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nrw-ag-presse-dortmund - [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Reduzierung der städtischen Ausbildungsplätze

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Betreff: Liste der Pressepiraten in Dortmund

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[AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Reduzierung der städtischen Ausbildungsplätze


Chronologisch Thread 
  • From: Claudia Behlau <cbehlau AT stadtdo.de>
  • To: evorstand AT dielinke-dortmund.de
  • Subject: [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Reduzierung der städtischen Ausbildungsplätze
  • Date: Tue, 20 Jan 2015 11:41:18 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/nrw-ag-presse-dortmund>
  • List-id: Liste der Pressepiraten in Dortmund <nrw-ag-presse-dortmund.lists.piratenpartei.de>


(See attached file: PM Azubis 20. Januar.doc)

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei übersenden wir Ihnen eine Pressemitteilung mit der Bitte um
Veröffentlichung und Kenntnisnahme.

Vielen Dank.


Mit freundlichen Grüßen

Claudia Behlau
Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
Geschäftsstelle
Friedensplatz 1, 44135 Dortmund
Tel.: (0231 ) 50-27241


(Embedded image moved to file: pic03195.jpg)

. . .

Pressemitteilung – 20.01.2015


Empörung über Reduzierung der Ausbildungsplätze

„Unsere Haltung hat sich nicht geändert. Unsere Fraktion wird die
Reduzierung der städtischen Ausbildungsplätze auf keinen Fall mittragen,“
sagt Dr. Petra Tautorat, personalpolitische Sprecherin der Fraktion DIE
LINKE & PIRATEN.

Der Ausschuss für Personal und Organisation soll am kommenden Donnerstag
(22. Januar) grünes Licht geben für eine recht heikle Sparmaßnahme: Es geht
um die deutliche Reduzierung der Ausbildungsplätze bei der Stadt Dortmund.

Im Sommer 2015 sollen nur noch 69 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag in
der Kernverwaltung der Stadt Dortmund erhalten – ein Minus von 32 Personen
im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen. Das wäre ein Rückgang bei den
Ausbildungsplätzen von rund 46 Prozent! Allein bei den angehenden Gärtnern
soll die Zahl der Auszubildenden von 8 auf 2 reduziert werden. Am
schlimmsten betroffen ist der ursprüngliche Bereich der Verwaltung. Statt
bisher 20 sollen nur noch 3 neue Verwaltungsangestellte ausgebildet werden.

Zusätzlich soll die Kombi-Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen
(geplant: 15 Stellen) komplett entfallen.

Lediglich bei den 30 Azubi-Stellen im Jobcenter sowie bei den 54
Azubi-Stellen bei der Städtischen Feuerwehr wird der Rotstift nicht
angesetzt. „Kein Wunder“, so Dr. Petra Tautorat. „Die Stadt Dortmund ist
schließlich gesetzlich verpflichtet, eine bestimmte Ausbildungsquote für
ihre eigene Feuerwehr zu gewährleisten. Und das Jobcenter beteiligt sich an
den Kosten der Ausbildung.“

Die gesamte Sparmaßnahme sei ein Hohn, kritisiert Dr. Christian Tödt,
sachkundiger Bürger im Ausschuss für Personal und Organisation. Verdi habe
ausgerechnet, dass die Einstellung von jährlich 400 Auszubildenden
notwendig sei, um die Handlungsfähigkeit des ohnehin überdurchschnittlich
belasteten Personals wenigstens einigermaßen gewährleisten zu können“, sagt
Tödt. Stattdessen werde schon seit Jahren unter Bedarf ausgebildet.

Und genau da stelle sich die Frage nach einem Personalentwicklungskonzept,
sagt Fraktionssprecher Utz Kowalewski. Schließlich würden viele erfahrene
Kräfte nach und nach aus dem Dienst ausscheiden. Schon heute seien fast 40
Prozent der städtischen Mitarbeiter über 50 Jahre alt. „Wer soll künftig
die Arbeit erledigen?“

Zwar habe die Kämmerei ausgerechnet, dass durch die Reduzierung der
Ausbildungsplätze ab 2018 rund 1,2 Mio. Euro jährlich an Personalkosten
eingespart werden könnten. Aber das sei doch eine Milchmädchenrechnung,
kritisiert Utz Kowalewski. Wegen der fehlenden Fachkräfte müsste Arbeit
schon jetzt oft an Fremdfirmen vergeben werden. „Das wird meist teurer; und
oft ist auch die Qualität schlechter.“

Interessanterweise habe selbst Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Jahr
2011 – damals noch in der Funktion des Personaldezernenten – gesagt: „Die
Gewinnung von jungen Nachwuchskräften ist zwingend erforderlich, um das
heute vorhandene Wissen weiterzugeben und die Leistungsfähigkeit der
Kommunalverwaltung langfristig zu erhalten.“ (Drucksache Nr. 04160-11).
Dieses Zitat findet sich in der aktuellen Vorlage für den Ausschuss für
Personal und Organisation wieder: „Die Gewinnung von jungen
Nachwuchskräften ist erforderlich, um das heute vorhandene Wissen
weiterzugeben und auf diese Weise die Leistungsfähigkeit der
Kommunalverwaltung langfristig zu erhalten.“

Doch die Realität sehe ganz anders aus, kritisiert Utz Kowalewski. Schon
seit Jahren liege Dortmund mit seiner Ausbildungsquote deutlich niedriger
als vergleichbare Städte (Quelle: Stadt Köln). Auch intern könne sich die
Stadt nicht mit Ruhm bekleckern. Sogar das Städtische Klinikum und die
städtischen Seniorenheime lägen bei der Ausbildungsquote im zweistelligen
Bereich.

Attachment: PM Azubis 20. Januar.doc
Description: MS-Word document

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  • [AG ÖA Dortmund]Pressemitteilung zur geplanten Reduzierung der städtischen Ausbildungsplätze, Claudia Behlau, 20.01.2015

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