. Mitgliederverwaltung und Buchhaltung
müssen daher anonymisiert öffentlich erfolgen, die örtliche
Darstellung der Mitglieder sollte dabei auf den Landkreis und die
ersten 3 Stellen der PLZ reduziert sein, Beispiel:
Mitglied X, LKR Dortmund, PLZ 442xx, bezahlt/nicht bezahlt, vollährig,
Anteilszweck (kommt gleich was zu), BV ja/nein, KV ja/nein, OV
ja/nein, Crew ja/nein
Intern muss neben den normalen Daten festgehalten werden in _welcher_
Crew man tätig ist. Dies alles kann über eine Selbstverwaltung laufen,
sobald mal id.piratenpartei.de funzt (bau ich euch sogar wenns sein
muss)
Finanzen:
Mitglieder von Kreisverbänden bestimmen selbst AKTIV ob ihr
Mitgliedsbeitrag an das Land oder an den Kreis soll (das ist oben mit
Anteilszwekc gemeint). Das kann auf verschiedenen Wegen passieren:
1: einfach mittels der Überweisung: Wer an den LV überweist, zahlt
logischerweise nicht an den KV. Wer an den KV überweist, definiert
damit gleichzeitig das der KV-Anteil auch beim KV bleibt und Punkt.
Der verbliebene Mindestanteil des Landes wird weiterhin an diesen
ausbezahlt.
2: per Willenserklärung (z.b. bei Barzahlung), diese muss in der
Mitgliederverwaltung definiert und dokumentiert werden
Crews erhalten weiterhin ein virtuelles Konto (obacht: KV's haben KEIN
virtuelles Konto sondern ein reales) welches aus den freien Mitteln
des Landesverbandes befüllt werden. Eine Crew, deren Mitglieder zu 50%
oder mehr aus einer Untergliederung stammt, erhält KEINEN Anteil mehr
aus den freien Mitteln (fallen auch nicht mehr in die Berechnung),
sondern aus den freien Mitteln der niedrigststufigen Ebene derer sie
Mitglied sind.
Auch die Buchhaltung hat zu jeder Zeit anonymisiert öffentlich zu
erfolgen. Und ich rede hier nicht von irgendeiner downloadbaren
Exceltabelle wie es derzeit durchgezogen wird sondern von BUCHHALTUNG,
so mit Konten und Soll und Haben. Automatisiert wird weiterhin eine
permanente, dynamische Bilanz erstellt. Sollte mit der Buchhaltung
irgendwas nicht stimmen, so kann der übergeordnete Verband (wiederum
finanzielle) Ordnungsmaßnahmen aussprechen - wer das nicht leisten
kann soll keinen verband gründen, wir sind kein Kindergarten mit
Gruppenkuscheln.
Liquid Democracy soll in allen Einheiten sobald wie möglich eingeführt
werden und für alle nicht-zeitkritischen Anträge bindend gelten.
Haftend sind hier jedoch alle die abgestimmt haben, der Vorstand der
Ebene hat weiterhin ein Vetorecht.
Das also so weit meine Vorschläge. Flame me :-)
Grüße,
Fizz
--
http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Fizz
- [NRW PG Struktur] Neues Strukturkonzept für den LV NRW, Dirk Schatz (Piratenpartei Hagen - LV NRW), 11.05.2010
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- Re: [NRW PG Struktur] Neues Strukturkonzept für den LV NRW, Kemal, 12.05.2010
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- Re: [NRW PG Struktur] [Bonn] Neues Strukturkonzept für den LV NRW, Bastian Greshake, 12.05.2010
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