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Betreff: ML der berliner Crew der Urbanauten (Kreuzberg)
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Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung
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- From: Der Anhalter <anhalter AT me.com>
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- Subject: Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung
- Date: Wed, 05 Sep 2012 17:49:33 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/berlin-crew-urbanauten>
- List-id: <berlin-crew-urbanauten.lists.piratenpartei.de>
Hallo Jez
Es ehrt Dich, für Bernd Partei zu ergreifen und seine Zeit und die des
Vorstands schützen zu wollen.
Ich denke aber, das zeichnet unsere Partei aus, dass nicht nur jeder jeden
kritisieren darf, sondern auch tatsächlich kann und jeder selbst entscheiden
kann, ob und wie er damit umgeht.
Und ja, ich habe auch schon auf MLs öffentlich etwas zu Vorständen gesagt.
Ich sehe das nicht als problematisch an, wie sagt man so schön "Menschen wie
Du und ich". Und ja, ich erwarte von einem Vorstand genau so wie von jedem
anderen Mitglied, dass er reagiert, antwortet oder eben nicht antwortet. Auch
letzteres ist sein gutes Recht, so wie das eines jeden Mitglieds.
(Anders sieht es natürlich bei offiziellen Schreiben/ Anträgen an das
"Organ" Vorstand aus)
Ich finde es gut, dass und wie Bernd reagiert hat. Es ist bereit (anders als
Du und andere) inhaltlich zu diskutieren und hat nicht verschnupft
entschieden keine öffentliche Reaktion zu zeigen.
Das zeigt mir, dass Bernd, so wie ich es voraussetze selbst am Leben der
Partei teilnimmt und nicht auf einen Mitarbeiterstab setzt, der ihm solche
zeitraubende Kritik vom Hals hält.
Also, das Thema "Offener Brief" (ich hätte ihm auch nicht als solchen
bezeichnet) sollte vielleicht einmal tiefer gehängt werden.
Wir sollten uns vielleicht alle dafür mehr inhaltlich damit beschäftigen, wie
wir mit den Widersprüchen u gehen,
- dass die Öffentlichkeit "Parteimeinungen" hören will und wir jedem Mitglied
seine Meinung zugestehen wollen, auch Vorständen
- dass wir zu immer mehr Themen Parteimeinungen entwickeln aber nie zu allen
Fragen die Aufkommen vorab eine Parteimeinung haben werden
- dass wir Mehrheitsbeschlüsse mit welche, System auch immer beschließen,
aber selbst dafür eintreten, dass Abgeordnete keiner Fraktionsdisziplin
unterliegen sollen.
Da gibt es viele offene Fragen wie wir unsere Ansprüche und Ideen mit der
aktuellen Wirklichkeit in Parlamenten und in den Medien in Einklang bringen
wollen!
Da sind die Diskussionen viel notwendiger und nicht darum, ob Bernd nu. Zu
den Urbanauten kommen sollte oder seine Zeit für anderes wichtiger ist. Ich
bin sehr zuversichtlich, das kann Bernd schon ganz gut selbst entscheiden!
K-H
Am 05.09.2012 um 15:17 schrieb JeZ <jez AT gotno.info>:
> Hallo,
> danke Sebastian,
> dass solche Vorgehensweisen den BuVo von der Arbeit abhalten ist mein
> größter Kritikpunkt an den Urbanauten.
> Die Kritik einer kleinen Crew, (ob sie eine Minderheitsmeinung vertritt
> lassen wir mal beiseite,) ist soo wichtig, dass ein unbezahlter
> Bundesvorstand sich dich Zeit nehmen muss öffentlich und persönlich vor
> Ort darauf zu reagieren.
> Ich frage mich wieviele Stunden und Tage aufgrund des Zeitungsberichtes
> an Arbeitszeit für die Bundespartei deswegen verloren gehen.
> Ich hoffe die Urbanauten haben sich überlegt, wie sie den Zeitverlust
> für den Bundesvorstand ausgleichen. Macht ihr Hilfsangebote? Wofür
> spendet ihr Arbeitszeit als Ausgleich?
> Der Vorstand vertritt die Bundespartei, also uns alle und wenn mehrere
> solche Einladungen von kleinen Piratengruppen kommen, dann ist leider an
> Arbeit (im Dienste aller Piraten) nicht mehr zu denken. Vielleicht habt
> ihr ja eine Idee, wie ihr den Vorstand in Zukunft unterstützt, damit
> Rückfragen oder Kritik nicht dafür sorgen, dass ein Vorstand nicht mehr
> zu seiner eigentlichen Aufgabe kommt.
> Wie können wir uns diesen Zeitaufwand sparen und trotzdem über
> Statements diskutieren?
> Wie können wir kritisieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass
> öffentliche Kritik nicht durch Medien zu noch mehr Zeitverlusten für um
> einiges mehr Piraten führt, die sich dann mit den Auswirkungen der
> Berichterstattung beschäftigen müssen?
> Öffentliche Briefe binden die Arbeitszeit von zahlreichen Piraten, die
> sich dann damit beschäftigen. Sie führen zu negativer Berichterstattung,
> was auf alle Piraten zurückfällt und haben kaum irgendeinen Mehrwert.
> Sie führen kaum zu Diskussionen über Inhalte (Inhaltliche Kritik war
> auch nicht konkret genug im Brief). So wichtig war euer Thema auch
> nicht. Sry.
> Diskutiert bitte darüber, wie man es das nächste Mal besser macht und
> sorgt dafür, dass andere Crews und Stammtische daraus lernen, dass man
> sowas wie "Offene Briefe" lieber nicht machen sollte.
> Grüße JeZ
>
>
>
> Am 05.09.2012 11:15, schrieb Sebastian Nordhoff:
>> On Wed, 05 Sep 2012 10:40:17 +0200, Johannes Rasche
>> <johannesrasche AT me.com> wrote:
>>
>>> Hallo Urbanauten,
>>>
>>> nach dem gestrigen Crewtreffen ist es mir wichtig, meinen gravierenden
>>> Dissens noch einmal klipp und klar zu benennen.
>>>
>>> Ich hätte Bernd nach seiner Antwort auf den Offenen Brief (die ich nicht
>>> kenne) gebeten, dort wo wir unseren Dissens öffentlich gemacht haben,
>>> eine politisch inhaltliche Stellungnahme zu schreiben, vielleicht wäre
>>> dann ja eine Auseinandersetzung auch mit anderen Piraten in Gang
>>> gekommen, vielleicht.
>>
>> ich rechne es Bernd hoch an, dass er überhaupt reagiert hat. Eine
>> schriftliche Stellungnahme kann man denke ich von ihm bei seiner
>> Arbeitsbelastung nicht verlangen. Die dünne Personaldecke ist
>> allgemein bekannt, die Burnouts auch. Daher finde ich es sehr wichtig,
>> hier Mass zu halten und nach Möglichkeit zusätzliche Belastungen zu
>> vermeiden.
>> Ist das anti-politisch? Wahrscheinlich. In einer idealen Welt sollte
>> der Vorsitzende natürlich in den politischen Diskurs der Basis
>> einbezogen werden. Die Realität sieht aber gerade so aus, dass das in
>> der derzeitigen Organisationsform des Vorstandes nicht möglich erscheint.
>> Wenn man will, dass der Vorstand voll in der Partei aufgeht, dann soll
>> man ihm ermöglichen, davon zu leben. Zur Zeit wird der Vorstand nicht
>> bezahlt. Der Preis dafür ist, dass dann halt 40h weniger Zeit pro
>> Woche vorhanden sind. Und da fallen dann Sachen hinten runter. Bei
>> aller Wertschätzung der Arbeit der Urbanauten: ich als BuVo hätte
>> wahrscheinlich jeden einzelnen Abend etwas höher zu Priorisierendes
>> gehabt als ein Crewtreffen (diverse Mumbles, Gates, Pressetermine,
>> etc). Das könnte man vielleicht noch mal etwas mehr im Detail
>> diskutieren.
>>
>> Viele Grüsse
>> Sebastian
>>
>>
>>
>>>
>>> Ich hätte ihn ausserdem gebeten, bei der Gelegenheit ein Wort zum Stil
>>> der Kritik an unserem Vorgehen von sich zu geben.
>>>
>>> Ich hätte seinen Wunsch, seinen Besuchstermin (auch vor der gesamten
>>> Crew) im Vorfeld geheim zu halten, zurückgewiesen. Zumindest hätte ich
>>> die Crew vorher gefragt, was sie davon hält.
>>>
>>> Im übrigen: was soll überhaupt eine Terminvereinbarung? Das Crewtreffen
>>> findet wöchentlich statt, Zeit und Ort sind allgemein bekannt. Wer
>>> kommen will, kommt.
>>>
>>> Wie ich schon letzte Woche geschrieben habe, bin ich überzeugt, dass
>>> Bernd sehr wohl die Mehrheit der Partei repräsentiert. Die Reaktionen
>>> auf unseren Offenen Brief bestätigen das. Umso weniger kann es darum
>>> gehen, mit ihm eine Auseinandersetzung zu führen, sondern mit der
>>> Mehrheit. Doch diese hat sich dem jedoch verweigert.
>>>
>>> Hoffentlich trägt dies zum Verständnis meiner Position bei
>>>
>>> Gruss
>>>
>>> Johannes
>
>
> --
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> https://service.piratenpartei.de/listinfo/berlin-friedrichshain-kreuzberg
- [berlin-crew-urbanauten] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung, Johannes Rasche, 05.09.2012
- Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung, Sebastian Nordhoff, 05.09.2012
- Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung, JeZ, 05.09.2012
- Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung, Der Anhalter, 05.09.2012
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- Re: [berlin-crew-urbanauten] [Friedrichshain-Kreuzberg] mein Dissens zur Mehrheitsmeinung, Sebastian Nordhoff, 05.09.2012
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