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Betreff: Liste der Pressepiraten in Dortmund
Listenarchiv
- From: Claudia Behlau <cbehlau AT stadtdo.de>
- To: evorstand AT dielinke-dortmund.de
- Subject: [AG ÖA Dortmund] Pressemitteilung zum Graureiherbestand in Dortmund-Kurl
- Date: Thu, 22 Jan 2015 15:17:02 +0100
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ag-presse-dortmund>
- List-id: Liste der Pressepiraten in Dortmund <nrw-ag-presse-dortmund.lists.piratenpartei.de>
(See attached file: PM Graureiher 22. Januar.doc)
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei überreichen wir Ihnen eine Pressemitteilung mit der Bitte um
Kenntnisnahme und Veröffentlichung.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Behlau
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Geschäftsstelle
Friedensplatz 1, 44135 Dortmund
Tel.: (0231 ) 50-27241
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Pressemitteilung – 22. Januar 2015
Sorge um Graureiher-Bestand
Dortmund-Kurl. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN sorgt sich um den
Graureiher-Bestand in Dortmund. Die Tiere, die zu den besonders geschützten
Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz zählen, geraten durch wiederholte
umfangreiche Rodungsarbeiten im Fichtenwald des ehemaligen Adelssitzes an
der Kurler Straße zunehmend unter Druck.
„Die Verwaltung, die die jetzigen Rodungen nach eigenen Angaben aus
Verkehrssicherungsgründen genehmigt hat, ist nun gefordert, Maßnahmen zur
Bestandserhaltung auch tatsächlich durchzusetzen“, kritisiert
Fraktionssprecher Utz Kowalewski.w 40 bis 45 Brutpaare sollen bislang in
dem Fichtenwald an der Kurler Straße gebrütet haben (Quelle: Stadt
Dortmund). Doch etwa ein Viertel der Tiere dürfte durch die Rodungsarbeiten
sein Zuhause verloren haben, befürchtet die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.
Sie hat deshalb eine umfangreiche Anfrage an den Umweltausschuss gestellt
und fragt nach konkreten Zahlen.
So wollen die Linken & Piraten unter anderem wissen, wie sich die
Reduzierung der Brutplätze durch Baumrodungen auf den Graureiher-Bestand in
Dortmund auswirkt und ob und in welcher Form die Stadt Dortmund oder andere
Institutionen verpflichtet sind, die heimischen Graureiher-Bestände zu
schützen.
Auch die Frage nach ökologischen Konsequenzen – etwa einer
Wiederaufforstung – wird gestellt. Kowalewski: „Den Medien war zu
entnehmen, dass die Stadt Dortmund den Inhaber des Grundstücks bei einem
früheren Fall von nicht zulässigen Baumfällungen mit Sanktionen und
Verpflichtungen im Umgang mit der Graureiherkolonie belegt hat. Welche
Auflagen mit welchem zeitlichen Horizont sind derzeit aktuell?“
Die Linken & Piraten hinterfragen aber auch die ökologischen Auswirkungen
auf das Gebiet der Stadt Dortmund und angrenzender Kommunen durch den zu
befürchtenden rückläufigen Reiherbestand. Schließlich sollen bislang rund
80 Prozent des Dortmunder Reiherbestandes in der Kolonie am Haus Kurl
gebrütet haben, sagt Utz Kowalewski. Wenn nur noch eine sehr kleine
Brutkolonie in einem sehr ausgedünnten Waldbestand zurückbleibe, stelle
sich die Frage, ob sich diese überhaupt gegen Nesträuber wie Krähenvögel
oder räuberische Säugetiere verteidigen könne.
Auch auf die Zahl der Ratten und Mäuse in Kurl und Umgebung würde ein
Wegfall der Reiherkolonie sicher Auswirkungen haben, denn die kleinen
Säugetiere gehören zum Beutespektrum der erfolgreichen Jäger. „Hier geht es
aber auch darum, dass private Eigentümer ebenfalls Verpflichtungen
gegenüber der Natur haben – zumal das betroffene Gebiet im
Landschaftsschutzgebiet liegt. Und wenn sie das selbst nicht erkennen, muss
man ihnen von Seiten der Stadt beim Erkenntnisgewinn helfen,“ so
Kowalewski.
Attachment:
PM Graureiher 22. Januar.doc
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- [AG ÖA Dortmund] Pressemitteilung zum Graureiherbestand in Dortmund-Kurl, Claudia Behlau, 22.01.2015
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