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brb-mol - [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx

brb-mol AT lists.piratenpartei.de

Betreff: ML der Märkisch-Oderland Piraten

Listenarchiv

[Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx


Chronologisch Thread 
  • From: mol-list AT arcor.de
  • To: brb-mol AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [Brb-mol] Re. BRB-MOL Nachrichtensammlung, Band X, Eintrag xx
  • Date: Fri, 16 May 2014 15:01:07 +0200 (CEST)
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/brb-mol>
  • List-id: ML der Märkisch-Oderland Piraten <brb-mol.lists.piratenpartei.de>

Hallo Jörn,
ein wenig Sarkasmus fand ich angebracht, deshalb der Einwand:
"Ein Geisterfahrer auf der Autobahn ist auch nicht eben frei von Problemen.
(...)"

Ich fürchte wir sprechen unterschiedliche Sprachen, denn ich meinte nicht den
Stundenten, sondern ich schrieb u.a. auch Wortwörtlich: "Die 400,- Euro-Jobs
sind- wenn so angewandt wie ursprünglich vorgesehen, ein probates Mittel der
Arbeitsmarktregulierung." Damit war deine Frage eigentlich bereits
beantwortet.

Du schreibst darauf: "Wenn Menschen 400 Euro Jobs angeboten bekommen, die
gern Vollzeit-Arbeit zu fairen Löhnen hätten,
so ist das niemals ein probates Mittel." Aber genau DAS habe ich doch zuvor
geschrieben!
Hallo? ... Erde an Jörn ...!

Doch auch in diesem Fall(400,- Eurojob-Angebot), den ich für recht
abenteuerlich halte, sieht der Gesetzgeber eine Antwort vor.
Zitat: "Zumutbarkeitskriterien nach § 10 SGB II bei Jobs und Maßnahmen zur
Eingliederung:
- Die Aufgabe einer Arbeitsstelle zugunsten einer anderen, mit der die
Hilfebedürftigkeit weiter verringert wird, ist zumutbar."
Zitat Ende
D.h. im Umkehrschluss: dass Betroffene jederzeit und ohne Sanktionen einen
zusätzlichen Job annehmen können, oder halt einen anderen Job aufnehmen und
die geringfügige Beschäftigung kündigen dürfen, wenn sie dadurch weniger
bedürftig sind, also mehr Geld verdienen, oder(z.B. durch eine
Vollzeitstelle) ihre Bedürftigkeit völlig beenden.
Was der Betroffene aber in jedem Fall tun muss: seinen Fallmanager darüber
benachrichtigen, damit die Zahlung eingestellt werden kann.(s.
Mitteilungspflicht bei ALG II)

So, das habe ich jetzt auch noch zum besten gegeben. Nun ist aber wirklich
Schluss mit den Erläuterungen.
Ich wiederhole mich: Du hast jetzt tatsächlich Jahrelange Erfahrungen mit den
Hartz IV-Gesetzen gesammelt?
Hand aufs Herz: wollt Ihr nicht lieber beim nächsten Mal zu einer Tupperparty
einladen?
(Sorry, Asche auf mein Haupt, aber den Spruch konnte ich mir jetzt nicht
verkneifen.)


mol-list

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Originalmessage von Joern.Zimmer AT gmx.de:

Hi MOL-List,

doch ich hab die Antwort gelesen, und na klar gibts Studenten die sich mit
den 400 Euro was dazu verdienen usw. aber ich spreche von Menschen
die gern mehr verdienen würden als 400 Euro und in gewissen Läden nichts
anderes kriegen.

Ich erinnere mich gut an die Sendung:
http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/13052014-das-neue-hartz-iv-100.html
dort sagte der Chef des Jobcenters Wuppertal Thomas Lenz , dass er sich
wundert warum man so viel über die Sanktionen spricht weil es ja "nur" 3% der
ALG2 Empfänger/Innen betreffen würde.

Da habe ich mich gewundert, das Sanktionsthema ist vielen Menschen sehr
wichtig. Denn jeder einzelne dem das Existenzminimum gekürzt wird weil er
einen Job mit prekärer Arbeit ablehnt
oder Sanktioniert wird, weil er zu einem Gespräch nicht erscheint, in dem ihn
prekäre Jobs angeboten werden, ist einer zu viel.

Ich kenne übrigens eine Mutter die vom JC Märkisch-Oderland sanktioniert
wurde, auch das wird morgen Thema sein.

Was den Mainstream angeht. Die Sozialpiraten versuchen schon seit längerem
erfolglos in Talkshows zu kommen.
Da sehen wir das es mehr bringt solche Aktionen zu machen wie Herr Fielsch,
der sich selbst sehr angreifbar macht,
wenn er persönliche Antworten an das JC im Internet veröffentlicht. Naja und
dann wird er plötzlich eingeladen.
Leider aber auch eingeladen im Versuch ihn vorzuführen in einer Sendung mit
Menschen wie Rita Knobel-Ulrich die tatsächlich
Sachen sagte wie "das Jobcenter soll keine Seelsorge sein" und sich für
härtere Sanktionen einsetzte.

Abschliessend noch ein Hinweis für alle, morgen gibt es dann im Vortrag auch
Erklärungen zum aktuellen Stand der Arbeit im Bereich:
"Sitzgelegenheiten in der Eingangszone der Jobcenter", "lange
Bearbeitungszeiten von Widersprüchen im Jobcenter" und "durch die Auszahlung
des ALG2 am Anfang und ALG1 am Ende des Monats entstehen große Lücken im
Übergang von ALG2 zu ALG1".


LG

Jörn


...




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