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nrw-duisburg - Re: [NRW-Duisburg] Arbeiten für Geld und anderes

nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Infos für Duisburger Piraten

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Re: [NRW-Duisburg] Arbeiten für Geld und anderes


Chronologisch Thread 
  • From: Gerd Ruebenstrunk <bonbini AT gmx.de>
  • To: nrw-duisburg AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [NRW-Duisburg] Arbeiten für Geld und anderes
  • Date: Tue, 18 Oct 2011 15:32:45 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-duisburg>
  • List-id: Infos für Duisburger Piraten <nrw-duisburg.lists.piratenpartei.de>

Am 18.10.2011 15:16, schrieb duisblog:
Das Bedingungslose Grundeinkommen - für das ich durch aus bin - kann doch nur funktionieren, wenn es vom Großteil der Bevölkerung zuerst gegen Geld erarbeitet und dann über Abgaben in Form von Geld finanziert wird.

Die Aussage oben klingt eher so, als könne jeder wählen, ob er traditioneller Erwerbsarbeit nachgeht oder lieber im Kindergarten Geschichten vorliest. Nur: Wenn alle unbezahlte Geschichtenerzähler im Kindergarten sind, dann ist Ende mit bedingungslosem Grundeinkommen, weil keiner mehr Einkommen hat und keiner mehr Steuern zahlt.

Das BGE ist ja nicht so hoch, dass Du Dir damit alle Deine Wünsche erfüllen kannst. Es soll so bemessen sein, dass jeder Bürger ein Leben ohne materielle Existenzängste führen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. aber es reicht vielleicht nicht aus für den Vierwochen-Urlaub auf Malle oder ein neues Auto. Deshalb ist also noch genug Anreiz da, um eine Erwerbsarbeit auszuüben. Und das werden ganz viele Menschen tun - aber die, denen das nicht so wichtig ist, die können eben dank des BGEs Geschichten vorlesen oder Bedürftigen helfen oder einfach auch nichts tun.

Wenn man dem Modell von Götz Werner folgt, dann wird das BGE übrigens nicht über Lohn- bzw. Einkommensteuer finanziert (die er ersatzlos streichen will), sondern einzig allein über die Mehrwertsteuer. Die Logik dahinter: Wer mehr Geld hat, konsumiert auch mehr. Deshalb gibt es ganz unterschiedliche Mehrwertsteuersätze (wie zum Beispiel jetzt in den Niederlanden, wo man für einen dicken BMW oder Daimler eine extra Luxussteuer zahlen muss.) Artikel des täglichen Bedarfs hingegen werden wenig oder gar nicht mit Mehrwertsteuer belastet.

Er hat das Modell durchgerechnet und behauptet, die Finanzierung des BGE (und weiterer gesellschaftlicher Leistungen) über eine gestaffelte Konsumsteuer rechne sich. Das müsste man dann vielleicht einmal nachrechnen.







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