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nrw-ak-tierschutz - Re: [nrw-ak-tierschutz] Bundes-AG Tierschutz

nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW

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Re: [nrw-ak-tierschutz] Bundes-AG Tierschutz


Chronologisch Thread 
  • From: "Peter Parker" <pparker AT Safe-mail.net>
  • To: nrw-ak-tierschutz AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: Re: [nrw-ak-tierschutz] Bundes-AG Tierschutz
  • Date: Mon, 14 May 2012 12:49:06 -0400
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ak-tierschutz>
  • List-id: Mailingliste des Arbeitskreis Tierschutz NRW <nrw-ak-tierschutz.lists.piratenpartei.de>

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, so habe ich mir das vorgestellt.

> Joa, dort geht es zur Zeit aus verschiedenen Gründen ziemlich drunter
> und drüber. Der ehemalige Koordinator der AG sitzt jetzt im Berliner
> Abgeordnetenhaus und hat sich aus der AG aus Zeitgründen erst einmal
> zurück gezogen; durch die Wahlen im Saarland, SH und NRW haben sich
> einige der produktiven Leute primär auf die Landesebene verlegt, um dort
> u.a. kurzfristig die Wahlprogramme zu erarbeiten.

Ja, verständlich dass der Wahlkampf vorübergehend einiges an Personal
verschlingt.

> (Wir duzen uns hier übrigens alle^^)

Die Förmlichkeit zwingt - zumindest mich - intensiver darüber nachzudenken
was ich schreibe, was erstmal eine ganz gute Sache ist.
Außerdem ist sie einem respektvollem Umgang zuträglich und somit auch einer
sachlichen Diskussion. Das ist gerade bei einem von Emotionen geprägten Thema
wie dem Tierschutz hilfreich. Wobei an die Form natürlich nicht unbedingt das
"Sie" gebunden ist, und ich habe auch wirklich nichts dagegen geduzt zu
werden, das überlasse ich jedem Einzelnen, mir verhilft es einfach zu einer
gewissen Selbstdisziplin. Ein klarer Nachteil ist der Zeitaufwand: An diesem
Absatz habe ich sicher fünf Minuten geschrieben. :-D

> Dafür gibt es grob vier Gründe:
> 1. Der kurzfristige "Zwang" die Landeswahlprogramme mit Leben zu füllen.
> Bis vor ein paar Wochen gab es z.B. im Wahlprogramm von NRW noch
> keinerlei Aussagen zum Thema Tierschutz. Das konnten wir kurzfristig
> zumindest schon einmal ansatzweise ändern.
> 2. Einige der Themen müssen auch durch den Bundesrat und sind damit auch
> für die Landesebene relevant.
> 3. Die Leute an den Infoständen möchten Antworten zu den Themen und
> differenzieren dort selten nach Bundes/Landesebende
> 4. Die Bundes AG ist, wie richtig beobachtet, derzeit in keinem
> besonders produktiven Zustand, daher hat sich die Arbeit (vorübergehend)
> mehr auf die Landesverbände verlagert.

Gut, jetzt haben Sie hier für NRW bereits einiges an Themen erarbeitet,
welche auch für eine Bundes-AG gültig wären. Theoretisch ließen diese sich
auch direkt so übernehmen, oder nicht?

> Wir hatten uns auf Bundesebene damals bewusst für nur eine AG, die AG
> Tierrecht entschieden, da wir die Trennung von Tierschutz/Tierrecht
> überwinden möchten, um gemeinsame Positionen zu erarbeiten. Das ist kein
> leichter Weg und wird von "Fundis" auf beiden Seiten gerne untergraben,
> aber schien uns der langfristig richtige Weg zu sein. Wie es weitergeht
> werden die nächsten Wochen zeigen.

Da stimme ich zu, ich möchte auch erklären weshalb:
1. Muss es wie gesagt _einen offiziellen_ Ansprechpartner für
Tierschutzfragen geben, um anderen Stellen eine Schnittstelle diesbezüglich
bieten zu können.
2. Ich gehe davon aus, dass untereinander in Tierschutzfragen
weitestgehend Konformität herrscht. Punkt. Aufschrei. Ich präzisiere:
Konformität bei für die Politik der Piratenpartei relevanten Themen. Ob jetzt
beispielsweise Einer den Standpunkt "Nutztierhaltung verbieten" und ein
Anderer den Standpunkt "Nutztierhaltung besser gestalten" vertritt, ist bis
zu einem gewissen Punkt egal. Denn es muss sich daran orientiert werden, was
_machbar_ ist. Nutztierhaltung wird sich in absehbarer Zeit nicht verbieten
lassen, ein solcher Antrag würde bereits innerhalb der Partei scheitern.
Außerdem müssen komplexen Themen in bearbeitbare und umsetzbare Pakete
unterteilt werden, sonst verliert man sich in endlose Diskussionen wie es
derzeit im E-Post-Verteiler der AG Tierrecht der Fall ist. Aus diesen Themen
sollten einzelne, präzise Fragestellungen extrahiert werden, die dann nach
und nach bearbeitet und auf den Weg gebracht werden um Stück für Stück kleine
Änderungen zu erreichen.

Das sage ich übrigens, obwohl ich den ersteren Standpunkt vertrete. Ich
persönlich habe inzwischen jegliche Liberalität in Tierschutzfragen abgelegt
und werfe jedem Fleischesser puren Egoismus und Ignoranz aufgrund ethischer
Unterentwicklung vor.

Aber genau _das_ darf eben nicht Thema einer Bundes-AG Tierschutz werden.
Gerne in einer eigenen Arbeitsgruppe wie einer AG Tierethik, ich kann es nur
begrüßen wenn versucht wird weiteren Menschen bei Ihrer geistigen Entwicklung
behilflich zu sein. Das darf aber nicht die Arbeit einer zentralen
Anlaufstelle für Tierschutzfragen behindern, welche sich erst einmal um viel
kleinere Brötchen, evtl. auch nur Brotkrümel kümmern muss und nicht direkt
die ganze Bäckerei übernehmen kann.

Wie gesagt, das betrifft aber nur die Arbeit innerhalb einer Bundes-AG
Tierschutz, außerhalb davon möchte ich garantiert niemanden dazu raten kürzer
zu treten als er möchte. Auch für mich ist das Endziel nicht, dass Tiere als
Nutztiere besser gehalten werden oder weniger Fleisch gegessen wird, sondern
dass _keine_ Tiere mehr getötet werden. Dr. Martin Luther King hat auch nicht
gefordert, dass Schwarze nur Donnerstags nicht geschlagen werden dürfen. So
oder so ähnlich Helmut Kaplan zum vegetarischen Donnerstag.

> Ob dieses in der bestehenden AG Tierrecht möglich
> ist, werden wir sehen. Ich bin aber noch guter Dinge, dass sich die
> konstruktiven Leute aus der Bundes AG (von denen es einige gibt) in
> Kürze wieder zusammenraffen werden, um spätestens bis zum nächsten
> Bundesparteitag im Herbst wieder anständig aufgestellt zu sein.

Ich denke die hierfür nötigen Veränderungen kommen einer Neugründung gleich.
Alleine die Tatsache, dass die AG aus circa 40 Mitgliedern besteht halte ich
für bedenklich. Daneben scheint keine Planung und Struktur zu bestehen und
Art und Thema der Diskussionen über den E-Mail-Verteiler tragen den Rest zum
Bild bei.

Es wichtig, dass jeder Themen einbringen kann, aber trotzdem muss eine AG
meiner Meinung nach aus einem überschaubaren Kern von Mitarbeitern bestehen,
die dafür sorgen, dass diese Themen dann gewissenhaft, sachlich und
wissenschaftlich erarbeitet werden. Es ist ja nicht so, dass dieser Kern
alleine Entscheidungen treffen würde, er soll ja nur Vorschläge zustande
bringen, die dann möglichst viele Parteimitglieder überzeugen und auch
verabschiedet werden. Soweit zumindest mein Verständnis davon.

Des Weiteren wäre ein sauberer Schnitt in Form einer Neugründung zur
Abgrenzung zum aktuellen Kurs der AG Tierrecht hilfreich.

Wahrscheinlich gibt es jetzt vor allem ein großes Problem: Wer macht die
ganze Arbeit? Ich möchte hier auch nicht so eine große Welle schieben, ohne
selbst zusagen zu können im entsprechenden Maß beizutragen, denn ich merke
gerade wie __unglaublich__ viel Zeit es kostet, alleine diesen Text zu
verfassen. Ich verstehe jetzt auf jeden Fall, wie schwierig es ist Ihre
Arbeit ehrenamtlich zu leisten.




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