brb-mol AT lists.piratenpartei.de
Betreff: ML der Märkisch-Oderland Piraten
Listenarchiv
- From: Joern.Zimmer AT gmx.de
- To: "ML der Märkisch-Oderland Piraten " <brb-mol AT lists.piratenpartei.de>
- Subject: Re: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx
- Date: Fri, 16 May 2014 20:52:16 +0200
- Importance: normal
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/brb-mol>
- List-id: ML der Märkisch-Oderland Piraten <brb-mol.lists.piratenpartei.de>
- Sensitivity: Normal
Lieber Mol-List,
nö, so machen wir nicht Schluss ;)
Zum einen finde ich, ist es bemerkenswert das Du es vorziehst anonym zu sticheln, während dessen
meine Identität die ganze Zeit offen ist, trau Dich ruhig, zeig der Welt doch Dein Gesicht.
Zum anderen sprechen wir tatsächlich eine andere Sprache, denn
Du denkst es währe korrekt mit verbaler Gewalt (z.B. Sarkusmus) mich und meine Tätigkeit zu diffamieren.
Im Gegensatz dazu bin ich jemand der Dir einfach nur frei von solchen Unverschämtheiten
seinen Standpunkt erklärt, denn etwas anderes würde mir meine gute Erziehung verbieten.
Ich werde nicht müde Dir immer wieder das Selbe zu erklären, nämlich folgendes:
Prekäre Arbeit und Arbeit im Niedriglohnsektor unter Androhung von Sanktionen, dass
ist im SGB 2 erlaubt und mein Kampf, der Kampf der Sozialpiraten und seit Offenbach
der Kampf der gesamten Piratenpartei geht gehen diese Sanktionen im SGB 2.
Viele Grüße
Jörn
Gesendet: Freitag, 16. Mai 2014 um 15:01 Uhr
Von: mol-list AT arcor.de
An: brb-mol AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx
Von: mol-list AT arcor.de
An: brb-mol AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx
Hallo Jörn,
ein wenig Sarkasmus fand ich angebracht, deshalb der Einwand:
"Ein Geisterfahrer auf der Autobahn ist auch nicht eben frei von Problemen. (...)"
Ich fürchte wir sprechen unterschiedliche Sprachen, denn ich meinte nicht den Stundenten, sondern ich schrieb u.a. auch Wortwörtlich: "Die 400,- Euro-Jobs sind- wenn so angewandt wie ursprünglich vorgesehen, ein probates Mittel der Arbeitsmarktregulierung." Damit war deine Frage eigentlich bereits beantwortet.
Du schreibst darauf: "Wenn Menschen 400 Euro Jobs angeboten bekommen, die gern Vollzeit-Arbeit zu fairen Löhnen hätten,
so ist das niemals ein probates Mittel." Aber genau DAS habe ich doch zuvor geschrieben!
Hallo? ... Erde an Jörn ...!
Doch auch in diesem Fall(400,- Eurojob-Angebot), den ich für recht abenteuerlich halte, sieht der Gesetzgeber eine Antwort vor.
Zitat: "Zumutbarkeitskriterien nach § 10 SGB II bei Jobs und Maßnahmen zur Eingliederung:
- Die Aufgabe einer Arbeitsstelle zugunsten einer anderen, mit der die Hilfebedürftigkeit weiter verringert wird, ist zumutbar."
Zitat Ende
D.h. im Umkehrschluss: dass Betroffene jederzeit und ohne Sanktionen einen zusätzlichen Job annehmen können, oder halt einen anderen Job aufnehmen und die geringfügige Beschäftigung kündigen dürfen, wenn sie dadurch weniger bedürftig sind, also mehr Geld verdienen, oder(z.B. durch eine Vollzeitstelle) ihre Bedürftigkeit völlig beenden.
Was der Betroffene aber in jedem Fall tun muss: seinen Fallmanager darüber benachrichtigen, damit die Zahlung eingestellt werden kann.(s. Mitteilungspflicht bei ALG II)
So, das habe ich jetzt auch noch zum besten gegeben. Nun ist aber wirklich Schluss mit den Erläuterungen.
Ich wiederhole mich: Du hast jetzt tatsächlich Jahrelange Erfahrungen mit den Hartz IV-Gesetzen gesammelt?
Hand aufs Herz: wollt Ihr nicht lieber beim nächsten Mal zu einer Tupperparty einladen?
(Sorry, Asche auf mein Haupt, aber den Spruch konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)
mol-list
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Originalmessage von Joern.Zimmer AT gmx.de:
Hi MOL-List,
doch ich hab die Antwort gelesen, und na klar gibts Studenten die sich mit den 400 Euro was dazu verdienen usw. aber ich spreche von Menschen
die gern mehr verdienen würden als 400 Euro und in gewissen Läden nichts anderes kriegen.
Ich erinnere mich gut an die Sendung: http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/13052014-das-neue-hartz-iv-100.html
dort sagte der Chef des Jobcenters Wuppertal Thomas Lenz , dass er sich wundert warum man so viel über die Sanktionen spricht weil es ja "nur" 3% der ALG2 Empfänger/Innen betreffen würde.
Da habe ich mich gewundert, das Sanktionsthema ist vielen Menschen sehr wichtig. Denn jeder einzelne dem das Existenzminimum gekürzt wird weil er einen Job mit prekärer Arbeit ablehnt
oder Sanktioniert wird, weil er zu einem Gespräch nicht erscheint, in dem ihn prekäre Jobs angeboten werden, ist einer zu viel.
Ich kenne übrigens eine Mutter die vom JC Märkisch-Oderland sanktioniert wurde, auch das wird morgen Thema sein.
Was den Mainstream angeht. Die Sozialpiraten versuchen schon seit längerem erfolglos in Talkshows zu kommen.
Da sehen wir das es mehr bringt solche Aktionen zu machen wie Herr Fielsch, der sich selbst sehr angreifbar macht,
wenn er persönliche Antworten an das JC im Internet veröffentlicht. Naja und dann wird er plötzlich eingeladen.
Leider aber auch eingeladen im Versuch ihn vorzuführen in einer Sendung mit Menschen wie Rita Knobel-Ulrich die tatsächlich
Sachen sagte wie "das Jobcenter soll keine Seelsorge sein" und sich für härtere Sanktionen einsetzte.
Abschliessend noch ein Hinweis für alle, morgen gibt es dann im Vortrag auch Erklärungen zum aktuellen Stand der Arbeit im Bereich:
"Sitzgelegenheiten in der Eingangszone der Jobcenter", "lange Bearbeitungszeiten von Widersprüchen im Jobcenter" und "durch die Auszahlung des ALG2 am Anfang und ALG1 am Ende des Monats entstehen große Lücken im Übergang von ALG2 zu ALG1".
LG
Jörn
...
--
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https://service.piratenpartei.de/listinfo/brb-mol
ein wenig Sarkasmus fand ich angebracht, deshalb der Einwand:
"Ein Geisterfahrer auf der Autobahn ist auch nicht eben frei von Problemen. (...)"
Ich fürchte wir sprechen unterschiedliche Sprachen, denn ich meinte nicht den Stundenten, sondern ich schrieb u.a. auch Wortwörtlich: "Die 400,- Euro-Jobs sind- wenn so angewandt wie ursprünglich vorgesehen, ein probates Mittel der Arbeitsmarktregulierung." Damit war deine Frage eigentlich bereits beantwortet.
Du schreibst darauf: "Wenn Menschen 400 Euro Jobs angeboten bekommen, die gern Vollzeit-Arbeit zu fairen Löhnen hätten,
so ist das niemals ein probates Mittel." Aber genau DAS habe ich doch zuvor geschrieben!
Hallo? ... Erde an Jörn ...!
Doch auch in diesem Fall(400,- Eurojob-Angebot), den ich für recht abenteuerlich halte, sieht der Gesetzgeber eine Antwort vor.
Zitat: "Zumutbarkeitskriterien nach § 10 SGB II bei Jobs und Maßnahmen zur Eingliederung:
- Die Aufgabe einer Arbeitsstelle zugunsten einer anderen, mit der die Hilfebedürftigkeit weiter verringert wird, ist zumutbar."
Zitat Ende
D.h. im Umkehrschluss: dass Betroffene jederzeit und ohne Sanktionen einen zusätzlichen Job annehmen können, oder halt einen anderen Job aufnehmen und die geringfügige Beschäftigung kündigen dürfen, wenn sie dadurch weniger bedürftig sind, also mehr Geld verdienen, oder(z.B. durch eine Vollzeitstelle) ihre Bedürftigkeit völlig beenden.
Was der Betroffene aber in jedem Fall tun muss: seinen Fallmanager darüber benachrichtigen, damit die Zahlung eingestellt werden kann.(s. Mitteilungspflicht bei ALG II)
So, das habe ich jetzt auch noch zum besten gegeben. Nun ist aber wirklich Schluss mit den Erläuterungen.
Ich wiederhole mich: Du hast jetzt tatsächlich Jahrelange Erfahrungen mit den Hartz IV-Gesetzen gesammelt?
Hand aufs Herz: wollt Ihr nicht lieber beim nächsten Mal zu einer Tupperparty einladen?
(Sorry, Asche auf mein Haupt, aber den Spruch konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)
mol-list
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Originalmessage von Joern.Zimmer AT gmx.de:
Hi MOL-List,
doch ich hab die Antwort gelesen, und na klar gibts Studenten die sich mit den 400 Euro was dazu verdienen usw. aber ich spreche von Menschen
die gern mehr verdienen würden als 400 Euro und in gewissen Läden nichts anderes kriegen.
Ich erinnere mich gut an die Sendung: http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/13052014-das-neue-hartz-iv-100.html
dort sagte der Chef des Jobcenters Wuppertal Thomas Lenz , dass er sich wundert warum man so viel über die Sanktionen spricht weil es ja "nur" 3% der ALG2 Empfänger/Innen betreffen würde.
Da habe ich mich gewundert, das Sanktionsthema ist vielen Menschen sehr wichtig. Denn jeder einzelne dem das Existenzminimum gekürzt wird weil er einen Job mit prekärer Arbeit ablehnt
oder Sanktioniert wird, weil er zu einem Gespräch nicht erscheint, in dem ihn prekäre Jobs angeboten werden, ist einer zu viel.
Ich kenne übrigens eine Mutter die vom JC Märkisch-Oderland sanktioniert wurde, auch das wird morgen Thema sein.
Was den Mainstream angeht. Die Sozialpiraten versuchen schon seit längerem erfolglos in Talkshows zu kommen.
Da sehen wir das es mehr bringt solche Aktionen zu machen wie Herr Fielsch, der sich selbst sehr angreifbar macht,
wenn er persönliche Antworten an das JC im Internet veröffentlicht. Naja und dann wird er plötzlich eingeladen.
Leider aber auch eingeladen im Versuch ihn vorzuführen in einer Sendung mit Menschen wie Rita Knobel-Ulrich die tatsächlich
Sachen sagte wie "das Jobcenter soll keine Seelsorge sein" und sich für härtere Sanktionen einsetzte.
Abschliessend noch ein Hinweis für alle, morgen gibt es dann im Vortrag auch Erklärungen zum aktuellen Stand der Arbeit im Bereich:
"Sitzgelegenheiten in der Eingangszone der Jobcenter", "lange Bearbeitungszeiten von Widersprüchen im Jobcenter" und "durch die Auszahlung des ALG2 am Anfang und ALG1 am Ende des Monats entstehen große Lücken im Übergang von ALG2 zu ALG1".
LG
Jörn
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- [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, mol-list, 16.05.2014
- Re: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, Joern . Zimmer, 16.05.2014
- <Mögliche Wiederholung(en)>
- [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, mol-list, 16.05.2014
- Re: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, Johannes Wirth, 16.05.2014
- Re: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, Joern . Zimmer, 16.05.2014
- [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx, mol-list, 16.05.2014
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